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Hochdeutschland

Roman

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gebundene Ausgabe
Victor kann sein albernes Siegerdasein als erfolgreicher Investmentbanker schon lange nicht mehr ernst nehmen. Alle Versuche, sich zu verlieben, scheinen ebenso zum Scheitern verdammt zu sein, wie es seine Ehe war. Er ist ein Produkt der marktorientierten deutschen Gesellschaft und dieselben Fähigkeiten, auf denen sein Erfolg in diesem System basiert, weisen ihm jetzt den Ausweg – eine Revolution.

Er bewohnt eine gläserne Villa im Taunus, hat bei Bedarf Sex im Spa-Bereich des Hotel Adlon und schafft es, die Work-Life-Balance der Mitarbeiter seiner Bank in einem rentablen Ungleichgewicht zu halten. Doch all das führt zu nichts. Zum Glück lernt er den italophilen Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland kennen, dessen Lebenstraum es ist, nach seiner politischen Laufbahn als steinreicher Investmentbanker mit dem Ferrari durch Mailand zu gleiten. Dafür braucht er Victors Hilfe und unterstützt ihn im Gegenzug dabei, eine populistische Bewegung zu gründen, deren rohe Lebendigkeit Victor erlösen wird. In seinem Roman wirft Alexander Schimmelbusch ein grelles Licht auf die deutsche Volksseele und stellt die zentralen Fragen unserer Zeit: Ist unser System kaputt? Was ist Elite? Können wir überhaupt noch kommunizieren? Haben wir Prinzipien? Welchen Preis zahlt man dafür, nach seinen eigenen Regeln zu leben? Ist es Zeit für einen radikalen Neuanfang? Für eine Stunde null, wie nach einem Krieg?  
Rezension
"Die kälteste und eleganteste Sprache der deutschen Gegenwartsliteratur"
Jan Küveler, Die Welt, 01.12.2018

"Ein rasanter Trip durch rebellierende Männerseelen, die Bankerwelt - und zu Quellen heutiger Kriege."
Inge Waldinger, Wiener Zeitung, 21./22.07.2018

"Mit "Hochdeutschland" [...] hat [Schimmelbusch] eine bitterböse, aber bedrückende Analyse einer visionslosen Gesellschaft geschaffen, einen bösen und klugen Schelmenroman."
OÖ Nachrichten, 05.2018

""Hochdeutschland" von Alexander Schimmelbusch ist kluge und wie die Faust aufs Auge unserer gegenwärtigen Realität passende Unterhaltung."
Erik Lim, Südwestpresse, 05.2018

"Dieser Roman ist nicht wirklich eine Satire, er ist bitterböse, er ist sarkastisch. Er besticht durch seinen Humor und durch sein fundiertes Wissen über das Investmentbankermilieu. Er schafft es aber auch, die politische Gefühlslage in Deutschland abzubilden. Manche nennen es das Buch der Stunde, weil vor allem unsere Wirtschaftswelt selten so treffend und entlarvend dargestellt wurde."
Jörg Petzold, Flux FM, 05.05.2018

"Es ist nicht nötig, sich die Antworten auf Fragen der Gegenwart von der Meta-Ebene zu kratzen. Der Schriftsteller bleibt so real, dass es Angst macht - vor allem aber Spaß.[...] Es gibt ihn: den deutschen Gegenwartsroman, der kein literarischer Selfie ist, sondern ein Spiegel. Bis zum "extremistischen Rauschen", das allem ein Ende setzt. Über das man noch mal kichern kann. Noch."
Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung, 19.04.2018

"Schimmelbusch führt uns mephistophelisch unsere inneren kulturpessimistischen, gesellschaftskritischen, politischen Schweinehunde vor. Der Wahlomat jedenfalls würde beim Programm der Deutschen AG zweifellos verrückt spielen. Ein schamlos hellsichtiges, anmaßendes, unsere Gegenwart kenntlich machendes Buch."
Markus Clauer, Rheinpfalz, 20.04.2018

"Schimmelbusch ist ein meisterhafter Fabulierer, der die aktuelle politische Stimmung gekonnt zuspitzt. Mit "Hochdeutschland" hat er einen furiosen Roman über die Abgehobenheit der Eliten und die Chancen der Korrektur verfasst."
Günter Keil, Landshuter Zeitung, 14.04.2018

"Die deutsche Literatur hat auf eine so hintersinnig böse Satire ein Weilchen warten müssen. Und wie die dickeren Bücher des Franzosen Houllebecq dürfte auch dieser eher schmale Roman nebst aller Unkenrufe mühelos missverstanden werden. Schimmelbusch hat es darauf angelegt."
Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung, 16.04.2018

"...entscheidend ist, mit welcher Souveränität Schimmelbusch die Welt hinter den hohen Türmen der Banken nicht nur ins Leben, sondern vor allem in den Bereich der Kultur zurückholt....Es ist ein raues, schnelles, irres Buch von kristalliner Eleganz. ...
Darum wünschte man sich für jedes Regal aus Kiefernholz und jede Studenten-WG in Marburg und Bielefeld, dass dort, wie in der Bibliothek des ehemaligen VW-Chefs Müller, bald Alexander Schimmelbuschs Hochdeutschland stünde: Denn das wäre genau das richtige Buch, um zu zeigen, dass die schärfste kulturelle Kritik des Kapitalismus natürlich nur aus dem Kapitalismus selbst kommen kann, basierend auf einer genauen Detailkenntnis, auf einem Verständnis für die Sucht nach Aufstieg und Fall, inklusive gnädigen Blicks auf die Verkrustungen und Vernarbungen der Bankerseelen. Ein Roman, der zeigt, dass auch hierbei Humor erlaubt ist."
Florian Illies, Die Zeit, 19.04.2018

""Hochdeutschland" ist ein brillanter Roman, der von einer tatsächlich bedenkenswerten Fragestellung ausgeht: Warum die Finanzkrise nicht dazu geführt hat, dass die Einkommensverteilung weithin in Frage gestellt wurde. Zugleich aber denkt er die Wirkung sich daraus ergebender Ideen durchaus zu Ende. Es ist Literatur, die zur Gegenwart etwas sagen will, aber diese Gegenwart nicht einfach nachstellt."
Felix Bayer, Spiegel Online, 24.03.2018

"Nicht nur der Roman der Stunde. Wenn man zu End gelacht hat, kann man dann auch endlich anfangen, über
Portrait
Alexander Schimmelbusch, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wuchs in New York auf, studierte an der Georgetown University in Washington und arbeitete dann fünf Jahre lang als Investmentbanker in London. Sein Debüt »Blut im Wasser« gewann den Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage. »Hochdeutschland« ist sein vierter Roman.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 214
Erscheinungsdatum 12.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50380-7
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21,6/15,2/2,2 cm
Gewicht 390 g
Auflage 8. Auflage
Verkaufsrang 58927
Buch (gebundene Ausgabe)
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20,60
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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8
1
3
0

Eine bitterböse, aber leider schwache Satire. Eine vergebene Chance.
von einer Kundin/einem Kunden am 15.07.2019

Deutschland Ende der 2010er-Jahre. Seit fast 70 Jahren herrscht Frieden, die Wirtschaft boomt, die Menschen haben so viel Geld wie nie zuvor. Und trotzdem brodelt es im Volk, jeder regt sich über irgendetwas auf. Gründe gibt es genug. Der menschliche Anstand bröckelt, Empathie ist für viele Menschen ein Fremdwort. Das Meinungsbi... Deutschland Ende der 2010er-Jahre. Seit fast 70 Jahren herrscht Frieden, die Wirtschaft boomt, die Menschen haben so viel Geld wie nie zuvor. Und trotzdem brodelt es im Volk, jeder regt sich über irgendetwas auf. Gründe gibt es genug. Der menschliche Anstand bröckelt, Empathie ist für viele Menschen ein Fremdwort. Das Meinungsbild bestimmt ein wütender, digitaler Mob bestimmt und selbst vor politischen Morden wird nicht mehr Halt gemacht. Zorn und Hass regieren. Es stimmt, vieles läuft nicht rund in Deutschland. Ganz besonders die wachsende Kluft zwischen arm und reich erhitzt die Gemüter. Besonders im Finanzbereich hat sich eine kleine Elite gebildet, welche anscheinend keinen Kontakt mehr mit dem Großteil der Gesellschaft hat. Victor, der Protagonist in “Hochdeutschland“ ist Teil dieser Elite. Ein Banker der schon lange die Bodenhaftung verloren hat und ein Jetsetleben bestehend aus bedeutungslosem Sex, teurem Essen und der Vergötterung seiner Tochter Victoria führt. Doch er fragt sich permanent, wieso es so weit kommen konnte und ausgerechnet Leute wie er die Speerspitze der Gesellschaft bilden (Victor = lat. Sieger). Seinen Zorn fasst er in Worte, packt seine Gedanken in einen Essay, in ein populistisches Manifest. Deutschland first. Make Germany great again. Alexander Schimmelbuschs vierter Roman ist eine beißende, bitterböse Satire auf unsere Zeit. Jeder gesellschaftlicher Bereich wird mit Kritik und Spott bedacht, die alltägliche Widersprüchlichkeit und Absurdität wird dem Leser ständig vor Augen gehalten. Apropos absurd. Dieser Roman ist die Buch gewordene Verkörperung des Absurden, genau das ist seine Stärke. Denn eine überzeugende und anspruchsvolle Handlung sucht der Leser vergebens. Es scheint fast so, als ob die Story nur um das populistische Manifest herumgebaut wurde, weshalb sie krampfhaft und aufgesetzt wirkt. Der Roman ist eine Enttäuschung, denn das Potenzial, über das die Geschichte durchaus verfügt, wird leider nicht genutzt. Schimmelbusch verliert sich in “Hochdeutschland“ in einer mitunter haarsträubenden Absurdität, die Satire verkommt ins absolut Lächerliche.

Intelligentes Gedankenspiel
von einer Kundin/einem Kunden am 26.06.2018

Tolle irrwitzige Idee für einen Roman: Ausgerechnet der beruflich erfolgreiche Investmentbanker Victor entwirft ein politisches Manifest, das sicher Karl Marx gefallen hätte. Seine Thesen ermuntern kurzerhand seinen Freund Ali Osman zur Gründung einer politischen Partei. Der Erfolg stellt sich bald ein, der Ausgang der vergangen... Tolle irrwitzige Idee für einen Roman: Ausgerechnet der beruflich erfolgreiche Investmentbanker Victor entwirft ein politisches Manifest, das sicher Karl Marx gefallen hätte. Seine Thesen ermuntern kurzerhand seinen Freund Ali Osman zur Gründung einer politischen Partei. Der Erfolg stellt sich bald ein, der Ausgang der vergangenen Bundestagswahl wird ganz anders darstellt. Dass Alexander Schimmelbusch vom Fach ist und weiß wovon er schreibt, beweist er mit detailiertem Hintergrundwissen, was den Spannungsbogen leider ein wenig hemmt. Politisch Interessierte erwartet dennoch ein zynisches sowie satirisches Szenario unserer Gesellschaft. Das Suchen nach möglichen Parallelen ist also erlaubt.

Ein hochinteressanter Roman über Politik, Hochfinanz und die feinen Verflechtungen dazwischen.
von einer Kundin/einem Kunden am 12.06.2018

Victor ist Ende 30, erfolgreicher Investmentbanker, Mitinhaber einer eigenen Bank - und so gelangweilt vom Leben, seinem eigenen Reichtum und dem bedeutungslosen Sex mit wechselnden Frauen, wie man es nur sein kann. Quasi nebenbei pitcht er eine Idee, wie ein modernes Deutschland aus seiner Sicht aussehen könnte, und bringt vers... Victor ist Ende 30, erfolgreicher Investmentbanker, Mitinhaber einer eigenen Bank - und so gelangweilt vom Leben, seinem eigenen Reichtum und dem bedeutungslosen Sex mit wechselnden Frauen, wie man es nur sein kann. Quasi nebenbei pitcht er eine Idee, wie ein modernes Deutschland aus seiner Sicht aussehen könnte, und bringt versehentlich eine Bewegung ins Rollen, die er so gar nicht angedacht hatte. Hochinteressant, zum Nachdenken anregend, und dabei relativ leicht zugänglich: "Hochdeutschland" ist vielleicht kein Lese-MUSS, aber eine lohnende Lektüre. Einziger Kritikpunkt: gegen Ende wirkt der Roman überhastet abgeschlossen. Ich hätte mir gewünscht, noch einmal 100 Seiten erleben zu können, wo Viktors Ideen letztlich hinführen.