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'Was alles in einem Menschen sein kann'

Begegnung mit einem Mörder

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2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in 'SOKO Leipzig', wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder – ein starkes, glänzend erzähltes Buch.
Portrait
Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87134-087-1
Verlag Rowohlt Berlin
Maße (L/B/H) 20,5/12,4/2,5 cm
Gewicht 300 g
Auflage 2. Auflage
Buch (Paperback)
17,50
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Wenn ein Mörder sich als Mensch entpuppt
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2018

Der Schauspieler Steffen Schroeder (den ich bisher nicht kannte) lässt sich auf ein ungewöhnliches Ehrenamt ein: er wird persönlicher Vollzugshelfer eines verurteilten rechtsextremen Mörders in der JVA Tegel. Vollzugshelfer sollen dabei helfen, den meist vereinsamten Insassen, deren Familie und Freunde sie nach langen Haftjahren oft nicht mehr besuchen kommen,... Der Schauspieler Steffen Schroeder (den ich bisher nicht kannte) lässt sich auf ein ungewöhnliches Ehrenamt ein: er wird persönlicher Vollzugshelfer eines verurteilten rechtsextremen Mörders in der JVA Tegel. Vollzugshelfer sollen dabei helfen, den meist vereinsamten Insassen, deren Familie und Freunde sie nach langen Haftjahren oft nicht mehr besuchen kommen, einen Gesprächspartner zu bieten. Micha, Mitte/Ende 30 und im Gefängnis, seit er Anfang 20 ist, ist so einer, der einen Kontakt nach draußen dringend benötigt, bevor er vereinsamt und sich wie andere Insassen freiwillig in seine Zelle sperren lässt, auch wenn ihm Flur- oder Hofgang zustünde. Über den Zeitraum von ca. 3 Jahren betreut Schroeder "seinen" Insassen, hilft ihm durch den Methadonentzug, organisiert diverse Dinge für ihn (emotionales Highlight: das Organisieren einer würdigen Beerdigung für einen Knastfreund Michas, der ansonsten anonym irgendwo beerdigt worden wäre) und wird ihm so etwas wie ein Freund. Der Bericht gleitet nie in Knastromantik oder Verbrüderungskitsch ab, sondern bleibt stets wirklichkeitsnah und nüchtern. Ebenso wird nie beiseite geschoben, dass hinter jedem Täter auch ein Opfer steht. Das fand ich sehr positiv: auch wenn Schroeder den Mord, den Micha begangen hat, nur aus Akten kennt, und auch wenn er sich mit Micha über die Jahre langsam anfreundet, bleibt im Buch stets präsent, dass Micha große Schuld auf sich geladen hat. Ein enorm lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt über Fragen von Schuld, Strafe, Vergebung, aber auch darüber, wie wir als Gesellschaft mit Tätern umgehen.

Sehr bewegendes Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2017

Ein ungewöhnliches Thema, mit dem man sich normalerweise eher weniger auseinander setzt. Gerade deshalb fand ich es nicht nur spannend zu lesen, sondern auch sehr berührend. Toll geschrieben, offen, emotional, ohne erhobenen Zeigefinger, aber auch nichts beschönigend. Mich hat es sehr berührt, unbedingte Leseempfehlung!