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Die letzten Tage der Menschheit

Bühnenfassung des Autors. Hrsg. v. Eckart Früh

Karl Kraus hat aus Die letzten Tage der Menschheit oftmals im Vortragssaal gelesen, das Drama sei nicht für das Theater geschrieben, sondern für Leser. Das Stück in veränderter, gekürzter und bühnengemäßer Form aufführen zu lassen erlaubte er erst 1928, knapp zehn Jahre nach dem ersten Druck des Dramas. Mit dieser Ausgabe werden Die letzten Tage der Menschheit in der von Karl Kraus für das Theater eingerichteten Fassung vorgelegt.
Der Autor hat das Drama dergestalt eingekürzt, daß es an einem einzigen, wenn auch langen Theaterabend gespielt werden kann. Varianten der Bühnenfassung hat Karl Kraus (1874-1936) gegen Ende der zwanziger Jahre in Wien, Berlin, Prag und Mährisch-Ostrau vorgelesen.
Portrait
Karl Kraus wurde am 28. April 1874 im nordböhmischen Gitschin / Österreich-Ungarn (heute: Jicín / Tschechien) als Sohn eines jüdischen Papierfabrikanten geboren. In Wien studierte er seit 1877 Jura, Philosophie und Germanistik, schloß das Studium jedoch nicht ab. Schon während der Studienzeit veröffentlichte er literaturkritische Beiträge u.a. in der Zeitschrift Die Gesellschaft. Daneben betätigte er sich als Dramatiker, Lyriker und Vortragskünstler und hatte Kontakt zu Mitgliedern der Gruppe "Jung-Wien", u.a. Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, von denen er sich aber 1897 in der Satire Die demolierte Literatur distanzierte. 1899 gründete er die Zeitschrift Die Fackel. Sie war zeitlebens die wichtigste Veröffentlichungsplattform für seine kulturkritischen Beiträge. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Eckart Früh
Seitenzahl 284
Erscheinungsdatum 31.10.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-45715-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,5/10,6/2 cm
Gewicht 174 g
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 11433
Buch (Taschenbuch)
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Die Euphorie des Krieges
von Daniela Ammann aus Wien am 25.01.2013

Nach dem tragischen Mord an Franz Ferdinand bricht im Volk zunächst eine Euphorie aus einen Krieg zu beginnen. Karl Kraus fängt in vielen einzelnen Szenen die Gesinnung des Volkes ein und stellt diese abnehmende Freude am Kriegssgeschehen sehr bildhaft dar. Oft überzogen und mit einem Hauch Ironie. Kraus selbst schrieb, dass die... Nach dem tragischen Mord an Franz Ferdinand bricht im Volk zunächst eine Euphorie aus einen Krieg zu beginnen. Karl Kraus fängt in vielen einzelnen Szenen die Gesinnung des Volkes ein und stellt diese abnehmende Freude am Kriegssgeschehen sehr bildhaft dar. Oft überzogen und mit einem Hauch Ironie. Kraus selbst schrieb, dass dieses Stück einem Marstheater zugedacht wurde, da es nach irdischen Maßstäben zehn Abende beanspruchen würde. Dennoch ist das Werk "Die letzten Tage der Menschheit" ein grandioses Stück österreichischer Literatur.