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Obszönes Verhalten an privaten Orten

Roman

Libero Marsell steht vor einer aufsehenerregenden Entdeckung. Gerade noch ein halbwüchsiges Kind, beginnt sich in seiner Hose plötzlich etwas zu regen. Beflügelt durch diese ungeahnte Entwicklung, arbeitet Libero nun zielstrebig daran, die schönen Frauen von Paris für sich zu gewinnen. Und findet sich unversehens in Sartres Lieblingscafé wieder.

Kaum ist der junge Libero mit seinen Eltern nach Paris übergesiedelt, erwischt er die Frau Mama in flagranti mit dem besten Freund der Familie. Beflügelt durch dieses aufschlussreiche Ereignis auf dem Weg zur sexuellen Offenbarung, nähert sich der italienische Jungverführer der bildschönen Marie, ihres Zeichens Bibliothekarin, Liebhaberin italienischen Essens und der Literatur. Um sie zu beeindrucken, umgibt sich der junge Mann mit Albert Camus, übt männliche Wortkargheit mit Buzzati und Hemingway und landet schließlich im Pariser Existentialistencafé Deux Magots. Während seine Mutter von den Suffragetten zu Gott findet, die Eltern sich trennen und Liberos Kindheit hinter ihm in Stücke bricht, wächst er selbst zum Mann heran, und beginnt eine unbeirrbare Suche nach Eros und Ästhetik.
Portrait
Marco Missiroli wurde 1981 in Rimini, Italien, geboren. Er hat bisher fünf Romane veröffentlicht, die mit zahlreichen Preisen, wie dem renommierten Premio Campiello und dem Premio Super Modello, ausgezeichnet wurden. Heute lebt Missiroli als Schriftsteller und Journalist in Mailand.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783608108927
Verlag Tropen
Dateigröße 2712 KB
Übersetzer Michael Killisch-Horn
eBook
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Kundenbewertungen

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Libero und das Wachsen
von einer Kundin/einem Kunden am 10.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Libero ist jung. Sein Leben liegt vor ihm und in ihm beginnt sich etwas zu regen. Marco Missiroli hat hier ein Meisterwerk schaffen, dass uns mitnimmt auf die Entwicklungsreise eines Jungen hin zum im Leben stehenden Mann. Seine Entwicklung ist gespickt von Büchern Klassikern, die seine jeweilige Zeit dann stark... Libero ist jung. Sein Leben liegt vor ihm und in ihm beginnt sich etwas zu regen. Marco Missiroli hat hier ein Meisterwerk schaffen, dass uns mitnimmt auf die Entwicklungsreise eines Jungen hin zum im Leben stehenden Mann. Seine Entwicklung ist gespickt von Büchern Klassikern, die seine jeweilige Zeit dann stark vorprägen und seine Gedanken maßgeblich verändern. Unter anderem sind dabei Camus, Sartre, Rodari oder Somerset. Diese Bebilderung in Form von anderen Werken unserer Zeit hat mir sehr zugesagt und war doch anspruchsvoll. Und auch die Aufmachung innerhalb des Buches entsprach meinem Sinn der Dinge. Alles ist sehr schlicht gehalten, die verschiedenen Lebensabschnitte klar abgetrennt durch weiße Seiten. Zwischen den Seiten fing ich als Leser an selbst eine Freundschaft zu beziehungsweise mit Libero zu entwickeln, da man ihn und seine Gedanken so hüllenlos kennen lernt und mit erleben kann. Nebenbei konnte ich auch einiges über die Spielorte Paris und Mailand mitnehmen, da Libero einigen Orten ja nahezu magische Bedeutung beimisst. Alles in allem ein Buch das ich dem anspruchsvollen Leser oder einem der vorhat noch einer zu werden empfehlen würde. Durch die vielen ausgewiesenen Bücher im Buch bietet es sich fast an das Buch noch ein weiteres Mal zu lesen nachdem man die ausgewiesene Lektüre verzehrt hat. Ich kann mir gut vorstellen das das Buch so noch zusätzlich an Tiefe gewinnt. PS: habe ich auch noch vor.

Liberos Leiden
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 13.08.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Libero Marsell erlebt das Erwachen seiner Sexualität gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass seine Mutter den Vater mit dem besten Freund Emmanuel betrügt. Er beobachtet die für ihn verstörende, aber auch erregende Szene. Als Spätentwickler tröstet er sich anfangs mit Literatur. Marie, Emanuells Ex-Freundin führt ihn als Bibliothekarin in die... Libero Marsell erlebt das Erwachen seiner Sexualität gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass seine Mutter den Vater mit dem besten Freund Emmanuel betrügt. Er beobachtet die für ihn verstörende, aber auch erregende Szene. Als Spätentwickler tröstet er sich anfangs mit Literatur. Marie, Emanuells Ex-Freundin führt ihn als Bibliothekarin in die Weltliteratur ein. Er wächst mit Camus, Sartre und vielen anderen Autoren auf. Dass er während des Studiums im Deux Magot kellnert ist nur folgerichtig. Aber seine Erfahrungen sind nun nicht mehr rein literarisch. Lunette, die ältere Schwester seines besten Freundes führt in die Welt des Eros. Stürmisch erobert sich Libero als junger Erwachsener die Welt der Sexualität. Aber nichts währt ewig, Lunette verlässt ihn und Libero geht nach Mailand und feilt an seinen Verführerqualitäten. Auch hier kellnert er wieder und für jede Eroberung gibt es eine Kerbe in die Theke. Der Weg zum Erwachsenwerden ist oft schwer, peinlich und mit Demütigungen verbunden und der Leser begleitet Libero dabei. Das ist mit fast schmerzhafter Wahrheit erzählt, der Autor seziert seine Figuren und die Gesellschaft. Für den Leser blitzt manchmal Witz auf, aber es ist ein bitterer Witz. Trotzdem ist die Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt, die Sprache gefiel mir. Wie Libero aus der Welt der Bücher ins reale Leben findet, dabei sich selbst findet und seinen Platz in der Welt einnimmt ist großartig. Eine außergewöhnliche Coming of Age Geschichte, die mich beeindruckt hat.