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Das Singen der Sirenen

Roman

(3)
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2017

Als der deutsche Frankenstein-Experte Jörg Krippen auf dem Campus seiner neuen Londoner Universität umherirrt, hilft ihm die junge Stammzellenforscherin Mae sich zu orientieren. Die Begegnung wirkt zufällig, tatsächlich hat sie diese bewusst provoziert. Kurz darauf führt Mae ein Wiedersehen herbei, um eine Affäre mit dem deutlich älteren Mann zu beginnen. Zugleich scheint sie sonderbar viel über ihn zu wissen.

Im Londoner East End hat niemand auf den Literaturwissenschaftler Jörg Krippen aus Berlin gewartet. Die Kleidung vom Nieselregen durchweicht sucht er nach einer Klingel, als eine junge Frau indischer Abstammung ihn anspricht: »You look so lost«. Sie selbst ist in Brixton aufgewachsen und forscht im Bereich neuer Reproduktionstechnologien. Krippen verliebt sich rasch und heftig – und belügt sie, was seine Familie und seine linke politische Vergangenheit betrifft. Auch sie ist nicht ehrlich und verschweigt, dass sie vor Jahren als Austauschschülerin in Berlin war. Es entspannt sich eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, wie sie beide in der Intensität zuvor nicht erlebt haben. Doch ihre ungewöhnliche Liebe wirft Fragen nach dem Verhältnis von Geistes- und Naturwissenschaft auf.
Portrait
Michael Wildenhain ist 1958 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt. Nach einem Philosophie- und Informatikstudium engagierte er sich in der Hausbesetzerszene - Stoff u. a. für seine ersten literarischen Veröffentlichungen: »zum beispiel k.«, »Prinzenbad« und »Die kalte Haut der Stadt«. Zuletzt erschienen die Romane »Russisch Brot«, »Träumer des Absoluten« und »Das Lächeln der Alligatoren«.
Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Ernst-Willner-Preis, dem Stipendium der Villa Massimo sowie dem London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds. »Das Lächeln der Alligatoren« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Brandenburger Kunstpreis ausgezeichnet.
Wildenhain schrieb mehrere Theaterstücke, von denen 2012 ein Auswahlband erschienen ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783608108804
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 2616 KB
eBook
17,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 15.02.2018
Bewertet: anderes Format

Der Roman liest sich sehr gut, sprachlich tadellos und überzeugend. Aber auch ein wenig zu glatt, um Reibungspunkte zu erzeugen.Selbst lesen!

Ein Gelehrter zwischen zwei Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Dieses Buch wurde auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert. Im Fokus steht der Gelehrte Dr. Jörg Krippen. Ein Mann mittleren Alters, der zwischen zwei Frauen, zwei Söhnen sowie zwei Existenzen pendelt und versucht ein großes Geheimnis nicht Preis zu geben. Insoweit hört sich die Biographie eigentlich... Dieses Buch wurde auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert. Im Fokus steht der Gelehrte Dr. Jörg Krippen. Ein Mann mittleren Alters, der zwischen zwei Frauen, zwei Söhnen sowie zwei Existenzen pendelt und versucht ein großes Geheimnis nicht Preis zu geben. Insoweit hört sich die Biographie eigentlich interessant an. Doch mich konnte der Roman nicht wirklich begeistern. Er war einfach zu langatmig. Auch der Schreibstil war recht anstrengend. Wechseln sich kurze, abgehackte Sätze mit endlos langen Schachtelsätzen ab, denen scheinbar der grammatische Zusammenhang fehlt. Schade!

Das Singen der Sirenen
von miss.mesmerized am 29.09.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der Literaturwissenschaftler Jörg Krippen wird als Gastdozent nach London eingeladen. Schon bei der Ankunft in seiner Bleibe begegnet er einer jungen Frau, die zugleich etwas Bekanntes wie auch etwas Faszinierendes hat. Als sie in seinem Seminar auftaucht und ihn dann auch noch auf Deutsch anspricht, ist er mehr als... Der Literaturwissenschaftler Jörg Krippen wird als Gastdozent nach London eingeladen. Schon bei der Ankunft in seiner Bleibe begegnet er einer jungen Frau, die zugleich etwas Bekanntes wie auch etwas Faszinierendes hat. Als sie in seinem Seminar auftaucht und ihn dann auch noch auf Deutsch anspricht, ist er mehr als verwundert, lässt sich aber auf eine Affäre ein. Bald schon muss er jedoch feststellen, dass sie sich nicht zufällig über den Weg gelaufen sind, sondern dass Mae dies alles geplant hat und ihn tatsächlich schon aus Berlin kannte. Berlin, seiner Heimat, wo auch seine Frau Sabrina und sein Sohn Leon sind und eigentlich das gemeinsame Leben stattfindet, aus dem sich Jörg gerade mehr und mehr flüchtet. Schnell entfremdet er sich von seinem alten Leben, doch die Vergangenheit holt ihn ein, eine Vergangenheit, die noch vor der mit Sabrina lag. Sirene, die, ein weibliches Fabelwesen der griechischen Mythologie, das mit seinem Gesang die Männer betört und schließlich tötet. Auch bei Michael Wildenhain singen die Sirenen und locken Jörg Krippen an, der scheinbar den Verlockungen der Frauen nichts entgegenzusetzen hat und sich wehrlos ausgeliefert sieht. Sabrina lockt ihn und kann ihn für ihre Ideale einnehmen, auch Mae ergibt er sich unmittelbar. Was in der Mythologie einen gewissen Reiz hat, weil immer die Hoffnung besteht, dass eines dieser Fabelwesen seinen Willen nicht bekommt, wird bei Wildenhain jedoch zu einem lahmen Männerbild, das mich nur teilweise überzeugen kann. Jörg Krippen als Figur ist schwach. Beruflich weitgehend gescheiter, privat auch nur wenig vorzuweisen, als Vater versagt. Statt sich der Realität zu stellen, flüchtet er: in ein anderes Land, in eine andere Beziehung. Immer wenn es gilt, Verantwortung zu tragen, läuft er weg. Was soll mir diese Figur sagen? Dass es schwache Menschen gibt? Ja, natürlich. Dass es feige Menschen gibt? Sowieso. Aber wo bleibt die Lösung? Der Roman liest sich sehr gut, sprachlich tadellos und überzeugend. Aber auch ein wenig zu glatt, zu smooth, um Reibungspunkte zu erzeugen. Er kann an einigen Stellen überraschen, aber insgesamt für mich der Roman, der bezogen auf Handlung, Figuren, Thema und auch Sprache von den Nominierten der Longlist zum Deutschen Buchpreis der blasseste und am wenigsten überzeugende Roman ist.