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Ein italienischer Sommer

Roman

(5)

Caterina kann es nicht erwarten, der Enge ihrer Heimatstadt Matera zu entkommen und endlich etwas von der Welt zu sehen. Ihre Reise führt sie nach Rom, wo sie Pietro kennenlernt, für den sie schon bald mehr als nur Freundschaft empfindet. Immer mit dabei ist das Rezeptbuch ihrer Großmutter, das Caterina keinen Moment unbeaufsichtigt lässt, denn es enthält alles, woran sie sich so gerne erinnert - die Düfte ihrer Kindheit, das Gefühl eines nie endenden Sommers, glückliche Stunden in der heimeligen Küche. Als ihre Großmutter überraschend stirbt und ihr ein altes Strandhaus hinterlässt, muss Caterina eine folgenschwere Entscheidung treffen ...

Portrait

Francesca Barra wurde in Policoro, einem Ort in der Provinz Matera, geboren. Sie arbeitet als Drehbuchautorin und freie Journalistin für Film, Fernsehen und Radio sowie für diverse Printmedien. Ein italienischer Sommer ist ihr erster Roman auf Deutsch.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 17.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7341-0432-9
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18,8/12,2/2 cm
Gewicht 210 g
Originaltitel Verrà Il Vento e Ti Parlerà Di Me
Übersetzer Esther Hansen
Buch (Taschenbuch)
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Der Geschichte fehlt der rote Faden
von Liebe dein Buch aus Köln am 21.05.2017

Meine Meinung: Leider hat mir der Schreib-/ Erzählstil von Francesca Barra gar nicht gefallen. Er ist sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie unrund. Mir kam es passagenweise eher so vor, als würde ich einen sachlichen Tagebucheintrag lesen. Und auch wenn die Geschichte zeitlich nicht so weit zurückliegt, ist die Ausdrucksweise meiner... Meine Meinung: Leider hat mir der Schreib-/ Erzählstil von Francesca Barra gar nicht gefallen. Er ist sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie unrund. Mir kam es passagenweise eher so vor, als würde ich einen sachlichen Tagebucheintrag lesen. Und auch wenn die Geschichte zeitlich nicht so weit zurückliegt, ist die Ausdrucksweise meiner Meinung nach sehr altertümlich. Was sich auch in den Verhaltensweisen der Charaktere und der Handlung widerspiegelt. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Nonna Teresa und ihrer Enkelin Catarina. Der Wechseln geschieht auch gleichzeitig mit Zeitsprüngen, die mich besonders am Anfang sehr irrirtiert haben. Für mich hätten diese deutlicher gekennzeichnet sein müssen. Durch die sachliche Erzählform bleibt man auch sehr distanziert zu den Charakteren. Zumal ich deren Verhaltensweisen oft nicht nachvollziehen konnte. Also Emanzipation ist etwas anders! Und bei Catarina hätte ich ein emanzipierteres Verhalten erwartet. Es kommen nur sehr selten Emotionen rüber, wodurch man auch nicht wirklich mit den Charakteren und der Geschichte mitfühlt. Für mich hat die Geschichte keinen wirklichen roten Faden gehabt. Ohne wirklichen Sinn ziehen sich die Erzählungen durch das Buch hin. Und ich musste mich ab und zu selber zwingen weiterzulesen. Zur wirklichen Handlung, die im Klappentext angepriesen wird, nämlich dass Caterina eine "folgenschwere Entscheidung" treffen muss, kommt es erst auf den allerletzten Seiten. Und dort wird es tatsächlich auch ein bisschen spannender und emotionsvoller, aber das konnte es für mich leider nicht mehr rumreißen. Der Klappentext spiegelt hier leider nicht wirklich die Handlung des Buches wider. Das einzige, was ich ziemlich cool und authentisch fand, waren die Rezepte am Ende jedes Kapitels von Caterina. Außerdem wurde oft (nicht immer) in dem nachfolgendem Kapitel Bezug auf dieses Rezept genommen. Man hat hier wirklich gemerkt, dass jemand Ahnung hat, von dem was er beschreibt. Fazit: Leider war das Buch gar nichts für mich. Mit dem Schreibstil und der Geschichte allgemein bin ich einfach bis zum Ende hin leider nicht warm geworden. Ich hatte mir eine schöne Sommerlektüre erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Von mir gibt es gut gemeinte 2 Sterne.

sehr gute vier Sterne für diesen Debütroman der von Familie, Traditionen, Heimat und Liebe handelt
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 18.05.2017

Das Cover mit den bunten Eiskugeln und der Titel „Ein italienischer Sommer“ lassen eine leichte Liebesgeschichte vermuten, die zudem Genuss und Italiafeeling verspricht. Die findet man meiner Meinung nach hier nicht. Es handelt sich eher um einen Roman, der eine Familiengeschichte beschreibt, sich mit Zusammenhalt, Traditionen, Heimat und Liebe... Das Cover mit den bunten Eiskugeln und der Titel „Ein italienischer Sommer“ lassen eine leichte Liebesgeschichte vermuten, die zudem Genuss und Italiafeeling verspricht. Die findet man meiner Meinung nach hier nicht. Es handelt sich eher um einen Roman, der eine Familiengeschichte beschreibt, sich mit Zusammenhalt, Traditionen, Heimat und Liebe beschäftigt und bei dem „einfache“ traditionelle italienische Gerichte eine Rolle spielen. Nonna Teresa, die mit ihrer Heimat so verwurzelt ist, dass sie bisher noch nicht einmal eine Reise unternommen hat, hat wohl eine Vorahnung, dass sie bald sterben wird und deshalb will sie ihr Geheimnis an ihre Enkelin Caterina weiter geben. In einen uralten Taschenkalender mit dem Logo einer Bank, soll diese alle Rezepte notieren, die der Oma am Herzen liegen. Einen Sommer lang wohnt Caterina bei ihr, notiert und lauscht den Geschichten, die ihre Nonna dazu erzählt. Einen Tag nach dem letzten Rezept macht Caterina sich, sehr zum Kummer ihrer Großmutter, auf den Weg nach Rom. Wie Kolumbus neue Welten entdecken, endlich der Enge entfliehen, das war ihr Ziel. In Rom lernt sie nicht nur die Küche aus allen möglichen Ländern oder tolle Läden, sondern auch Pietro kennen. Zwei Welten prallen aufeinander, Caterina, die außer ihrem kleinen Heimatdorf bisher nichts gesehen hat und er, der weltmännische, aus wohlhabendem Elternhaus stammende Mann, den Caterine vielleicht lieben könnte, würde sie sich neben ihm nicht so klein vorkommen. Als ihre Großmutter stirbt und sie schnell zurück muss, muss sie nicht nur Abschied von Nonna nehmen, sondern auch entscheiden, wo sie in Zukunft hingehört. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der die tiefe Verwurzelung von Teresa mit ihrer Heimat mehr als deutlich zum Ausdruck bringt. Man erfährt von den Rezepten und dem alten Taschenkalender, von dem Caterina am Ende der Geschichte sagen wird, „von diesem Moment an sah ich den alten Taschenkalender mit anderen Augen.“, und dann darf man als Leser mit Caterina nach Rom reisen. Die Kapitel erzählen jeweils abwechselnd aus Nonna Teresas und Caterinas Sicht. Neue Eindrücke aus Rom, das Kennenlernen von Piedro, die Zweifel weil sie so unterschiedlich sind, aber auch die Erinnerungen an ihre Großmutter und ihre Familie, von denen Caterina berichtet, lassen sie einen immer besser kennenlernen und ich war stellenweise wirklich gerührt von ihren Gedanken. Ebenso berührt hat mich Teresa, die von ihrer Vergangenheit, berichtet. Man erfährt, wie sie sich entgegen jeglicher Traditionen, da die Tochter eines Dienstmädchens nicht den Sohn eine Cavaliere heiraten darf, in Don Mimi verliebt hat. Von ihrer Ehe, die wohl wirklich die große Liebe schlechthin war, von der Geburt ihrer Tochter und der Enkel und ihrem dann aber traditionell geprägten Leben, das sie ihre Heimat nie verlassen hat lassen. Der Sprachstil liest sich locker, leicht und ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Ich konnte viel schmunzeln. Ganz besonders haben mich z.B: Nonnas Tipps für Caterina, als sie nach Rom aufbricht, amüsiert. Da kam dann schon einmal und „Im Badezimmer immer den Wasserhahn aufdrehen, wenn du auf die Toilette gehst, damit die anderen nicht mitbekommen, was du tust und du stets als wohlerzogen giltst.“ Der Autorin gelingt es trotz des eher zurückhaltenden, nüchternen Tonfalls gut Emotionen darzustellen. So konnte ich die innere Zerrissenheit Caterinas regelrecht spüren oder war stellenweise auch richtig gerührt bzw. habe mitgelitten, wenn Nonna von ihrer Tochter nicht der nötige Respekt, den sie auf jeden Fall verdient hätte, entgegen gebracht wurde. Toll haben mir auch Teresas zahlreiche Gedanken mit Lebensweisheiten gefallen, wie z.B. „Denn die Liebe ist ein furchtbarer Spürhund, der dem Geruch des Blutes und der Leidenschaft folgt. Die Liebe allein genügt, sie erfüllt dich und wenn sie dich unruhig macht, stimmt was da oben nicht.“ Wie wahr ist auch „Das Leben eines Ehepaares ist wie eine Werkstatt, in der Teile repariert, poliert, ausgetauscht und zurechtgebogen werden, aber nichts zurück gegeben oder neu angeschafft wird.“ Die Charaktere lernt man durch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven toll kennen und ich mochte Caterina, die man wohl als herzigen Dorftrampel, der schauen möchte, was die Welt sonst noch bereit hält, dem aber auch die Familie und die Heimat unheimlich wichtig ist, so richtig gern. Auch ihre Großmutter Nonna hat mir super gut gefallen. Sie ist eine unheimlich starke, genügsame Frau, die sich aus Liebe gerne auch hinten anstellt. Es ist schön darüber zu lesen, wie zufrieden man doch mit wenig sein kann. Italiafeeling mit Strand, Sonne, Liegestuhl und Eis ist hier eher nicht geboten. Ein kleiner Bummel in Rom, sonst aber eher Leben in einem Stückchen Italien, das man welterfahren vielleicht als öde und verlassen beschreiben könnte, aber das meiner Meinung nach trotzdem ganz viel Flair hat. Am Ende zahlreicher Kapitel bekommt man ein Familienrezept, wie z.B. für „Cialledda“ kalte Brotsuppe mit Tomaten, „Peperoni cruschi“ getrocknete Paprika, oder auch eine Torte aus Trockenfrüchten. Meist erzählt das folgende Kapitel eine kleine Geschichte dazu. So waren z.B. „Raviolis ceci“, Kichererbsen in Blätterteig, Don Mimis Leibgericht und wurden am Tag seiner Wahl zum Bürgermeister serviert. Alles in allem bin ich zwar mit etwas anderen Erwartung in diese Geschichte gestartet, konnte mich dann aber schnell darauf einlassen und der Autorin allerdings gelungen, mich immer mehr in den Bann zu ziehen. Sehr gute 4 Sterne für diesen vielversprechenden Debütroman.

Eine warmherzige Familiengeschichte im schönen Italien
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2017

Die junge Caterina möchte der Enge ihres Heimatdorfes Matera und den dort üblichen Traditionen entkommen und geht zum Studium nach Rom. Dort lernt sie Pietro kennen und schon nach kurzer Zeit wird Caterina klar, dass sie mehr für Pietro empfindet als Freundschaft. Doch er ist anders als sie aufgewachsen... Die junge Caterina möchte der Enge ihres Heimatdorfes Matera und den dort üblichen Traditionen entkommen und geht zum Studium nach Rom. Dort lernt sie Pietro kennen und schon nach kurzer Zeit wird Caterina klar, dass sie mehr für Pietro empfindet als Freundschaft. Doch er ist anders als sie aufgewachsen und lebt deshalb moderner. Caterina stellt die Beziehung deshalb immer wieder in Frage. Plötzlich stirbt ihre Großmutter Teresa und sie eilt nach Matera zurück, ohne Pietro Bescheid zu sagen. Mit im Gepäck ist das Rezeptebuch ihrer Großmutter, denn das verband die beiden Frauen aus unterschiedlichen Generationen schon immer: Die Liebe für das Kochen. Wieder in der Heimat muss Caterina eine folgenschwere Entscheidung treffen. Als ich das Cover und den Titel gesehen hatte, habe ich ein ganz anderes Buch erwartet. Eine leichte Sommerlektüre, eine Liebesgeschichte für Zwischendurch. Aber "Ein italienischer Sommer" ist so viel mehr! In diesem Buch steckt eine Familiengeschichte, in der Traditionen und der Familienzusammenhalt noch groß geschrieben werden. Am Ende habe ich es mit einem ganz warmen Gefühl um mein Herz beiseite gelegt. Der Originaltitel "Verrà Il Vento e Ti Parlerà Di Me" heißt übersetzt: "Der Wind wird kommen und mit dir über mich reden", und das ist etwas, was im Buch beschrieben wird. Die Kapitel werden abwechselnd von Teresa, der Großmutter, und Caterina erzählt. So erhält man Einblick in das Leben von beiden, Teresa erzählt in einigen Kapiteln auch aus ihren ganz jungen Jahren. So baut sich nach und nach eine schöne Familiensaga auf. Am Ende jedes 2. Kapitels gibt es dann eines der Rezepte von ihr zu lesen, und einige davon klingen so gut, dass ich vorhabe, mal etwas davon nachzukochen. Natürlich in vollem Bewusstsein, nicht mal annähernd so gut wie diese zwei italienischen Frauen kochen zu können. Schön ist auch, dass manchmal eines der vorgestellten Rezepte dann im nachfolgenden Kapitel vorkommt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet worden, man lernt sie nach und nach besser kennen und schließt vor allem die beiden Protagonistinnen ins Herz. Zu Beginn des Buches starten wir in Sassi di Matera, den Höhlenhäusern, was ich sehr besonders fand. Ich habe mich gefreut, darüber in einem Buch zu lesen. Hier noch ein Buchzitat, welches auf Seite 226 steht: "Was ist so abschreckend an der Vertrautheit, am Alltäglichen? Warum sind Menschen von Gewohnheiten so schnell gelangweilt, anstatt sich von ihnen beschützt zu fühlen?" Diese Familiengeschichte hat mich wirklich berührt. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung dafür. Einen Punkt Abzug gibt es nur deshalb, weil ich durch die Perspektiven- und Zeitenwechsel kurz gebraucht hatte, in die Geschichte einzufinden. Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse und dem Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.