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Zärtliche Klagen

Roman

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Tief verletzt durch die Untreue ihres Mannes, flieht Ruriko aus Tokio und zieht sich in ein einsam gelegenes Landhaus zurück. Sie arbeitet als Kalligrafin und will dort Ruhe finden, um die Transkription der Lebenserinnerungen einer englischen Dame abzuschließen. Bald schon lernt sie ihre neuen Nachbarn kennen. Nitta war früher ein bekannter Pianist und widmet sich nun dem Bau von Cembalos. Dabei geht ihm eine junge Frau namens Kaoru zur Hand, die er als seine Assistentin vorstellt. Von ihr erfährt Ruriko, dass Nitta nicht mehr vermag, in der Gegenwart anderer Klavier zu spielen. Es ist, als wäre sein Herz zu Stein geworden und die Musik zur bloßen Erinnerung … Ruriko und Nitta fühlen sich zueinander hingezogen, und doch spürt die Kalligrafin, dass zwischen ihm und seiner Assistentin unsichtbare Bande bestehen, die stärker sind als das, was Nitta für sie empfindet.
Portrait
Yoko Ogawa, 1962 in Okayama geboren, lebt mit ihrer Familie in Ashiya. Sie ist Autorin von zahlreichen Romanen und gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen ihrer Generation. Ogawa lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo
Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Tanizaki-Jun'ichiro-Preis. Für ihren Roman »Das Geheimnis der Eulerschen Formel« erhielt sie den begehrten Yomiuri-Preis. Bei Liebeskind erschienen u.a. die Romane »Hotel Iris«, »Das Museum der Stille« und »Das Ende des Bengalischen Tigers«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783954380763
Verlag Verlagsbuchhandlung Liebeskind
Übersetzer Sabine Mangold
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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vom achtsamen Umgang und ganz besonderen Gefühlen
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 14.09.2018
Bewertet: Taschenbuch

Wieder einmal hat Ruriko vergeblich mit einem für ihn zubereitetem Abendessen auf ihren Ehemann gewartet und er hat sich entschieden die Nacht bei seiner Geliebten zu verbringen. Das ist der Auslöser dafür, dass sich die Kalligrafien, den längerfristigen Auftrag die Lebensgeschichte einer 96-jährigen Frau mit Tusche und Feder abzuschreiben... Wieder einmal hat Ruriko vergeblich mit einem für ihn zubereitetem Abendessen auf ihren Ehemann gewartet und er hat sich entschieden die Nacht bei seiner Geliebten zu verbringen. Das ist der Auslöser dafür, dass sich die Kalligrafien, den längerfristigen Auftrag die Lebensgeschichte einer 96-jährigen Frau mit Tusche und Feder abzuschreiben in der Tasche, in das Landhaus ihrer Eltern zurückzieht. Abgelegen, ruhig in den Bergen hat sich auch der Instrumentenbauer Herr Nita zurückgezogen, der sich dort mit seiner selbst ausgebildeten Assistentin Kaoru voll und ganz dem Bau von Cembalos widmet. Die drei, bei denen jeder vom Leben gezeichnet ist und mehr oder weniger seine Vergangenheit hinter sich lassen möchte, entwickeln eine äußerst seltsame Dreiecksbeziehung, von der hier ganz leise, ohne Aufregung erzählt wird. Nach und nach erfährt man Bruchstücke davon, was sie allesamt so geprägt hat und erlebt Gefühle der ganz besonderen Art, bei Demut angefangen, über Selbstzweifel, Eifersucht oder Begierde, bis hin zu unbeschreiblicher Liebe. Ein klein wenig wird auch von der Lebensgeschichte von Rurikos Auftraggeberin erzählt. ?Die Stammtöne auf dem Manual werden mit Lamellen aus Rinderknochen furniert, die chromatischen Tasten mit einem Belag aus fossilem Eichenholz?.? Im Roman erhält man zudem viel Einblick in die Welt des Cembalos. Ursprung, Klangbesonderheiten oder welche Materialien verwendet der Herr Nita beim Instrumentenbau, bis hin zu solch kleinen Details wie, dass man den Unterschied verwendeter Kiele von Vogelfedern, die die Saiten anreißen, z.B. zwischen Gans, die das beste Timbre gibt, und Kolkraben hört. ?Die beiden harmonierten mit bewundernswertem Geschick. Keine unnötigen Gesten, aber auch keine geschäftsmäßige Routine, sogar ihre geringfügigsten Handlungen waren voll Achtsamkeit.?, oder ?Seine rechte Hand holte aus und sauste wie ein Fabelwesen durch die Luft, bevor sie meine linke Wange traf. Merkwürdigerweise schmerzte es gar nicht. Auch er schien völlig unbewegt. Er sah aus, als würde er im OP einen medizinischen Eingriff vornehmen. Und es war nicht bloß schmerzlos Ich hatte weder Angst, noch war ich desillusioniert. Vielmehr beschlich mich das Gefühl, seine Hand habe soeben die für uns beide angemessene Geste vollbracht.? Wortgewaltig beschreibt die Autorin hier die Gefühlslage aller drei Beteiligten um die sich die Geschichte dreht und auch deren Beziehungen zueinander. Vieles konnte ich fast selbst spüren, manches aber auch nicht wirklich nachvollziehen und stellenweise war ich geschockt von den Schicksalsschlägen, die die drei zu verkraften haben. Ich könnte also nicht behaupten, dass mich die Geschichte nicht eingefangen hat, allerdings habe ich auch immer in der Erwartung gelesen, dass noch etwas Unerwartetes passiert, dass sich mehr entwickelt und da hat mich das Ende dann auch etwas unbefriedigt zurückgelassen. Es handelt sich um eine japanische Autorin, was am distanzierten Stil, dem Umgang mit einander, so Siezen sie sich z.B. auch deutlich zu spüren ist und mir generell gut gefällt. Mir sind die Charaktere beim Lesen eher fremd geblieben, auch wenn sie durchaus interessant gezeichnet sind. Mit Ruriko hatte ich Mitleid ganz klar, ich konnte ihren Wunsch aufmerksam wahrgenommen, geliebt zu werden nachvollziehen. Stellenweise hat sie mich aber auch sehr verblüfft, einerseits demütig, mit wenig Selbstbewusstsein ausgestattet, anderseits intensiv fordernd. Wirklich sympathisch fand ich die natürliche Assistentin Kaoru und süß ihren altersschwachen Mops Dona, der sie ständig begleitet. Herr Nitta hat sein Päckchen zu tragen, was ich, vielleicht weil ich selbst völlig unmusikalisch bin, nicht ganz so nachvollziehen kann. Alles in allem habe ich mir irgendwie mehr erwartet von diesem, meinem ersten Roman dieser Bestsellerautorin, die zweifelsohne wirklich wortgewaltig, eindringlich und ausdrucksstark formulieren kann und daher ihr Handwerk sicher versteht. Aber vier Sterne für diesen ruhigen, melancholischen Roman sind bei mir auf jeden Fall noch drin.