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Worüber wir nicht reden

Roman

(3)
Das Leben, die Familie und der ganze normale Wahnsinn

Die Europameisterschaft im Kürbiswiegen führt Patrizia und Daniel zurück in ihr Elternhaus. Für beide kommt dieses Familientreffen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Patrizia steckt in einer beruflichen und emotionalen Sackgasse, und Daniel will nicht wahrhaben, dass seine Ehe vor dem Aus steht. Zudem fordern die pubertierende Tochter und der kleine Sohn seine ganze Aufmerksamkeit. Für die Erwachsenen wird dieses Wochenende zu einer Reise in ihre Kindheit, zurück zu ihrem Bruder Rafael, über den sie nicht reden. Doch die Vergangenheit sitzt stets mit am Tisch. Ein turbulentes Wochenende, an dem Tante und Nichte bei der Polizei landen, der Kürbis nicht frieren darf und Goldfisch Blanche eine Schwimmhilfe bekommt. Eben ein ganz normales Familientreffen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.12.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783784483269
Verlag Langen-Müller
Dateigröße 542 KB
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Riesenkürbis
von einer Kundin/einem Kunden aus Lichtenstein am 19.02.2017
Bewertet: Einband: Paperback

Eine Geschichte wie mitten aus dem Leben gegriffen, teils schräg, teils turbulent und lustig, dann wieder melancholisch und nachdenklich. Eine Familie kämpft unbewußt um mehr Zusammenhalt, denn der ging im Laufe der Zeit immer mehr verloren. Opa Winni zieht die Notbremse, schließlich war er mal Lokführer. So bringt... Eine Geschichte wie mitten aus dem Leben gegriffen, teils schräg, teils turbulent und lustig, dann wieder melancholisch und nachdenklich. Eine Familie kämpft unbewußt um mehr Zusammenhalt, denn der ging im Laufe der Zeit immer mehr verloren. Opa Winni zieht die Notbremse, schließlich war er mal Lokführer. So bringt er alle wieder etwas näher zusammen. Ein Familientreffen mit Folgen, denn jeder profitiert irgendwie davon und kann optimistischer in die Zukunft sehen.

Eine Familie von nebenan
von frenzelchen90 aus Ilmenau am 17.02.2017
Bewertet: Einband: Paperback

Meine Meinung: Eine Geschichte über eine Familie, die sich nach langer Zeit für ein Wochenende bei den Eltern trifft und die alltägliche Probleme wie jeder andere hat. Leider wurden die Probleme durch jahrelanges Schweigen und Verdrängen immer schlimmer und brechen genau beim Familientreffen aus. Es geht dabei um Demenz,... Meine Meinung: Eine Geschichte über eine Familie, die sich nach langer Zeit für ein Wochenende bei den Eltern trifft und die alltägliche Probleme wie jeder andere hat. Leider wurden die Probleme durch jahrelanges Schweigen und Verdrängen immer schlimmer und brechen genau beim Familientreffen aus. Es geht dabei um Demenz, Krebs, Zukunftsangst und Trennung. Das Buch wird aus der Perspektive von 3 Personen (Patrizia, Daniel und Winfried) erzählt und in jedem Kapitel gibt es ein Rückblick in die Vergangenheit. So bekommt der Leser nach und nach einen Einblick in die Vergangenheit der Familie und auch mehr Informationen über den tragischen Tod des Bruders. Besonders auflockernd wirkt dabei der Ruhrpott-Dialekt von Winni (Winfried). Mein Fazit: Eine gefühlvolle Familiengeschichte, die zeigt, wie wichtig Reden und Zusammenhalt in einer Familie sind.

Das Leben ist manchmal ein Haufen.. "Aber´s hilft nix. Da müssenwer durch."
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 16.02.2017
Bewertet: Einband: Paperback

Die Geschwister Daniel, samt Kindern Janne und Jonathan, und Patrizia werden von ihrem Vater Winni nach Hause zitiert, offiziell wegen der Europameisterschaft im Kürbiswiegen, an der ihr Vater teilnehmen will. Beide sind von diesem Familientreffen wenig begeistert, sind sie doch im Moment viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen... Die Geschwister Daniel, samt Kindern Janne und Jonathan, und Patrizia werden von ihrem Vater Winni nach Hause zitiert, offiziell wegen der Europameisterschaft im Kürbiswiegen, an der ihr Vater teilnehmen will. Beide sind von diesem Familientreffen wenig begeistert, sind sie doch im Moment viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Daniel, der mit der Kindererziehung sowieso schon alle Hände voll zu tun hat, muss sich mit der Frage beschäftigen, ob seine für ihn eigentlich glückliche Ehe überhaupt eine Zukunft hat, und Patty findet trotz verzweifelter Suche keinen neuen Job und weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Wären das nicht schon genug Probleme, schwebt über diesem Familientreffen wie ein Damoklesschwert noch so viel totgeschwiegener Ballast. Zahlreiche Missverständnisse, der Tod ihres Bruders Rafael ist selbst nach Jahren noch nicht verarbeitet und außerdem ist Mutter Seda schwer krank. Nie hat jemand gewagt, offen über die wirklich wichtigen Themen und Probleme zu sprechen. Wird das Projekt Kürbis etwas daran ändern? Ein turbulentes Wochenende, an dem Tante und Nichte bei der Polizei landen, der Kürbis nicht frieren darf und Goldfisch Blanche eine Schwimmhilfe bekommt. Eben ein ganz normales Familientreffen. Bei diesem Absatz der Buchbeschreibung habe ich eigentlich eher an ein skurril, witziges Familientreffen gedacht. Es gab zwar immer wieder Ansätze, die bei mir ein Grinsen im Gesicht bereitet haben, aber diese Geschichte widmet sich eigentlich viel mehr traurigen, ernsten und nachdenklich machenden Themen, wie Demenz, tödlichen Erkrankungen, Trennung, Arbeitslosigkeit, Orientierungslosigkeit, Überfluss in der heutigen Gesellschaft, sowie dem Zusammenhalt der Familie und wie wichtig es ist, Dinge offen auszusprechen. Diese anzusprechen, gelingt der Autorin auf gelungen sensible Art und Weise und mich hat dieser Roman wirklich mitgenommen. Jenny Bünning lässt ihre Geschichte sowohl aus der Perspektive von Patty, als auch von Daniel erzählen, was dem Leser die beiden wirklich toll näher bringt. Ich konnte mich stets in alle Beteiligten sehr gut hinein denken und fühlen. Etwas gewöhnungsbedürftig waren für mich die Wiederholungen, wenn Patty eben Erlebtes aus ihrer Sicht erneut berichtet. Da hätte mir die eine oder andere weniger eventuell auch genügt. Neben diesen zwei Perspektiven gibt es aber auch noch Rückblenden, in kursiver Schrift auf den ersten Blick erkennbar, die von Erinnerungen aus der Vergangenheit der verschiedenen Familienmitgliedern berichten. Auch diese dienen dazu, dass man als Leser Stück für Stück aktuelle Probleme besser verstehen und beurteilen kann. Begeistert bin ich von dem, trotz der durchaus sehr ernsten Themen, locker, leichten Sprachstil. Man fliegt nahezu durch die Seiten. Vater Winni kommt in Ruhrpott Dialekt zu Wort, was mir bei Gesprächen im Jetzt sehr gut gefallen hat, bei längeren Absätzen hatte ich jedoch ab und an Schwierigkeiten, alles so ganz genau zu verstehen. Der Autorin gelingt es diese Geschichte so zu erzählen, dass man als Leser direkt in die Köpfe und Herzen der verschiedenen Charaktere schlüpfen kann, wodurch sie mich emotional gefangen hat. Sehr berührt hat mich vor allem auch das Schicksal von demenz- und krebskranker Mutter Seda und wie die Familie damit umgeht. Mehr als authentisch geschildert sind bei mir dabei viele eigene Erlebnisse wieder in Erinnerung gerufen worden. Die Familie könnte dem echten Leben entsprungen sein. Daniel war mir von Anfang an sympathisch. Aufopferungs- und liebevoll hat er die Kindererziehung übernommen. Er ist jemand, dem Harmonie sehr wichtig ist. Probleme schweigt er lieber tot oder schluckt sie hinunter um keinen Streit zu provozieren. Nein-Sagen ist ebenfalls nicht seine Stärke, was der zehnjährige Sohnemann Jonathan, zwischendurch immer wieder einmal ausnutzt. Der kleine, liebenswürdige Knirps hat seinen ganz eigenen Kleidungsstil, was vor allem Winni fast zur Weißglut bringt. Dieser hat zum Teil etwas konservative Rollenbilder und Grundsätze, an denen er festhält, aber er ist eigentlich mein Liebling der Familie. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine kranke Frau Seda, hat hinter seiner Fassade ein großes Herz, sieht die Probleme und findet in schwierigen Situationen auch die richtigen Worte. Dass Vieles unausgesprochen blieb, da konnte er wohl einfach nicht aus seiner Haut. Auch in Patty konnte ich mich hineindenken. Sie sieht im Moment nur die Trümmer ihrer Existenz und kommt mir hinter ihrem anfänglich etwas angriffslustigen und streitsüchtigen Auftreten schlicht völlig orientierungslos vor. Sie zeigt im Verlauf der Geschichte immer mehr welch eigentlich doch liebesbedürftig und toller Mensch sie ist. Die demenzkranke Mutter Seda wird sehr authentisch gezeichnet und ich weiß wovon ich spreche. Nicht nur Patty muss erkennen, dass das Bild von ihrer, einst so starken, Mutter immer mehr „bröckelt“. Mit von der Partie ist noch Teenie Janne, die ich ebenfalls von Anfang an richtig mochte und in der so einige versteckte Talente schlummern. Alles in allem hat mich diese Geschichte tief bewegt. Authentische, äußert sympathische Charaktere, wie du und ich, lebensechte Probleme verpackt in einem Kürbisprojekt zur Rettung einer Familie, begleitet von einem Goldfischprojekt als Sinnbild, anderen wieder zum Aufwärtstrend zu helfen, machen hier deutlich wie wichtig REDEN ist. Trotz einiger Kleinigkeiten bekommt „Worüber wie nicht reden“ von mir noch 5 Sterne.