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Undine

Illustrationen von Arthur Rackham

Ritter Huldbrand durchreitet auf Geheiß seiner angebeteten Bertalda, der Pflegetochter eines Herzogs, einen Spukwald und erreicht eine Landspitze mit einem alten Fischerspaar und ihrer Findeltochter Undine. Ihr unwiderstehlicher Charme führt in der Abgeschiedenheit bei steigender Flut zur Vermählung. Immer wieder zeigt sich ein Flussgeist in Gestalt eines Alten. Es ist ihr Oheim Kühleborn. Ihr Vater hat sie gesandt, damit sie durch die Ehe mit einem Menschen eine Seele erlangt. In der Stadt schließt sie Freundschaft mit Bertalda und enthüllt, dass diese die verlorene Tochter der Fischersleute ist, die als Kind in den Fluss gefallen ist. Die Eitle reagiert aber äußerst beleidigt. Auf Ritter Huldbrands Burg wendet sich seine Liebe von Undine, die ihm etwas unheimlich ist, wieder Bertalda zu. Das erzürnt Kühleborn. Immer wieder muss Undine ihren Mann beschützen. Schließlich wünscht dieser sie im Zorn in den Fluss zurück. Er trauert, aber heiratet Bertalda. Als diese, unwissend, den verschlossenen Burgbrunnen öffnen lässt, kommt Undine, den Elementargesetzen folgend, herauf und küsst Huldbrand weinend zu Tode.

Der Text folgt der Erstausgabe von 1811 mit den Illustrationen der englischen Ausgabe London 1909. Die "Zueignung" findet sich seit der Buchausgabe 1814 in allen späteren Ausgaben des 19. Jahrhunderts. Die Rechtschreibung wurde entsprechend den Regeln der Alten Rechtschreibung behutsam modernisiert.
Portrait
1777-1843
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  • Inhalt
    1. Wie der Ritter zu dem Fischer kam
    2. Auf welche Weise Undine zu dem Fischer gekommen war
    3. Wie sie Undinen wiederfanden
    4. Von dem, was dem Ritter im Walde begegnet war
    5. Wie der Ritter auf der Seespitze lebte
    6. Von einer Trauung
    7. Was sich weiter am Hochzeitabende begab
    8. Der Tag nach der Hochzeit
    9. Wie der Ritter seine junge Frau mit sich führte
    10. Wie sie in der Stadt lebten
    11. Bertaldas Namensfeier
    12. Wie sie aus der Reichsstadt abreisten
    13. Wie sie auf Burg Ringstetten lebten
    14. Wie Bertalda mit dem Ritter heimfuhr
    15. Die Reise nach Wien
    16. Von Huldbrands fürderm Ergehen
    17. Des Ritters Traum
    18. Wie der Ritter Huldbrand Hochzeit hielt
    19. Wie der Ritter Huldbrand begraben ward
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 16.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946619-53-6
Verlag Boer, K
Maße (L/B/H) 27,7/20/1,7 cm
Gewicht 523 g
Abbildungen mit 15 Farbabbildungen
Auflage Der Text folgt der Erstausgabe von 1811 mit den Illustrationen der englischen Ausgabe London 1909
Illustrator Arthur Rackham
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Undine
von Zitronenblau am 30.10.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Was die Undine so besonders macht, ist ihre Originalität: Fouqué - himmelhoch gelobt von niemand geringerem als Arno Schmidt - verwebt mythologischen Stoff, aber so, dass eine originelle märchenhafte Erzählung daraus gesponnen wird. Die Geschichte dreht sich um eine Wassernymphe namens Undine, die von ihrem Vater auf das Land... Was die Undine so besonders macht, ist ihre Originalität: Fouqué - himmelhoch gelobt von niemand geringerem als Arno Schmidt - verwebt mythologischen Stoff, aber so, dass eine originelle märchenhafte Erzählung daraus gesponnen wird. Die Geschichte dreht sich um eine Wassernymphe namens Undine, die von ihrem Vater auf das Land gesendet wird, um jemanden zu treffen, der sie heiratet, damit sie eine Seele erhält. Sie begegnet (wohnend unter Fischersleuten) einem Ritter, der sie zur Frau nimmt. Am Ende aber verschmäht er sie, schickt sie zurück ins Wasser, das zu den entsprechenden Konsequenzen führt (ich möchte hier nicht alles verraten). Interessant ist nun die Deutung bzw. die Auslegung dieser kleinen frühromantischen Geschichte, an die ich mich nur peripher wage. Ich glaube, dass die Nymphe symbolisch für die Elemente steht (hier also insbes. Element Wasser), für die Naturwelt, die durch die "Liebe des Menschen zu ihr" ihre Seele erhält. Die Rivalin, Berthalda, ist die Liebe zur Menschenwelt und verkörpert für den Ritter das menschlich-ambivalente Band der Gefühle (Eifersucht, Zorn und Konflikt, aber auch Liebe, Sehnsucht und Abhängigkeit etc.). Der Ritter steht somit als tugendhafter (christlich-sittlicher) wie auch als Natur liebender Mensch zwischen diesen beiden Welten, entscheidet sich jedoch am Ende für Berthalda, da ihm Undine unheimlich und fremd vorkommt. Ob man dies nun negativ auslegt gegen die christlcihe Welt des Ritters, sei anheim gestellt. Das Ende der Geschichte ist symbolisch für die Gefahr, die droht, wenn der Mensch die Natur missachtet. Eine Abstraktionsstufe darunter könnte man auch feministischer deuten: die Folgen für den Mann nach dessen Untreue gegenüber seiner Gemahlin... Nicht zuletzt ist Undine ein Elementargeist, Trugbild also, das auch für das Gewissen des Menschen stehen kann. Das Element Wasser soll hier nicht nur Ausdruck für das Schöne sein, sondern für das Element der Gattungsherkunft per se, so wie es beim Fauste (II) schon geschrieben steht, - apropos - erklingt ferner nicht der goethisch-faustische Satz in symbiotischer Beziehung zur Undine?: "Das Ewig-Weibliche / Zieht uns hinan..." Ein kleines Stückchen Romantik von Fouqué, das von dessen Freund und von mir sehr hoch gelobten Schwarzromantiker und aber auch Komponisten ETA Hoffmann vertont wurde (Oper). Zudem hat der erst vor wenigen Tagen verschiedene H. W. Henze das Sujet der Undine aufgegriffen und zu einem Ballett orchestriert...

Eine wunderbare Erzählung
von einer Kundin/einem Kunden am 30.01.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein wunderbare Erzählung der Undine, dem weiblichen Elementargeist des Wasser und ihrer Erfahrung mit der Menschheit und der Liebe. Ein wirklich faszinierendes Werk. Sehr empfehlenswert.