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Siebenbürgen - Pionierregion der Religionsfreiheit

Luther, Honterus und die Wirkungen der Reformation

Seria Academia / Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) Band 15

Siebenbürgen gehörte neben Teilen der Confoederatio Helvetica und dauerhafter als etwa Polen seit Mitte des 16. Jahrhunderts zu jenen Regionen Europas, die dem reformatorischen Bestreben zum Teil frühaufklärerischer, rationalistischer Humanisten Refugium und Heimstatt boten. Unter den Bedingungen pluralistischer Religionsgesetzgebung existierten am Ende des 16. Jahrhunderts innerhalb eines Staatswesens als anerkannte »rezipierte« 1 Konfession – in chronologischer Reihen-folge – die katholisch-altgläubige, die lutherische, die kalvinistische und unitarische Glaubensgemeinschaft sowie die lediglich geduldete orthodoxe Kirchengemeinschaft. Von Fürst István Báthory wird als staats- und religionspolitisches Credo überliefert: »Rex sum populorum, non conscientiarum.« Diese Aussage eines Herrschers, der einer katholischen Rekonvertitenfamilie entstammte und zugleich zwei überwiegend protestantische Ständestaaten regierte, vermittelt den im ausgehenden 16. Jahrhundert geltenden Zeitgeist dieser ostmitteleuropäischen Region.

Akademischer Rat Dr. Ulrich Andreas Wien, 1963 Geburt in Speyer/Rh., 1983 Abitur am Gymnasium am Kaiserdom, 1983-1985 Studium in Mannheim und Freiburg: Alte, Mittlere und Neue Geschichte, Politikwissenschaften und Anglistik, 1985/86 Zivildienst, 1986-1992 Studium in Heidelberg und Tübingen: Evangelische Theologie, Dissertation: „Kirchenleitung über dem Abgrund. Bischof Friedrich Müller vor den Herausforderungen durch Minderheitenexistenz, Nationalsozialismus und Kommunismus“ (Böhlau 1998), Vikariat in der Pfälzischen Landeskirche, u.a. Spezialvikariat (1996) bei der Ev. Zentralstelle fürWeltanschauungsfragen in Berlin (EZW), 1997 Ordination als Pfarrer der Ev. Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche), 1998 Akademischer Rat am Institut für Ev. Theologie an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau. Seit 1991 Mitglied im Jungen Forum Orthodoxie der EKD, seit 1995 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde, seit 1997 Leitung der Sektion Kirchengeschichte, seit 2001 Vorsitzender des Arbeitskreises.
Portrait
Dr. Ulrich A. Wien, geboren 1963 in Speyer (Rhein)
- nach seinem Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften, Anglistik und Evangelischen Theologie wurde er mit einer Arbeit zur siebenbürgisch-sächsischen kirchlichen Zeitgeschichte 1998 an der Universität Heidelberg promoviert
- seit 2011 lehrt der ordinierte Pfarrer in Landau (Pfalz) am Institut für Evangelische Theologie Kirchengeschichte sowie sporadisch in Hermannstadt
- seit 2001 Vorsitzender des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 231
Erscheinungsdatum 10.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946954-05-7
Verlag Schiller Verlag
Maße (L/B/H) 21,5/15,2/2,5 cm
Gewicht 387 g
Abbildungen mit 13 farbigen und 6 schwarzweissen Abbildungen
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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15,30
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inkl. gesetzl. MwSt.
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