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Die Kirschendiebin

Eine Erzählung

(5)
„Es weiß sowieso niemand, was Liebe ist“

Eine leichte Melancholie liegt über dieser Geschichte, die von einem Abschiednehmen in den Zeiten der Teilung erzählt, den Wendungen des Schicksals und von der einzigen großen Liebe, für die es nie zu spät ist.

»Diese magische Erinnerin erzählt Weltgeschichte, wie sie der Einzelne erfährt.« Christoph Dieckmann, Die Zeit

Thomas Falkenhain ist in dem Alter, in dem man aufräumt und sich erinnert, selbst wenn man sich nicht erinnern will. Zum Beispiel an eine heimliche Studentenliebe in den 60ern, die abrupt endete, als Mela, seine »Kirschendiebin«, mit Mann und Sohn in den Westen fliehen musste. Erst aus den Stasi-Akten weiß er, dass sie ihm später Briefe geschrieben hat.
Unerwartet erhält er ein Stipendium für eine römische Künstlervilla. Kaum dort eingetroffen, ertappt er eine Frau im Park, die eine Orange pflückt und sogleich isst: Mela. Als wären nicht Jahrzehnte vergangen, beginnt die Liebe von neuem. Es ist schön, schwach zu sein und bejahrt. Nur Mela müsste ihm endlich auch von Angst und Ohnmacht erzählen.
Portrait
Helga Schütz wurde 1937 in Falkenhain/Schlesien geboren. 1944 übersiedelte sie nach Dresden. Sie erlernte den Beruf der Gärtnerin, anschließend studierte sie an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg und schloß als Diplom-Dramaturgin ab. Sie schrieb Drehbücher und Szenarien für Spiel- und Dokumentarfilme. Seit 1962 ist sie freie Autorin, 1993 erhielt sie eine Professur für Drehbuchschreiben an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Unter anderem gewann sie den Stadtschreiber-Literaturpreis des ZDF und der Stadt Mainz und den Brandenburgischen Literaturpreis. Helga Schütz lebt in Potsdam. Zuletzt erschienen die Romane Grenze zum gestrigen Tag (2000), Knietief im Paradies (2005) und Sepia (2012).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 170
Erscheinungsdatum 17.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03675-1
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,1/13,1/2,2 cm
Gewicht 300 g
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2018
Bewertet: anderes Format

Nach 50 Jahren der Trennung durch die deutsch-deutsche Geschichte ein Wiedersehen- dieses Buch ist von einer oft poetischen und kunstvollen Sprache gekennzeichnet. Lesen!

Die Zeiten der Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Thomas räumt sein Leben auf und wir begegnen ihm in verschiedenen Stadien seiner Lebenszeit. Wir treffen ihn als jungen Studenten, der sich in Mela verliebt. Leider hat die Sache einen Schönheitsfehler : sie ist schon verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie stehlen sich den Sommer und werden erst... Thomas räumt sein Leben auf und wir begegnen ihm in verschiedenen Stadien seiner Lebenszeit. Wir treffen ihn als jungen Studenten, der sich in Mela verliebt. Leider hat die Sache einen Schönheitsfehler : sie ist schon verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie stehlen sich den Sommer und werden erst getrennt, als Mela mit Mann , einem Filmemacher, und Sohn in den Westen fliehen muss. Das wirft Thomas aus der Bahn und doch wird er als Künstler bekannt. Er hat eine Freundin und doch leben sie auf Distanz in verschiedenen Wohnungen. Sein Leben in der DDR war zwar beschränkt - aber man hat das Beste daraus gemacht. Die Zeit der Wende, des Umbruchs - alles fließt mit ein in diese Geschichte. Da bekommt er eine Einladung nach Rom in eine Künstlervilla und begegnet Mela wieder. Sie nehmen ihre Beziehung wieder auf und es ist wieder Sommer .... Dieses Buch erzählt eine unaufgeregte Geschichte in einer wunderbaren Sprache. Intensiv und eindringlich lebt man mit und der Film des Lebens entfaltet sich vor uns. Ich liebe die Bücher von Helga Schütz - besonders " In Annas Namen ". Großartige Literatur mit ganz feinem "Strich". Ich bin wieder begeistert !!

Melancholische Liebes- und Lebensgeschichte im geteilten Deutschland
von Libelle am 24.04.2017

"Die Kirschendiebin" erzählt die Lebensgeschichten von Thomas Falkenhain und Melina Weiss, genannt Mela. Sie lernten sich vor 50 Jahren beim Studium kennen und verliebten sich. Melina, damals schon verheiratet und Mutter eines Kindes, ging wenig später mit ihrem Mann Werner, einem politisch unbequemen Dokumentarfilmregisseur, nicht ganz freiwillig aus der... "Die Kirschendiebin" erzählt die Lebensgeschichten von Thomas Falkenhain und Melina Weiss, genannt Mela. Sie lernten sich vor 50 Jahren beim Studium kennen und verliebten sich. Melina, damals schon verheiratet und Mutter eines Kindes, ging wenig später mit ihrem Mann Werner, einem politisch unbequemen Dokumentarfilmregisseur, nicht ganz freiwillig aus der DDR in den Westen. Thomas blieb im Osten. Die Liebesbeziehung von Thomas und Melina, über die der Leser beim Lesen erst allmählich mehr und mehr Details erfährt, brach damit jäh ab. Der Aufbau des Buches folgt der Metapher vom Buchenzwiesel, die für die Lebenswege von Thomas und Melina steht. Wie die zwei Stämme der Buche sich voneinander trennen, nebeneinander her wachsen und sich weiter oben wieder begegnen, verlaufen Thomas' und Melinas Wege durchs Leben: einander räumlich nahe, aber unerreichbar füreinander durch die Teilung Deutschlands. Im ersten Teil des Buches blickt Thomas Falkenhain auf sein Leben vor und nach der Wende zurück und erinnert sich an Mela. Diese Erinnerungen werden wieder aktuell durch den Einblick in seine Stasi-Akte, in der sich Briefe von Melina befinden, die er nie erhalten hat. Im zweiten Teil erzählt Melina ihr Leben, in der Ich-Form. Hier werden die Lücken gefüllt, die Melinas Geschichte in Thomas' Erinnerung zwangsläufig aufweist. Im dritten Teil schließlich begegnen sich die beiden als alte Menschen von bald 80 Jahren in Rom zufällig wieder, wohin es sie beide aufgrund eines Stipendiums verschlagen hat. Sie knüpfen an ihre Liebe von damals an, und auch dieses Kapitel hält noch Entwicklungen und Überraschungen bereit. Alles ist durchzogen von leicht melancholischer Grundstimmung und Traurigkeit, wozu auch beide Grund haben, trotzdem scheinen beide ihren Frieden mit der Vergangenheit gemacht zu haben. Helga Schütz erzählt in eigenwilliger, poetischer und klarer Sprache, in kurzen und manchmal sehr kargen, aber treffenden Sätzen. Wer die DDR-Zeit nicht erlebt hat, versteht eventuell nicht jeden Bezug und jede Anspielung. Man muss aufmerksam lesen, damit einem keine der manchmal nur knapp erwähnten, aber dennoch wichtigen Einzelheiten entgeht. Ich habe diesen poetischen originellen Stil sehr genossen. Der zeitgeschichtliche Aspekt ist mit der Liebesgeschichte unaufdringlich verknüpft und ist interessant genug, dass dieses Buch durchaus anspruchsvoll und keineswegs ein seichter Liebesroman ist. Ein Buch, das trotz seiner Kürze nicht schnell gelesen ist, da aus jedem Satz sehr viel herauszuholen ist und in dem man sicher auch beim wiederholten Lesen noch Details findet, die einem bisher entgangen sind.