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Lord Jim

99 Welt-Klassiker

(4)
Jim ist ein junger britischer Seemann und Erster Offizier auf der Patna, einem heruntergekommenen Schiff beladen mit Pilgern auf der Fahrt gen Mekka.

Bei einer Havarie verlässt die Besatzung aus Schurken das Schiff und überlässt die Pilger ihrem Schicksal. Auch Jim verweigert nach anfänglichem Zögern die Hilfe und flüchtet. Obwohl das Schiff von fremden Seeleuten gerettet wird, wird die Besatzung der Patna angeklagt. Doch nur Jim stellt sich seiner Verantwortung vor Gericht.

"Lord Jim" ist ein Roman von Joseph Conrad aus dem Jahre 1900. Inspiriert wurde der Autor von der dramatischen Geschichte des Pilgerschiffs Jeddah, das 1880 in Seenot von seinem Kapitän verlassen wurde. Ein aufwühlendes Psychogramm und gleichzeitig auch ein spannender vom Kolonialismus Asiens durchzogener Abenteuerroman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Herausgeber Jürgen Schulze
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 665 (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 29.01.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783954188291
Verlag Null Papier Verlag
Übersetzer Hedwig Lachmann
eBook
0,99
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„Unbedingt lesen!“

Dr. Ralf ROTHER, Thalia-Buchhandlung Wien

Einer von den großen Romanen Joseph Conrads. Sollte unbedingt gelesen werden! Einer von den großen Romanen Joseph Conrads. Sollte unbedingt gelesen werden!

Kundenbewertungen

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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2018
Bewertet: anderes Format

Neben "Herz der Finsternis" der vielleicht beste und schönste Roman von Joseph Conrad. Ein Meilenstein der Weltliteratur um die Themen Versagen, Schuld und Wiedergutmachung.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Klassischer Abenteuer- und Kulturroman mit viel Zeit- und Lokalkolorit. Reichhaltig und toll geschrieben.

Zeitloses Meisterwerk eines großartigen Erzählers
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 08.09.2008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Joseph Conrad. Den meisten wird der Name heutzutage nur in Verbindung mit seinem bekanntesten Roman „Herz der Finsternis“ und dessen Vietnam-Verfilmung „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola ein Begriff sein. Sein wohl bestes Werk veröffentlichte der gebürtige Pole allerdings bereits zwei Jahre früher. „Lord Jim“ handelt vom jungen Bootsmann... Joseph Conrad. Den meisten wird der Name heutzutage nur in Verbindung mit seinem bekanntesten Roman „Herz der Finsternis“ und dessen Vietnam-Verfilmung „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola ein Begriff sein. Sein wohl bestes Werk veröffentlichte der gebürtige Pole allerdings bereits zwei Jahre früher. „Lord Jim“ handelt vom jungen Bootsmann Jim, dessen Lebensgeschichte aus der Sicht von Kapitän Marlow, das alter ego des Autors Conrad, rückblickend erzählt wird. In den Gewässern des Fernen Ostens der Jahrhundertwende trifft Jim in schwerer Bedrängnis eine folgenschwere Fehlentscheidung die sein Leben verändert. Er verlässt mitsamt Kapitän und zwei Besatzungsmitgliedern in Hast das leckgeschlagen geglaubte Schiff Patna und überlasst die aus Pilgern bestehende Fracht ihrem Schicksal. Angeklagt und für schuldig befunden, droht Jim, der bar jeglicher außergewöhnlicher Fähigkeiten trotzdem stets geglaubt hat, für besondere Aufgaben bestimmt zu sein, sein Gewissen zur unerträglichen Last zu werden. Allein Marlowe steht ihm in dieser Zeit bei und versucht ein ums andere Mal Jims Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Was wie eine spannende Ausgangsposition klingt, ist der hart erkämpfte Inhalt der ungefähr ersten 200 Seiten. „Lord Jim“ ist ein schweißtreibender Marathonlauf. Conrads mühsame, verschränkte und oftmals ausschweifende Erzählweise kommt sehr langatmig daher und erfordert viel Geduld und Langmut vom Leser. Immer wieder muss man schwer atmend das Buch zur Seite legen und verschnaufen, um die kommende Passage in Angriff nehmen zu können. Mitunter ist das besonders am Anfang extrem nervig, da das Obskure und Geheimnisvolle der eigentlichen Geschichte nur nach und nach aufgelöst wird. Wer sich jedoch darauf einlässt und die oben beschriebenen Probleme zu überwinden versteht, wird letztendlich von einem Plot belohnt, der nicht nur auf dem höchsten Niveau der Sprachkunst fußt, sondern gleichzeitig durch einen enormen Spannungsbogen und die ungeheuer reale Brutalität der geschilderten menschlichen Schicksale besticht. Conrads Schilderungen von Meer, Küsten, Inseln, Hafenagenten und kleinen Gaunern vermögen den geneigten Leser auch mehr als hundert Jahre nach der Veröffentlichung noch zu packen und in den Bann zu ziehen. Ohne an irgendeiner Stelle in Sentimentalität zu verfallen, erweckt der Autor, der selbst lange Jahre Seefahrer war, beim Leser Sympathie für den Protagonisten, dem sein Versagen tragischerweise bis zum Schluss seines Lebens nachhängt. Obwohl er stets neue Aufgaben in Angriff nimmt, holt ihn die „Tatsache“ immer wieder ein und stellenweise scheint es fast als „wäre die Welt nicht groß genug für Lord Jim“. Sicherlich wirkt die Geschichte, und hier insbesondere das Ende konstruiert. Der Güte, dem Charme und der Klasse dieses Romans tut dies jedoch keinen Abbruch. Trotz der aufgewandten Anstrengung bleibt die Lektüre, nicht nur aufgrund der tollen Thematik, ein Genuss. Insgesamt ein zeitloses Meisterwerk eines großartigen Erzählers, das einen Platz im Bücherregal einer jeden echten Leseratte verdient hat.