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Ein Monat auf dem Land

(ungekürzte Lesung)

(39)
Yorkshire im Sommer 1920: Der Restaurator Tom Birkin steigt im idyllischen Oxgodby aus dem Zug. Traumatisiert von seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg wurde er von seiner Ehefrau verlassen. Nun soll er das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen und hofft, in der Ruhe Yorkshires seinen Frieden zu finden. Und tatsächlich: Je näher er dem Meisterwerk hinter dem Putz kommt, desto näher kommt er auch sich selbst. Und den Menschen in seiner Umgebung. Heiko Ruprecht liest diese zarte Liebesgeschichte über das Leben, die Verletzungen, die es uns zufügt, und die Möglichkeiten der Heilung mit leichtem und warmherzigem Ton.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Heiko Ruprecht
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783742400819
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 253 Minuten
Format & Qualität MP3, 253 Minuten
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
39 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 02.08.2018
Bewertet: anderes Format

Eine unaufgeregte Geschichte mit unaufgeregten Hauptfiguren. Für Alle, die sich vom Stress des Alltags erholen wollen.

"Eine nette, unterhaltsame Geschichte"
von Dr. M. am 07.07.2018
Bewertet: Taschenbuch

So etwas zu verfassen, schwebte J. L. Carr nach eigenem Bekunden vor. Ein ländliches Idyll zu beschreiben - etwa im Stile von Thomas Hardy - war sein Ziel. "Um einen ganz eigenen Erzählton zu erzeugen, sollte der Erzähler wehmütig fünfzig Jahre später zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern,... So etwas zu verfassen, schwebte J. L. Carr nach eigenem Bekunden vor. Ein ländliches Idyll zu beschreiben - etwa im Stile von Thomas Hardy - war sein Ziel. "Um einen ganz eigenen Erzählton zu erzeugen, sollte der Erzähler wehmütig fünfzig Jahre später zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern, die unwiederbringlich vorbei ist, und danach leise Trauer verspüren." Dass ein so kurzer Roman auch noch mit einem Vorwort des Autors geschmückt wird, ist etwas ungewöhnlich und in diesem Fall auch unnötig, denn all das, was Carr erreichen wollte, tritt beim Lesen auch tatsächlich ein. Warum dieses kleine, leicht lesbare und etwas wehmütig geschriebene Büchlein aber so eine weitläufige Begeisterung auslöst, ist mir dennoch nicht ganz klar geworden. Je weiter Ereignisse von uns wegliegen, umso weniger reicht unsere Vorstellungskraft noch aus, sie wirklich zu begreifen. Offenbar treten dann andere Verarbeitungsmechanismen in Kraft. Vielleicht beginnen wir in solchen Situationen nachzuahmen, was andere vorgeben, empfunden zu haben. Ohne jeden Zweifel ist Carr mit diesem kleinen Roman ein schönes Stück Literatur gelungen. Man kann den helfenden Worten vieler Besprechungen in bekannten Medien also auch danken, dass sie es so bekannt gemacht haben. Interessant wäre es aber auch, zu wissen, was mit diesem Buch ohne diese Hilfe passiert wäre. Doch das wird man eben nie erfahren. Immerhin schon zwei Jahre nach dem fürchterlichen Ersten Weltkrieg erhält der Restaurator Birkin einen kleinen Auftrag im ländlichen Yorkshire. In einer Dorfkirche gilt es ein mittelalterliches Fresko freizulegen. Vielleicht soll man das Freilegen dieses Wandgemäldes mit dem Aufbrechen der Verhärtungen in Birkins Seele verbinden. Der Krieg hat ihm ein Zucken im Gesicht und Stotteranfälle als äußerliche Zeichen des inneren Leidens hinterlassen. Im beschaulichen Oxgodby sitzt Birkin nun fast täglich stundenlang auf seinem Gerüst und trägt die Deckschichten und den Dreck der Jahrhunderte ab. Ab und zu besuchen ihn Frauen und schauen ihm in seinem Rücken zu. Zur wunderschönen, aber etwas überspannten Frau des Dorfpfarrers entwickelt er ein nie wirklich gezeigtes, noch gar ausgesprochenes Begehren. Versuche, Birkin ins Dorfleben einzubeziehen oder ihn zum Bleiben zu überreden, scheitern. Was bleibt, ist seine Erinnerung an diesen Monat, die für ihn aus späterer Sicht vielleicht eine der glücklichsten Perioden in seinem Leben war, weil er in ihr irgendwie aus der Zeit fiel. Wenn man etwas aus dieser schönen Geschichte mitnehmen kann, dann ist es vielleicht gerade dieses kleine Glück, das man empfinden kann, wenn man genau dies tut.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2018
Bewertet: anderes Format

Ein sehr schöner kleiner Klassiker - very british, beseelt von Zeitgeist und Wortgewandtheit. Der Autor trägt den Leser durch die Zeilen. Für Seethaler-Liebhaber genau das Richtige