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Denunziation

Erzählungen aus Nordkorea

(10)
Bandi ist das Pseudonym des ersten literarischen Dissidenten aus Nordkorea. Sein Buch ist die Sammlung von sieben Geschichten, die in den Neunziger Jahren geschrieben wurden und erst jetzt unter riskanten Umständen aus dem Land gelangt sind. In schlichter Poesie und mit feinem Sinn für Humor erzählt der Autor von einem Leben, das vom totalitären Regime durchdrungen ist. Da ist der junge Bauer, dem die nötige Reisegenehmigung fehlt, um seine sterbende Mutter in einer nahen Provinz zu besuchen. Und die Ehe eines jungen Ingenieurs zerbricht an den vererblichen Hierarchien. Der Autor der Geschichten klagt an, macht keinen Hehl aus seiner Wut auf das Regime. »Denunziation« ist ein einzigartiger Blick in ein abgeschottetes Land und ein so mutiges wie beeindruckendes Stück Literatur.
Rezension
»Einfach im Ton und genau mit Details, wirken diese Erzählungen wie Fensterbilder in ein Land, von dem man kaum etwas weiß.«, Deutschlandfunk "Büchermarkt", 06.09.2017
Portrait
„Bandi“, geboren 1950, ist ein von der nordkoreanischen Regierung anerkannter Schriftsteller und Mitglied des Zentralkomitees der Chosun Schriftsteller-Vereinigung. Nachdem er Zeuge der Ereignisse um den „beschwerlichen Marsch“ wurde, der Hungersnot, die vom Ende der Achtziger Jahre bis in die Neunziger Jahre herrschte, wurde Bandi ein entschiedener Gegner des nordkoreanischen Regimes, das er für massenhaften Hungertod und menschliches Leid verantwortlich macht. In seinem Werk hält er das Leid einfacher Nordkoreaner fest, die niemanden haben, mit dem sie ihre Sorgen teilen können.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783492965910
Verlag Piper ebooks
Dateigröße 1523 KB
Übersetzer Ki-Hyang Lee
eBook
18,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Literatur aus Nordkorea“

Nina Oberngruber, Thalia-Buchhandlung Linz

Bandi ist ein Pseudonym, viel wissen wir nicht über den Autor dieses Werks, das weniger durch literarische Finesse sondern eher durch seine kuriose Herkunft besticht. Aus Nordkorea geschmuggelt, stehen in allen Geschichten aus diesem Band ganz normale Menschen im Mittelpunkt, staatstreue Bürger, in denen die Saat des Zweifels am Regime keimt. Zeitlich sind sie in den 90er Jahren angesiedelt, rund um den Tod von Kim Il-sung, dem Großvater des heutigen Diktators Kim Jong-un. Inwiefern die Kurzgeschichten wahre Begebenheiten widerspiegeln, lässt sich natürlich aufgrund ihrer Herkunft schwer sagen, aber ihre Grundzüge decken sich mit Berichten nordkoreanischer Flüchtlinge. Und gerade deshalb bietet diese kleine Sammlung einen wichtigen und seltenen Einblick in das private Nordkorea. Bandi ist ein Pseudonym, viel wissen wir nicht über den Autor dieses Werks, das weniger durch literarische Finesse sondern eher durch seine kuriose Herkunft besticht. Aus Nordkorea geschmuggelt, stehen in allen Geschichten aus diesem Band ganz normale Menschen im Mittelpunkt, staatstreue Bürger, in denen die Saat des Zweifels am Regime keimt. Zeitlich sind sie in den 90er Jahren angesiedelt, rund um den Tod von Kim Il-sung, dem Großvater des heutigen Diktators Kim Jong-un. Inwiefern die Kurzgeschichten wahre Begebenheiten widerspiegeln, lässt sich natürlich aufgrund ihrer Herkunft schwer sagen, aber ihre Grundzüge decken sich mit Berichten nordkoreanischer Flüchtlinge. Und gerade deshalb bietet diese kleine Sammlung einen wichtigen und seltenen Einblick in das private Nordkorea.

„Denunziation“

Johanna Richter, Thalia-Buchhandlung Linz

7 Geschichten aus Nordkorea, dieses Mal nicht von Menschen, die aus dem Land geflüchtet sind, sondern von Menschen, die in diesem Land leben und arbeiten. Der Autor schreibt durch das Pseudonym „Bandi“ (=Feuerfliege) und gibt uns Einblicke im Alltag eines Landes, das 60 Jahre für Rest der Welt isoliert war. Die Geschichten sind in den 90ern geschrieben worden und wurden hinausgeschmuggelt und erstmals 2014 in Südkorea herausgegeben.
Die Geschichten sind einerseits sehr interessant und erschreckend aber auch sehr schön, als Leser blieb man nicht unberührt!
7 Geschichten aus Nordkorea, dieses Mal nicht von Menschen, die aus dem Land geflüchtet sind, sondern von Menschen, die in diesem Land leben und arbeiten. Der Autor schreibt durch das Pseudonym „Bandi“ (=Feuerfliege) und gibt uns Einblicke im Alltag eines Landes, das 60 Jahre für Rest der Welt isoliert war. Die Geschichten sind in den 90ern geschrieben worden und wurden hinausgeschmuggelt und erstmals 2014 in Südkorea herausgegeben.
Die Geschichten sind einerseits sehr interessant und erschreckend aber auch sehr schön, als Leser blieb man nicht unberührt!

„Schrecklich und gleichzeitig wunderbar einfühlsam!“

Melanie Zeier, Thalia-Buchhandlung Linz

Bandis Skriptum, das sieben Erzählungen enthält, wurde über die Grenzen von Nordkorea geschmuggelt und nun ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht!
Über den Autor selbst weiß man nicht recht viel, Name und alle Hinweise auf seinen Aufenthaltsort durch die Erzählungen wurden abgeändert um ihn zu schützen.

So spannend die Geschichte um das Buch selbst ist, so einfühlsam und berührend sind seine Erzählungen geschrieben.
Jede einzelne erzählt von sehr fleissigen und mutigen Menschen in sehr unterschiedlichen Familienkonstellationen, doch eines haben sie alle gleich: sie glaubten an das System und die eine Partei, doch sie wurden bitter enttäuscht und hinterfragen letztendlich das totalitäre System in Nordkorea.

Die Emotionen und Gedanken der einzelnen Personen sind sehr einfühlsam beschrieben! Ich hatte danach das große Bedürfnis mehr über das Phänomen "Nordkorea" zu erfahren, weil einfach unglaubliche Situationen beschrieben werden, die man fast gar nicht glauben kann.
Bandis Skriptum, das sieben Erzählungen enthält, wurde über die Grenzen von Nordkorea geschmuggelt und nun ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht!
Über den Autor selbst weiß man nicht recht viel, Name und alle Hinweise auf seinen Aufenthaltsort durch die Erzählungen wurden abgeändert um ihn zu schützen.

So spannend die Geschichte um das Buch selbst ist, so einfühlsam und berührend sind seine Erzählungen geschrieben.
Jede einzelne erzählt von sehr fleissigen und mutigen Menschen in sehr unterschiedlichen Familienkonstellationen, doch eines haben sie alle gleich: sie glaubten an das System und die eine Partei, doch sie wurden bitter enttäuscht und hinterfragen letztendlich das totalitäre System in Nordkorea.

Die Emotionen und Gedanken der einzelnen Personen sind sehr einfühlsam beschrieben! Ich hatte danach das große Bedürfnis mehr über das Phänomen "Nordkorea" zu erfahren, weil einfach unglaubliche Situationen beschrieben werden, die man fast gar nicht glauben kann.

„Sieben Mal Leben“

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Der unter dem Pseudonym "Bandi" schreibende Schriftsteller hat mit seinem Buch "Denunziation" sieben Erzählungen veröffentlicht. Jede dieser Geschichten ist nur eine handvoll Seiten lang und sehr schnell durchgelesen. Die Erzählungen berichten auf einfühlsame Weise, wie die Menschen in Nordkorea leben. Dabei bekommt man nicht nur einen Eindruck vom Alltagsleben, sondern vor allem wie die Politik und das Regime das Dasein der Bürger einschränkt, kontrolliert und bestimmt.
"Denunziation" sind aber nicht einfach nur sieben Erzählungen, sondern vor allem sieben Bekenntnisse über die Schrecken, Hoffnungen und Träume von Menschen aus Nordkorea.
Der unter dem Pseudonym "Bandi" schreibende Schriftsteller hat mit seinem Buch "Denunziation" sieben Erzählungen veröffentlicht. Jede dieser Geschichten ist nur eine handvoll Seiten lang und sehr schnell durchgelesen. Die Erzählungen berichten auf einfühlsame Weise, wie die Menschen in Nordkorea leben. Dabei bekommt man nicht nur einen Eindruck vom Alltagsleben, sondern vor allem wie die Politik und das Regime das Dasein der Bürger einschränkt, kontrolliert und bestimmt.
"Denunziation" sind aber nicht einfach nur sieben Erzählungen, sondern vor allem sieben Bekenntnisse über die Schrecken, Hoffnungen und Träume von Menschen aus Nordkorea.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
6
4
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2018
Bewertet: anderes Format

Nicht nur das Leben in Nordkorea aus der Perspektive eines dort lebenden Koreaners erzählt ist spannend, auch die Geschichte, wie das Buch aus Korea gebracht wurde fesselt!

von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2018
Bewertet: anderes Format

In 7 Geschichten, die unter riskanten Umständen aus Nordkorea gelangt sind, erfährt man, wie anders das Leben in diesem Regime ist und wo wir nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.

Ein sehr wichtiges Thema, wenn auch erzählerisch nicht perfekt umgesetzt…
von warmerSommerregen aus Essen am 28.08.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Mit „Denunziation“ von Bandi, zu Deutsch „Glühwürmchen“, liegt zum ersten Mal ein Werk aus dem totalitären System Nordkoreas vor. In den Erzählungen „Die Stadt der Gespenster“, „Irya Madya, Schatzpferd!“, „Die Flucht“, „So nah und doch so fern“, „Pandämonium“, „Die Bühne“ sowie „Der rote Pilz“ begibt man sich auf eine... Mit „Denunziation“ von Bandi, zu Deutsch „Glühwürmchen“, liegt zum ersten Mal ein Werk aus dem totalitären System Nordkoreas vor. In den Erzählungen „Die Stadt der Gespenster“, „Irya Madya, Schatzpferd!“, „Die Flucht“, „So nah und doch so fern“, „Pandämonium“, „Die Bühne“ sowie „Der rote Pilz“ begibt man sich auf eine wachrüttelnde Reise in eine so fremde und doch so erschreckend reale Welt. Und auch wenn die 2013 aus dem Land geschmuggelten Texte in der Zeit zwischen 1989 und 1995 entstanden sind, verdeutlichen sie ganz nahegehend, wie das Leben noch heute unter den Kims aussieht. Besonders zu schockieren vermochten mich einzelne Aussagen, die genau auf den Punkt bringen, was in diesem verachtenden und zu verachtenden System alles alamierend falsch läuft. „Das bedeutet, dass die Familie laut Beschluss des Zentralkomitees unter Berufung auf den Paragrafen 149 deportiert worden ist. Alle Familienmitglieder werden damit von der Partei als Aufrührer und Verräter eingestuft, weswegen es auch alle nachfolgenden Generationen verdienen, verfolgt zu werden.“ (S.85) Das Regime ist erbarmungslos, wenn es in leichtester Form angetastet wird. Die Folgen sind verheerend… „Aber er konnte sich nicht gehen lassen, vor allem, da offen gezeigte Tränen als Auflehnung gewertet wurden und darauf die Todesstrafe stand. So war die Welt, in der er lebte. Ein Vol wurde per Gesetz dazu verpflichtet, ungeachtet allen Leidens zu lachen und jegliche Verbitterung hinunterzuschlucken.“ (S.99) Die Geschichten handeln nicht wirklich von Helden, denn statt sich Auflehnenden werden eher ganz normale Bürge in einem alles andere als normalen System gezeigt. „“Von klein auf dressiert. Warum sonst bist du so zahm und folgsam wie ein Schaf?“ (…) „Du könntest doch auch nicht in diesem System leben, wenn du nicht darauf gedrillt wärst?““ (S.103) Leider sind die Geschichten sprachlich weniger brillant ausformuliert, weswegen man sich weniger auf gut erzählte als auf schockierende Erzählungen einstellen sollte. Es sind die Themen, die berühren, nicht die Worte oder Charaktere. Mir persönlich fiel es schwer, den Figuren ein Stück weit nahe zu kommen, da sie mir hierfür zu fremd waren. „Zu diesem Staatsereignis Nummer 1, anlässlich dessen von der Bevölkerung absoluter Gehorsam verlangt wurde, würde Kim Il-Sung die Eisenbahn benutzen, was sie sakrosankt machte. Niemand durfte auch nur in die Nähe der Schienen, geschweige denn sich über diese Regelung oder über etwas anderes beschweren, selbst wenn es um die Freilassung eines Mörders ginge.“ (S.124) Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, aber nicht aufgrund grandioser erzählerischer Leistungen, sondern vielmehr um dem uns auf derart vielen Ebenen so fernen Nordkorea einen ungefährlichen Besuch abzustatten und zu erfahren, was in dem Regime an der Tagesordnung steht.