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Ein perfekter Kellner

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Médicis für ausländische Literatur 2008

(2)
Monsieur Erneste ist Kellner in einem Schweizer Grandhotel. Aufmerksam, unauffällig, tadellos - eben ein perfekter Kellner. In den 35 Jahren seiner Laufbahn hat er nur ein einziges Mal die Stelle gewechselt. Lediglich zwei einschneidende Ereignisse unterbrachen die Monotonie eines jahrzehntelangen Aufwartens, Auftischens, Abräumens: seine große Liebe zu dem 19jährigen Lernkellner Jakob, die nach einem Jahr des Glücks zerbrach, und die Ankunft eines Briefes aus Amerika dreißig Jahre später, der die lange Zeit dazwischen zusammenschrumpfen ließ, als seien "dreißig Jahre hingegangen wie ein Tag". Darin bittet ihn Jakob, der ihn so schmählich verlassen hatte und einem ehemaligen Hotelgast, dem berühmten Schriftsteller Julius Klinger, als Sekretär und heimlicher Geliebter nach New York gefolgt war, um einen dreisten Gefallen.
Portrait
Alain Claude Sulzer, geboren 1953, lebt als Schriftsteller in Basel und im Elsaß. 2006 erschien Sulzers viel gelobter Roman Ein perfekter Kellner, der in Frankreich 2008 mit dem Prix Médicis étranger ausgezeichnet wurde.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 214
Erscheinungsdatum 30.01.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-45741-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/11/1,8 cm
Gewicht 141 g
Auflage 8. Auflage
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„Menschen im Hotel“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Erneste hat es in seinem Beruf zur Perfektion gebracht. Er arbeitet in einem Grandhotel in den schweizerischen Bergen und ist durch und durch ein perfekter Kellner. Er hat sein Leben ganz dem (Be)Dienen verschrieben und es verschafft ihm eine tiefe Zufriedenheit in seinem Leben, und das obwohl er mit seiner Familie, bis auf einer Cousine, gar keinen Kontakt pflegt und er damit sehr unbekümmert umgeht. Diese fragile Balance gerät aus den Fugen, als er eines Tages einen Brief bekommt. Vergrabene Gefühle und Erinnerungen an den ehemaligen Kollegen Jakob treten hervor und lassen den perfekten Kellner, dass erste Mal schwanken.

Erst vor kurzem hab ich von Alain Claude Sulzer – Ein perfekter Kellner – entdeckt und sofort hab ich mich in diese Geschichte, wenn man es mir erlauben mag, verliebt. Es ist eine Geschichte die in einem Grandhotel der 30er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts spielt und an solchen Geschichten, finde ich immer wieder großen Gefallen. Wahrscheinlich, weil es meist tragischer Natur sind und weil das Hotel der Kreuzungspunkt vieler verschiedener Menschen, aus allen möglichen sozialen Gesellschaftsschichten beherbergt. Die einen die dort für ein paar Tage, Wochen oder wie es früher üblich war, auch für eine paar Monate auf Urlaub sind, und auf der anderen Seite die arbeitenden und dienenden Menschen. Auf Anhieb fällt mir da sofort Vicki Baums Menschen im Hotel ein, deren Titel ihres bekanntesten Romans, ich mir auch für diese Rezension geliehen hab. Als besonderen Tipp kann ich auch den Ende April 2016, im Diogenes Verlag erscheinenden Roman – Verlockung – von János Székely empfehlen. Eine nicht minder melodramatische, vielleicht noch umfangreichere biographische Geschichte eines jungen Ungarn, der in einem Hotel sein Glück versucht. Aber bevor ich hier abschweife, zurück zum eigentlichen Thema: Ein perfekter Kellner.

Was sofort ins Auge sticht, ist die etwas in Szene gesetzte, altmodische und geschliffene Sprache, man fühlt sich sofort in eine ganz elegantere Zeit zurückversetzt, indem ein falsches Wort oder eine falsche Geste eines Kellners,eine mögliche Kündigung nach sich ziehen könnte, oder zumindest eine vermehrte Beobachtung des Hoteldirektors bedeuten könnte. Beides wahrscheinlich gleich schlimm. Alain Claude Sulzer erzählt in diesem Kleinod der Belletristik völlig schnörkellos die Geschichte des Monsieur Erneste und seiner ersten großen Liebe. Darin liegt eindeutig auch ein weiteres stilistische Element der Erzählung, die mir in diesem Buch aufgefallen ist. Man möchte meinen, dass es keineswegs schwierig ist, eine Liebesgeschichte zu erzählen. In Anbetracht der vielen, bereits erzählten und gelesenen, literarischen Liebesgeschichten möchte man meinen, dass jene zu erzählen nichts Besonderes ist und doch schafft es Alain Claude Sulzer genau jene Liebesgeschichte und den Charakteren soviel Glaubwürdigkeit zu verleihen, dass man meint, Letztere sehr gut zu kennen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der 30er und den 60er Jahren hin und her, ganz so wie auch Erneste seinen Erinnerungen nachhängt. Seite für Seite entspinnt sich die Szenerie, das Damals und die Gegenwart der Geschichte, wie ein Puzzle wird der komplizierte und psychologisch einwandfrei inszenierte Roman zusammengesetzt. Ein perfekter Kellner lädt zum Immerwiederlesen ein, und immer wieder wird man neues darin finden.
Erneste hat es in seinem Beruf zur Perfektion gebracht. Er arbeitet in einem Grandhotel in den schweizerischen Bergen und ist durch und durch ein perfekter Kellner. Er hat sein Leben ganz dem (Be)Dienen verschrieben und es verschafft ihm eine tiefe Zufriedenheit in seinem Leben, und das obwohl er mit seiner Familie, bis auf einer Cousine, gar keinen Kontakt pflegt und er damit sehr unbekümmert umgeht. Diese fragile Balance gerät aus den Fugen, als er eines Tages einen Brief bekommt. Vergrabene Gefühle und Erinnerungen an den ehemaligen Kollegen Jakob treten hervor und lassen den perfekten Kellner, dass erste Mal schwanken.

Erst vor kurzem hab ich von Alain Claude Sulzer – Ein perfekter Kellner – entdeckt und sofort hab ich mich in diese Geschichte, wenn man es mir erlauben mag, verliebt. Es ist eine Geschichte die in einem Grandhotel der 30er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts spielt und an solchen Geschichten, finde ich immer wieder großen Gefallen. Wahrscheinlich, weil es meist tragischer Natur sind und weil das Hotel der Kreuzungspunkt vieler verschiedener Menschen, aus allen möglichen sozialen Gesellschaftsschichten beherbergt. Die einen die dort für ein paar Tage, Wochen oder wie es früher üblich war, auch für eine paar Monate auf Urlaub sind, und auf der anderen Seite die arbeitenden und dienenden Menschen. Auf Anhieb fällt mir da sofort Vicki Baums Menschen im Hotel ein, deren Titel ihres bekanntesten Romans, ich mir auch für diese Rezension geliehen hab. Als besonderen Tipp kann ich auch den Ende April 2016, im Diogenes Verlag erscheinenden Roman – Verlockung – von János Székely empfehlen. Eine nicht minder melodramatische, vielleicht noch umfangreichere biographische Geschichte eines jungen Ungarn, der in einem Hotel sein Glück versucht. Aber bevor ich hier abschweife, zurück zum eigentlichen Thema: Ein perfekter Kellner.

Was sofort ins Auge sticht, ist die etwas in Szene gesetzte, altmodische und geschliffene Sprache, man fühlt sich sofort in eine ganz elegantere Zeit zurückversetzt, indem ein falsches Wort oder eine falsche Geste eines Kellners,eine mögliche Kündigung nach sich ziehen könnte, oder zumindest eine vermehrte Beobachtung des Hoteldirektors bedeuten könnte. Beides wahrscheinlich gleich schlimm. Alain Claude Sulzer erzählt in diesem Kleinod der Belletristik völlig schnörkellos die Geschichte des Monsieur Erneste und seiner ersten großen Liebe. Darin liegt eindeutig auch ein weiteres stilistische Element der Erzählung, die mir in diesem Buch aufgefallen ist. Man möchte meinen, dass es keineswegs schwierig ist, eine Liebesgeschichte zu erzählen. In Anbetracht der vielen, bereits erzählten und gelesenen, literarischen Liebesgeschichten möchte man meinen, dass jene zu erzählen nichts Besonderes ist und doch schafft es Alain Claude Sulzer genau jene Liebesgeschichte und den Charakteren soviel Glaubwürdigkeit zu verleihen, dass man meint, Letztere sehr gut zu kennen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der 30er und den 60er Jahren hin und her, ganz so wie auch Erneste seinen Erinnerungen nachhängt. Seite für Seite entspinnt sich die Szenerie, das Damals und die Gegenwart der Geschichte, wie ein Puzzle wird der komplizierte und psychologisch einwandfrei inszenierte Roman zusammengesetzt. Ein perfekter Kellner lädt zum Immerwiederlesen ein, und immer wieder wird man neues darin finden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2018
Bewertet: anderes Format

Ein kleines, feines Buch über eine große Liebe! Erneste glaubte an die wahrhaftige, ewige Liebe und wurde bitter enttäuscht. Ein sensibles Psychogramm und ein großartiger Roman.