In weniger als einer Minute mit dem Lesen beginnen. Sie haben noch keinen tolino eReader?

Vom Jesus der Geschichte zum Christus des Dogmas

(1)
Wie konnte aus dem Prediger und Wunderheiler Jesus von Nazareth, der den nahen Anbruch der Gottesherrschaft verkündigte und am Kreuz das Scheitern seiner Mission erfuhr, 300 Jahre später die präexistente zweite Person der Trinität werden? Der renommierte Religionswissenschaftler Geza Vermes zeichnet dicht an den Quellen entlang die wichtigsten Stationen auf diesem Weg: Nach einer Einleitung über das charismatische Judentum in alttestamentlicher Zeit und einer ausführlichen Darstellung des historischen Nazareners kommen die wichtigsten neutestamentlichen Autoren und die bedeutendsten Schriften und Theologen bis Origenes zu Wort. Den Abschluss bildet eine Skizze des Konzils von Nizäa (325 n. Chr.) mit der Verabschiedung des Nizänischen Glaubensbekenntnisses, das Jesus zum Gott erhob und noch heute katholische, orthodoxe und evangelische Christen verbindet.
Für Vermes – Sohn jüdischer, zum Katholizismus konvertierter Eltern, selbst etliche Jahre Priester, bevor er die katholische Kirche verließ und sich zu seinen jüdischen Wurzeln bekannte – ist diese Entwicklung des Jesusbildes letztlich die Geschichte einer gescheiterten Akkulturation, in der durch die Verdrängung des jüdischen Elements und unter dem Einfluss griechischen Denkens im Christentum der historische Jesus fast bis zur Unkenntlichkeit verzeichnet wurde.
Rezension
»Ein wertvolles Arbeitsbuch.«
der-schwache-glaube.de
Portrait

Geza Vermes (1924-2013), vor seiner Rückbesinnung auf seine jüdischen Wurzeln katholischer Priester, war Religionshistoriker und Judaist. Schwerpunkte des renommierten Oxforder Professors waren das antike Judentum (besonders Qumran) und die Jesusforschung.

… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 383 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.12.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783458749929
Verlag Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag
Dateigröße 5898 KB
eBook
29,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Vom Jesus der Geschichte zum Christus des Dogmas

Vom Jesus der Geschichte zum Christus des Dogmas

von Geza Vermes
(1)
eBook
29,99
+
=
Lonely Planet Reiseführer Spanien

Lonely Planet Reiseführer Spanien

von Anthony Ham
eBook
26,99
+
=

für

56,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
1
0
0
0
0

Mal anders aufgezogen als im mainstream...
von einer Kundin/einem Kunden aus Obergösgen am 01.02.2017

Im Nachhinein zeichnen sich oft Linien ab, die dann wie folgerichtig, gar zwangsläufig erscheinen können. Hätte die Geschichte nicht auch anders verlaufen können? Vermes Buch zeichnet in einem ersten Teil gleichsam eine konzise Zusammenfassung seines bisherigen Forschens und Schaffens. Eine kompakte und dann und wann korrigierende Einleitung in die... Im Nachhinein zeichnen sich oft Linien ab, die dann wie folgerichtig, gar zwangsläufig erscheinen können. Hätte die Geschichte nicht auch anders verlaufen können? Vermes Buch zeichnet in einem ersten Teil gleichsam eine konzise Zusammenfassung seines bisherigen Forschens und Schaffens. Eine kompakte und dann und wann korrigierende Einleitung in die neutestamentlichen Schriften. Im zweiten Teil wird die frühchristliche Lehrentwicklung bis zum ersten Dogma nachgezeichnet. Oft wird christliche Lehre in die Bibel eingetragen (eben eine Deutung im Nachhinein) - hier geschieht wohltuend das Gegenteil: Die biblischen Anfänge werden nachgezeichnet, wie sie fast verloren gehen, umgeformt werden, zu einer, Zitat: "Überraschenden Kehrtwende" (S. 332) führen. Insofern träumt der Autor von einer neuen Reformation... Freilich lassen sich 2000 Jahre Kirchengeschichte nicht mehr umbiegen - aber neu anschauen und werten. Und so ist das Buch passend für den Verlag - auch ein Beitrag für interreligiösen Dialog. Bei aller Kritik weiss Vermes durchaus die Denker zu würdigen, denen er persönlich nicht folgt; er korrogiert klar, was andere einfach von andern nachbeten, auch wenn es nicht stimmt; und er rehabilitiert, wer in der kommunen Kirchengeschichte einen üblen Ruf hat: Arius. Lesens- und bedenkenswert!