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Theodor W. Adorno: Negative Dialektik

Hrsg. v. Axel Honneth u. Christoph Menke

Klassiker auslegen 28

(1)
In einem Brief nennt Adorno die "Negative Dialektik" kurz nach ihrem Erscheinen unter seinen Schriften "das philosophische Hauptwerk, wenn ich so sagen darf“. Dieser herausgehobenen Bedeutung, die das Werk für Adorno hatte, entspricht nicht nur die lange Zeit, die er mit der Abfassung des Buchs beschäftigt war, sondern auch die lange Geschichte, die ihre zentralen Motive in seinem Denken haben. Philosophische Begriffsklärung, die Arbeit an "Begriff und Kategorien“ einer negativen Dialektik, versteht Adorno dabei als dialektischen Übergang in inhaltliches Denken – und so betreibt er sie auch hier. Das hat Konsequenzen für die Form des kooperativen Kommentars, der in diesem Band versucht wird. Adornos "Negative Dialektik" zu kommentieren, kann nur in dem Bewußtsein der unüberbrückbaren Kluft gelingen, die den Kommentar von diesem Text trennt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Axel Honneth, Christoph Menke
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 06.09.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-05-003046-3
Reihe Klassiker auslegen 28
Verlag Akademie
Maße (L/B/H) 21/13,1/2,2 cm
Gewicht 292 g
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Sehr gute Beitragssammlung zur Negativen Dialektik
von Zitronenblau am 05.02.2011
Bewertet: eBook (PDF)

Schwierig jst die Frage, ob Adornos Werk "Negative Dialektik" (ND) überhaupt hinreichend gedeutet werden kann. Adorno-Exegese hin oder her, die in diesem Band versammelten Aufsätze öffnen an einigen Stellen des Buches die Türen zum Verständnis und bieten somit profunde Hilfe zur Hermeneutik. In dieser Rezension ist freilich auch keine... Schwierig jst die Frage, ob Adornos Werk "Negative Dialektik" (ND) überhaupt hinreichend gedeutet werden kann. Adorno-Exegese hin oder her, die in diesem Band versammelten Aufsätze öffnen an einigen Stellen des Buches die Türen zum Verständnis und bieten somit profunde Hilfe zur Hermeneutik. In dieser Rezension ist freilich auch keine Besprechung der einzelnen Texte möglich. Die ND Adornos geht auf den Begriff des Seins ein i. S. der Ontologiekritik (speziell Heidegger-Kritik). Thöma verweist vor diesem Hintergrund auf Habermas, der in der "Aporetik des Begriffs des Nicht-Identischen" eine "schockierende Nähe" zwischen Adornos und Heideggers Vorbehalt gegen Theorie als solche bemerkt. Interessant ist hierbei die These, die A. gegen Heidegger vorlegt, er wolle die Sprache ontologisieren mittels der begrifflichen Vereinnahmung des Seins, obschon A. begründet: "Denn wohl vermag der Geist es nicht, die Totalität des Wirklichen zu erzeugen oder zu begreifen; aber er vermag es, im kleinen einzudringen, im kleinen die Maße des bloß Seienden zu sprengen." Die ND ist aber nicht bloß Aufdeckung der Symptomatik der scheinbar aporetischen Seinssuche sondern notwendig epistemologisch: "Denn dass jemand etwas erkennt, schließt ein, dass er ein Urteil über ein Objekt fällt, das mit diesem Objekt in dem Sinn 'übereinstimmt'. [...] Eine solche Übereinstimmung zwischen Urteil und Objekt ist eine notwendige Bedingung jeder Erkenntnis." A. geht in der ND kritisch und programmatisch auch auf den Idealismus und den Primat des Subjektes ein (Kant, Hegel etc.); wirft ihm das "Dogma vom Vorrang des Subjekts" vor, denn "[die] 'Sache', über die ein Subjekt urteilt, darf nicht ein 'Denkprodukt' dieses Subjekts sein, wenn es sinnvoll sein soll zu sagen, dass das Subjekt diese 'Sache' erkennt." So schreibt Kern hierzu, dass A. einwendet, dass ein minimaler Empirismus der Empfindung "gleichursprüngliche Bedingung der Möglichkeit der Erkenntnis" neben der begrifflichen Fähigkeit darstellt: "Die Empfindung hat sich selbst einen transzendenten Status." Grund unserer Urteile ist ergo das unbegriffliche Phänomen der Empfindung. Ich hatte an dieser Stelle so meine Probleme mit den Ausführungen. Zum einen geht die Phänomenologie des Geistes (mit Prämisse der Vollendung des Idealismus durch Hegel) sehr wohl von einer sinnlichen Gewissheit aus, wiewohl analysiert werden muss, inwieweit ein Verweisungszusammenhang zwischen beiden (ironischerweise) Begriffen vorliegt, zum anderen mögen Empfindungen irgendwie fundamental sein, ist doch aber der Akt der Erkenntnis, wenn auch darauf basierend, wieder ein geistiger und eben begrifflicher/kategorialer, also letzthin subjektivistisch. Die ND scheint sich an dieser Stelle selbst ad absurdum zu führen... Ansonsten wenig neues: "Indem prädiziert wird, soll vielmehr ein Zugang zum Objekt geschaffen werden, der es in seiner begrifflichen unerreichbaren Komplexität zur Anschauung bringt." A. versteht Dialektik als identifizierende Synthesis der nichtidentischen These und Antithese, also treibende Kraft von Gegensätzlichkeit, sozusagen eine Dynamisierung eines begriffsstatischen Formalismus (Logizismus). A. schreibt_ "Daraus wächst der Behauptung ihrer Identität jene Unruhe zu, die Hegel [brillant] Werden nennt: sie erzittert in sich." Ferner umschreibt A. auch die Geschichtlichkeit des Subjekts: "Der einfache Begriff von geistiger Tätigkeit macht den Geist [...] 'innerzeitlich, geschichtlich; Werden sowohl wie Gewordenes, in dem Werden sich akkumuliert.'" Empfehlenswertes Buch zur ND Adornos!