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»Gastarbeiterinnen« in der Bundesrepublik

Anwerbepolitik, Migration und Geschlecht in den 50er bis 70er Jahren

Geschichte und Geschlechter Band 48

Monika Mattes

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Nicht nur männliche »Gastarbeiter«, auch viele Frauen kamen seit 1955 als Lohnarbeiterinnen in die Bundesrepublik. Monika Mattes untersucht erstmals umfassend die auf Frauen zielende Anwerbepolitik, die bestimmt war durch die Nachfrage frauentypischer Branchen nach jungen, körperlich-psychisch stabilen Arbeiterinnen. Zugleich zeigt sie, dass die Migrantinnen mit Protesten und Streiks durchaus ihre Interessen wahrnahmen und dass andererseits die staatlichen Regelungen völlig außer Acht ließen, dass Arbeitsmigration von Anfang an Familienmigration war. Migrantinnen, auch das wird deutlich, wurden auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt weniger deshalb benachteiligt, weil sie nicht deutsch waren, als vielmehr deshalb, weil sie Frauen waren.

Monika Mattes, Dr. phil., arbeitet als freie Historikerin und promovierte an der Technischen Universität Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Claudia Opitz-Belakhal, Angelika Schaser, Beate Wagner-Hasel
Seitenzahl 343
Erscheinungsdatum 12.09.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-37866-4
Verlag Campus
Maße (L/B/H) 21,9/14,4/2,7 cm
Gewicht 428 g

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  • Vorwort
    Einleitung

    A. Anwerbepolitik zwischen staatlicher Regulation, betrieblicher Praxis
    und weiblichen Migrationsstrategien

    1. Phasen der staatlichen Anwerbepolitik und der Anwerbung
    von Arbeitsmigrantinnen
    1.1 Anfänge mit dem deutsch-italienischen Abkommen
    1955-1959/60
    1.2 Weitere Anwerbeabkommen 1960-1967
    1.3 Von der Massenanwerbung zum definitiven
    Anwerbestopp 1968-1973

    2. Praxis der amtlichen Anwerbung
    2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
    2.2 Gesundheitliches und fachliches Auswahlverfahren
    2.3 Hindernisse und Strategien für die Anwerbung von Frauen
    2.4 Lohnverhältnisse
    2.5 Das Problem der "Fehlvermittlung" schwangerer Frauen
    2.6 Anwerbung verheirateter Frauen und Mütter

    3. Konkurrierende Zuwanderungswege und
    Migrationsstrategien von Frauen
    3.1 Einreise mit Sichtvermerk
    3.2 Einreise von "Touristinnen"

    4. Fallbeispiel I: Der Elektrokonzern Siemens in West-Berlin
    und die Strategien der Arbeitskräftebeschaffung
    im Ausland 1958-1970

    B. Westdeutsche Gesellschaft,
    "Gastarbeiterinnen" und Arbeitsmarkt

    5. Arbeitsmigrantinnen und der Strukturwandel
    des westdeutschen Beschäftigungssystems
    5.1 Strukturprofil der weiblichen Arbeitsmigration
    5.2 Arbeitsmigrantinnen und die Geschlechterhierarchien
    des westdeutschen Arbeitsmarktes

    6. Arbeitsmarkt, Migration und Frauenbilder
    6.1 Suche nach Arbeitskräftereserven 1955-1959/60
    6.2 Deutsche und nichtdeutsche Arbeiterinnen 1960-1967
    6.3 "Chancengleichheit" für deutsche Frauen - Ausgrenzung
    ausländischer Frauen 1968-1973

    7. Das Engagement kirchlicher Wohlfahrtsverbände:
    Schutzgedanken und Eigeninteresse 1960-1970
    7.1 Der Katholische Mädchenschutz und die
    Konstruktion der schutzbedürftigen Ausländerin
    7.2 Familiennachzug

    8. Fallbeispiel II: Bahlsens Keksfabrik in Hannover und
    die Beschäftigung spanischer Arbeiterinnen 1960-1967

    Schluss
    Abkürzungen
    Quellen- und Literaturverzeichnis