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Tim & Struppi 0: Tim im Lande der Sowjets

Tim im Lande der Sowjets

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Am 10. Januar 1929 hatten Tim und sein Foxterrier Struppi ihren ersten Auftritt in der belgischen Zeitungsbeilage »Le petit Vingtième«. Der Reiz dieser ersten »Tim und Struppi«-Geschichte, in der Hergé seine Helden auf eine turbulente Reise durch die Sowjetunion schickt, ist bis heute ungebrochen. Den Leser erwartet eine Zeitreise in die Tage der im Westen allgegenwärtigen Furcht vor dem Kommunismus und ein eindrucksvoller Einblick in die Genese einer der populärsten Comic-Figuren des 20. Jahrhunderts. Jetzt als Album innerhalb der regulären »Tim und Struppi«-Reihe.
Portrait
Hergé, mit bürgerlichem Namen Georges Rémi, wurde 1907 in Etterbeek bei Brüssel geboren. Seine erste Zeichnung veröffentlichte er 1921 in der Zeitschrift "Jamais assez", und in den folgenden Jahren fertigte er vor allem für belgische Pfadfinder-Zeitschriften Illustrationen und Vignetten an.

1924 zeichnete er mit "Les Aventures de Totor" seine erste Bildergeschichten-Serie, in der er im Laufe der nächsten Jahre immer häufiger auf formsprachliche Elemente US-amerikanischer Zeitungs-Strips zurückgriff. So tauchten zum Beispiel Sprechblasen in seinen Zeichnungen auf, die von den beigestellten Versen abweichende Dialogtexte enthielten.

Am 10. Januar 1929 schließlich erschien in "Le Petit Vingtiéme" die erste Folge einer Geschichte mit dem Titel "Tintin, Reporter du Petit Vingtiéme, au Pays de Soviets": das erste Abenteuer von "Tim und Struppi".

Schon im Jahr darauf veröffentlichte Hergé mit "Stups und Steppke" eine zweite Serie in "Le Petit Vingtiéme", außerdem zeichnete er zu dieser Zeit sämtliche Illustrationen und Titelblätter des wöchentlichen Magazins, für dessen Gestaltung er allein verantwortlich war.

Aufgrund der großen Popularität, die "Tim und Struppi" genoss, wurden die Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers ab 1930 jeweils nach Beendigung des Vorabdrucks im Magazin als Album herausgegeben.

1931 begann Hergé mit der kurzlebigen Serie "Paul und Virginia bei den Langohrindianern", 1936 liefen die etwas erfolgreicheren Abenteuer von "Jo, Jette und Jocko" in "Le petit Vingtiéme" an. Dann warf der II. Weltkrieg seine Schatten voraus: "Jo, Jette und Jocko" wurde am 24. September 1939 mitten in der Handlung abgebrochen, das aktuelle "Tim und Struppi"-Abenteuer "Im Reiche des Schwarzen Goldes" lief noch bis zum 8. Mai 1940 weiter, blieb dann aber ebenfalls zunächst unvollendet liegen.

Noch im selben Jahr erhielt Hergé das Angebot, "Tim und Struppi" für "Le Soir" weiterzuzeichnen. So erschien am 17. Oktober die erste Folge von "Die Krabbe mit den goldenen Scheren" in der auflagenstarken katholisch-konservativen Tageszeitung.

Sein von der Papierrationierung betroffener Verleger Casterman bat Hergé, den Umfang seiner Alben zu reduzieren, dafür sollten die bisher schwarzweißen Comics in Zukunft farbig gedruckt werden. Da diese Regelung auch für alle bereits erschienenen Alben galt, musste Hergé, um den plötzlich gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen, erstmals Assistenten beschäftigen. Seine ersten Mitarbeiter wurden Alice Devos und Edgar P. Jacobs.

Nach dem Krieg nahm die Arbeit nicht ab, im Gegenteil: Am 26. September 1946 erschien die erste Ausgabe der flämischen Version der Zeitschrift "Tintin", am 28. Oktober 1948 folgte das französische Gegenstück. Die farbigen "Tim und Struppi"-Alben verkauften sich besser als die schwarzweißen, Hergés Verantwortungsgefühl wuchs mit jedem neuen Abenteuer, gründliche Recherchen nahmen im Arbeitsprozess einen immer größeren Raum ein. All das führte 1950 zur Gründung des Studio Hergé. Zu seinen kreativsten Mitarbeitern zählten im Laufe der Jahre neben Jacobs vor allem Bob de Moor, Jacques Martin und Roger Leloup.

Mit seiner klaren Linienführung, der "Ligne claire", wurde Hergé zum einflussreichsten Comic-Künstler Europas. Er starb 1983. In seinem Testament hatte Hergé verfügt, dass "Tim und Struppi" von keinem anderen Zeichner weitergeführt werden dürfe. Eine letzte, vor seinem Tod nicht mehr fertig gestellte Geschichte mit dem Titel "Tim und die Alpha-Kunst" wurde 1986 als Fragment veröffentlicht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Altersempfehlung 8 - 99
Erscheinungsdatum 22.11.2004
Sprache Deutsch, Französisch
ISBN 978-3-551-73220-0
Reihe Tim & Struppi
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 29,2/21,9/1 cm
Gewicht 510 g
Originaltitel Les aventures de Tintin au pays des soviets
Abbildungen mit Illustrationen
Auflage 10. Dr. 2014
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Kundenbewertungen

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von Anna Erhardt aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Tim und Struppi erleben in Russland ein tolles Abenteuer und auch bei diesen Comics mag ich es sehr, dass es nie langweilig wird, auch wenn manche Teile nicht so spannend sind.

toller Auftakt
von Daniel Keck aus Karlsruhe am 23.11.2011

Der erste Tim und Struppi Band ist zwar schwarz-weiß, aber nicht weniger interessant zu lesen. Vor allem ist eine starke anti-bolschewistische Botschaft herauszulesen, was diesen Comic auch zum Spiegelbild seiner Zeit macht. So werden die Lebensbedingungen und das politische System der Sowjetunion unverholen kritisiert.

Der Beginn eines Klassikers
von einer Kundin/einem Kunden aus Warendorf am 16.09.2011

Herge erstes Abenteuer über Tim und Struppi stellt den Beginn einer wunderbaren Serie dar. Als einziger Band nicht koloriert lässt sich schon das spätere Können von Herge erkennen. Einen Vergleich (Humor, Detailreichtum) mit den folgenden Ausgaben hält der Band aber nicht stand.