>> Jetzt Bestseller made in Austria entdecken

Der Widerspruch

(4)
1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 30.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8369-5902-5
Verlag Gerstenberg
Maße (L/B/H) 22,1/14,9/2,5 cm
Gewicht 412 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
17,50
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 30 Einkaufwert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Der Widerspruch

Der Widerspruch

von Herbert Günther
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,50
+
=
DuMont Bildatlas 185 Rhön

DuMont Bildatlas 185 Rhön

(1)
Buch (Taschenbuch)
10,95
+
=

für

28,45

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
3
1
0
0
0

Erwachsenwerden im Jahr 1963
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2017

Reni, Britta, Robert und Jonas besuchen die 9. Klasse einer Realschule. Es ist im Jahre 1963 und während die Kinder nach Kriegsende geboren wurden, haben das Regime, was ihre Eltern, Lehrer, Verwandte, damals erlebt haben, Auswirkungen auf ihre eigene Jugend heute. Jonas hat seinen Vater verloren und ist mit... Reni, Britta, Robert und Jonas besuchen die 9. Klasse einer Realschule. Es ist im Jahre 1963 und während die Kinder nach Kriegsende geboren wurden, haben das Regime, was ihre Eltern, Lehrer, Verwandte, damals erlebt haben, Auswirkungen auf ihre eigene Jugend heute. Jonas hat seinen Vater verloren und ist mit seiner Mutter abhängig vom Geld des Onkels. Britta ist aus Stralsund in den Westen gekommen und will selbstbetimmt leben bzw. ihre Meinung äußern. Reni möchte aus dem kleinen Dorf, in dem sie groß geworden ist heraus und hat einen erwachsenen Freund, der vor den anderen geheim gehalten werden muss. Robert wird unter der Prämisse erzogen, dass es damals schlecht war, er aber Lehrern etc. gehorchen soll. In diesem Buch nehmen alle Jugendlichen mal die Rolle des Erzählers ein, so dass ich viel von ihren jeweiligen Gedanken und Gefühlen mitbekam und welche Probleme sie haben. In der Schule, in der jetzt Demokratie gelebt und vermittelt werden soll, unterrichten u.a. ein stolzer ehemaliger Pilot der Wehrmacht sowie ein Lehrer, dessen Frau aufgrund der Tatsache, das sie Jüdin war, zu Tode kam. Die Jugendlichen sind alle sehr unterschiedlich, wollen nicht alles hinnehmen, aber Britta, die sich wehrt, bekommt zu spüren wie schwer dies ist. Ich möchte nicht mehr über dieses Buch verraten, denn jeder sollte es selber lesen. Ich habe mir selbst vorher gar nicht klar gemacht, wie meine Eltern, die ein wenig älter als die Protagonisten im Buch zu dieser Zeit gewesen sind, aufgewachsen sind. Auch heute haben es diejenigen Kinder und Erwachsenen schwerer, die Widersprüche aufdecken und nicht alles hinnehmen. Manches nehme ich trotz besseren Wissens hin ...... Dieses Buch lässt einen über sein eigenes Leben, Denken und Handeln nachdenken, was mir manchmal "weh" tat. Eine klare Leseempfehlung von mir! Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch als Lektüre in der Schule Einzug hält.

Widerspruch und Demokratie
von solveig am 23.02.2017

„Man muss das als gegeben hinnehmen: Demokratie ist nie bequem.“ So formulierte es einmal Theodor Heuss (1884 – 1963), und diese Erfahrung machen auch vier Schüler, die kurz vor ihrem Realschulabschluss stehen, in Herbert Günthers Jugendroman „Der Widerspruch“. Aus wechselnden Perspektiven erzählt der Autor hier vom familiären... „Man muss das als gegeben hinnehmen: Demokratie ist nie bequem.“ So formulierte es einmal Theodor Heuss (1884 – 1963), und diese Erfahrung machen auch vier Schüler, die kurz vor ihrem Realschulabschluss stehen, in Herbert Günthers Jugendroman „Der Widerspruch“. Aus wechselnden Perspektiven erzählt der Autor hier vom familiären und schulischen Alltag der Teenager Reni, Britta, Robert und Jonas, wie sie ihn im Jahr 1963 erleben. Kurze Meldungen, die „Zeitungssplitter“, geben einen informativen Überblick über die Ereignisse dieses Jahres. In den Köpfen vieler Menschen ist das Gedankengut der vergangenen Diktatur noch vorhanden. Obwohl Krieg und Drittes Reich seit bereits 18 Jahren „Geschichte“ sind, gibt es auch in der jungen Demokratie immer noch zahlreiche Leute mit brauner Vergangenheit, die an exponierten Stellen sitzen und den Ton angeben: eigentlich schon ein Widerspruch in sich. So haben die vier Realschüler neben der Auseinandersetzung in und mit dem Elternhaus auch Probleme mit einigen Lehrern, vor allem mit dem Schulleiter, der die unabhängige Berichterstattung der Schülerzeitung gefährdet. Britta hat als einzige den Mut, dem Direktor zu widersprechen und muss die Konsequenzen tragen. Ihre Schulkameraden Robert, Jonas und Reni, ebenfalls als „renitent“ eingestuft, geraten gar in Konflikt mit der Polizei. Und auch Lembek, der ermittelnde Kommissar, sitzt in der Zwickmühle und muss sich zwischen Gehorsam und Gewissen entscheiden: Hat er den Mut zum Widerspruch? Unterhaltsam aufbereitet und gut nachvollziehbar regt der Roman jugendliche Leser an, sich intensiver mit dem stets aktuellen Thema Zivilcourage auseinanderzusetzen. Die Botschaft des Buches ist deutlich: selbständiges Denken und (wenn nötig) der Mut zum Widerspruch sind wesentliche Elemente, ohne die eine Demokratie nicht funktionieren kann.

Jugendbuch mit Tiefe
von mabuerele am 17.02.2017

„...Alle warten auf irgendetwas, aber nichts kommt...“ Wir schreiben das Jahr 1963. Für Reni, Robert, Jonas und Britta ist das ihr vorletztes Schuljahr auf der Realschule. Die vier jungen Leute kommen aus unterschiedlichen Verhältnisse. Jeder hat seine Träume für die Zukunft. Der Autor hat einen beeindruckenden Jugendroman geschrieben. Das Buch hat... „...Alle warten auf irgendetwas, aber nichts kommt...“ Wir schreiben das Jahr 1963. Für Reni, Robert, Jonas und Britta ist das ihr vorletztes Schuljahr auf der Realschule. Die vier jungen Leute kommen aus unterschiedlichen Verhältnisse. Jeder hat seine Träume für die Zukunft. Der Autor hat einen beeindruckenden Jugendroman geschrieben. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist ein historischen Zeitgemälde. Noch dominiert das Alte, doch es regt sich Widerspruch. Der Schriftstil des Buches ist von hohem Niveau und sehr vielseitig. Das Buch gliedert sich in die vier Jahreszeiten. Jeder Abschnitt beginnt mit Zeitungsausschnitten, die wichtige Ereignisse in Europa und der Welt repräsentieren. Es ist das Jahr des Kennedybesuchs in Berlin, aber auch seiner Ermordung. Die vier jungen Leute kommen abwechselnd zu Wort. Dabei wird aber von jedem die Geschichte fortgeführt. Obiges Zitat stammt von Reni. Sie will weg aus dem Dorf. Sie sehnt sich nach Veränderungen. Robert galt lange als Traumtänzerin. Seit er aber bei der Schülerzeitung mitarbeitet, ist er selbstbewusster geworden. Nun stellt er sich der Wahl zum Klassensprecher. Jonas hat schon ein Schuljahr wiederholt. Er wird gern vom Lehrer als Zielscheibe genommen. Dabei weiß keiner um seine häuslichen Probleme. Er lebt allein mit der Mutter, die finanziell vom Bruder des Vaters, einem Bankdirektor, unterstützt wird. Sein Vater ist wenige Jahre nach Kriegsende gestorben. Britta stammt aus Stralsund. Sie hat mit ihren Eltern die DDR verlassen. Ihre neue Freiheit will sie sich nicht nehmen lassen. Doch sie muss erkennen, dass auch ihr neues Leben seine Schattenseiten hat. Wer Geld hat, hat das Sagen! Im Verhalten und vor allem in den Gesprächen der Schüler wird die politische Situation deutlich. Manche Lehrer rühmen sich ihrer Kriegserlebnisse. Trotzdem sehen sich alle nur als Mitläufer, nicht als Täter. Wer einst gegen das Naziregime gekämpft hat, schweigt darüber, um nicht scheel angesehen zu werden. Zwei Personen drohen daran zu zerbrechen. Das ist zum einen Jonas` Mutter, zum anderen der Lehrer Dr. Freytag. Der Autor versteht es, die Entwicklung der jungen Leute durch ihr Handeln und Reden deutlich zu machen. Sie lassen sich nicht vereinnahmen und stehen zu ihrem Tun. Besonders Jonas gewinnt zunehmend an Stärke und ist für die anderen Ansprechpartner und Halt. Natürlich gibt es schon erste radikale Tendenzen. Das Jahr 1968 wirft seine Schatten voraus. Das Cover ist auffallend. Der Umschlag besteht aus einer Zeitungsseite. Ein aufmerksamer Leser findet darauf eine kurze Charakteristik der Hauptpersonen. In dieser Zeitungsseite ist ein Kreis ausgestanzt, der einen Blick auf einen blauen Himmel mit dem Titel ermöglicht. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es gehört als Lektüre in jeden Geschichtsunterricht, denn in der Handlung wird Geschichte lebendig.