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Mohammed

Revolution aus der Wüste

Im 5. und 6. Jh. lebten auf der arabischen Halbinsel polytheistische Stämme im Schatten zweier Großreiche. Dann, innerhalb nur eines Jahrhunderts nach dem Tod Mohammeds 632, besiegten die Araber Byzanz und das Sassanidenreich, drangen vor bis an die indische Grenze und auf die Iberische Halbinsel. Wie konnte es zu dieser rasanten Expansion kommen?
In seiner ebenso informativen wie fesselnden Darstellung schildert der Wissenschaftsjournalist Marcel Hulspas das Leben des Propheten und bettet diese Erzählung konsequent ein in die bewegte Geschichte der Spätantike. So zeichnet er erstmals ein realistisches Bild Mohammeds und seiner Zeit.
Hulspas' überzeugende Biographie basiert auf einer Vielzahl an Quellen, darunter der Koran ebenso wie nicht-islamische Quellen. Er macht die Zusammenhänge zwischen der Entstehung des Islam und dem Aufkommen einer arabischen Identität deutlich. Indem er das historische Fundament der Religion erklärt, bereichert er die Debatte um den heutigen Islam.
Rezension
»Verglichen mit dem, was bisher erhältlich war, ist dieses Buch ein gigantischer Schritt vorwärts.« Historisch Nieuwsblad

»Hulspas rekonstruiert das Leben des Propheten aus dem Koran und aus der Prophetenbiografie des Ibn Ishaq, aber weiß dieses Leben auch in das Umfeld der spätantiken Kulturen zu situieren, was bis jetzt oft versäumt wurde. Er denkt selbständig, macht sich nicht von Schulen oder Richtungen abhängig und stellt manche Fragen, auf die noch niemand gekommen war.« Dr. Wim Raven, Centrum für Nah- und Mitteloststudien, Marburg

»Mohammed und die Geburt des Islam macht alte Texte und neue Erklärungen zugänglich für ein größeres Publikum und zeichnet ein differenziertes Porträt der Figur Mohammed. Und das ist ein großes Verdienst. Sein Buch ist ein Hauch frischer Luft in der jüngsten Flut wenig fundierten antimuslimischen Broschüren – und von allzu wörtlichen Lesarten der Quellen in religiösen Kreisen.« Dirk Vlasblom, NRC Handelsblad

»Das ist es, was dieses Buch so viel interessanter macht als eine Lebensbeschreibung von jemandem, der Ideen hatte, für die er andere gewinnen musste: Hulspas zeigt, wie die Entstehung des Islam in einem unmittelbaren Zusammenhang steht mit dem Aufkommen einer arabischen Identität. Obendrein ist der Ton von Hulspas immer locker und er versteht sich darauf, seine Wissenschaft an Laien zu vermitteln. Er erzählt die Geschichte auf eine unterhaltsame Weise in einer überraschend frischen Sprache. ›Mohammed‹ gibt eine erhellende Sicht auf die Grundlage einer Religion, die dem arabischen Volk Selbstwertgefühl gab. Das kann zu mehr Verständnis beitragen.« Adri Altink, Literair Nederland

»Hulspas’ Biographie des Propheten ist ein gutes Buch. Hier ist kein Revisionist am Werk, der ohne Sachkenntnis versucht, den Islam seiner historischen Wurzeln zu berauben; das ist kein Hans Jansen, der eine Abneigung gegenüber dem Islam hat; und das ist kein Traditionalist, der die islamische Tradition für bare Münze nimmt. Hulspas bietet eine denkbare Rekonstruktion von Mohammeds Erscheinen, in sich konsistent und eingebunden in den historischen Kontext.... Für den Moment haben wir einen Propheten der weniger originell ist, als die Legende, und dadurch menschlicher.« Jona Lendering, Historiek

Portrait
Hulspas, Marcel
Marcel Hulspas ( 1960) ist erfolgreicher niederländischer Wissenschaftsjournalist, Kolumnist und Publizist. Der studierte Astronom veröffentlichte zahlreiche Bücher und schreibt unter anderem eine Kolumne in "de Volkskrant", einer der größten niederländischen Zeitungen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 623
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3489-3
Verlag WBG Theiss
Maße (L/B/H) 23,6/16,2/5 cm
Gewicht 1030 g
Originaltitel Mohammed en het ontstaan van de islam
Übersetzer Marianne Holberg
Buch (gebundene Ausgabe)
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30,80
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Versuch einer kritischen Islamwissenschaft
von S.A.W aus Salzburg am 09.11.2017

Hulspas erklärt in diesem Buch die Entstehung des Islam und vor allem des Koran. Darüber gibt es im Grunde wenig gesicherte Erkenntnisse, da die meisten schriftlichen Zeugnisse erst lange nach dem Tod des Propheten niedergeschrieben worden sind. Exakt ist die Erklärung, warum die Araber ab 636 n Chr. das... Hulspas erklärt in diesem Buch die Entstehung des Islam und vor allem des Koran. Darüber gibt es im Grunde wenig gesicherte Erkenntnisse, da die meisten schriftlichen Zeugnisse erst lange nach dem Tod des Propheten niedergeschrieben worden sind. Exakt ist die Erklärung, warum die Araber ab 636 n Chr. das byzantinische und das persische Reich überrennen konnten. Der jahrhundertlange Krieg zwischen den beiden Imperien, der ab 602 n. Chr. einem neuen Höhepunkt zusteuerte, drohte die Stämme auf der arabischen Halbinsel zu zermalmen. Als Ghassaniden auf der byzantinischen, als Lachmiden auf der persischen Seite wurde sie seit Jahrhunderten in die Bündnissysteme einbezogen, mit Geld für Aufstände bezahlt oder als Krieger angeworben. Ab 620 begannen die Imperien aber, die Gebiete ihrer Bundesgenossen zu besetzen, Persien eroberte sogar den Jemen. In Mittelarabien fühlten sich die Stämme von allen Seiten umzingelt und fürchteten um ihre Unabhängigkeit. Deshalb gab es eine starke Bereitschaft, einem arabischen Führer zu folgen und diese Lücke füllte Mohammed aus. Als der Krieg 629, endete waren Byzanz und Persien finanziell und militärisch erschöpft. So konnten die Araber ab 636 rasch vorstoßen, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Militärischer Erfolg und religiöse Begeisterung gingen dabei Hand in Hand. Im folgenden Versucht Hulspas den Wurzeln des Koran auf die Spur zu kommen. Der Koran wurde erst unter Kalif Uthman niedergeschrieben, von der längsten bis zur kürzesten Sure, die Hadithen erst unter Kalif Malik um 750 n Chr. Dabei ist es schwer zu unterscheiden, welche Überlieferungen in die Suren einfließen und was sie vermitteln sollten. Hulspas gliedert sie in Offenbarungen, Bestrafungen, Auferstehung und moralische Anweisungen und vergleicht die Suren mit dem sozialen Umfeld der damaligen Zeit, aus der heraus sie zu erklären sind. Mohammed erzeugt in Mekka erst Widerstand, als er sich gegen die Götzen in der Kaaba wendet, was das Geschäftsmodell der Mekkaner bedrohte, die von der Wahlfahrt der Gläubigen lebten. Der Prophet begibt sich nach Medina (Taif) und erobert von dort aus Mekka, danach das jüdische Khaibar. Dort wird das Land an die Muslime verteilt, die Bewohner werden versklavt. Inzwischen erzwingt Kaiser Herakleios die Wende im Krieg gegen Persien. Er stößt von Georgien aus ins Herz des Sassanidenreichs vor und verbreitet dort Furcht und Schrecken. Er verbündet sich mit Türken und Arabern und fördert einen Putsch des Generals Scharbaraz gegen Schah Chosrau. So wird 629 Friede mit den alten Grenzen beschlossen. In den entvölkerten Provinzen des Südens haben die Araber mit Überfällen dann leichtes Spiel. Hulspas versucht einen Betrag zu einer kritischen Islamwissenschaft zu leisten und verwendet viele Kapitel des 600-Seiten-Buches für eine kritische Diskussion einzelner Fakten. Dadurch wird das Buch unübersichtlich und langatmig und nur für Eingeweihte zu empfehlen. Deshalb nur 4 Sterne. siehe auch: Opelt, R: Die Kinder des Tantalus. Wien 2002