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Umbruch im östlichen Europa

Die nationale Wende und das kollektive Gedächtnis

Gedächtnis - Erinnerung - Identität Band 5

Andrei Corbea-Hoisie, Rudolf Jaworski

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Beschreibung

Das Ende des Kommunismus in Osteuropa als eine der zentralen Zäsuren der jüngsten Vergangenheit hat auch einen Anfang bedeutet: für die Aufarbeitung der eigenen Geschichte, für die ersten Schritte hin zu einem neuen Selbstverständnis. Dies ging keineswegs konfliktfrei vor sich - und auch die westlichen Nachbarländer waren und sind von diesen Transformationsprozessen seit 1989/90 weiterhin betroffen.
Erstmals liegen überzeugende Analysen zu den verschiedenartigen Umbrüchen im östlichen Europa und deren vielfältigen Auswirkungen vor, wobei besonders die länderspezifischen Gedächtnismuster und Identitätsspezifika im Vordergrund stehen.

Aus dem Inhalt:
Peter Niedermüller (Berlin)
Der Mythos der Gemeinschaft: Geschichte, Gedächtnis und Politik im heutigen Osteuropa
Rudolf Jaworski (Kiel)
Geschichtsdenken im Umbruch. Osteuropäische Vergangenheitsdiskurse im Vergleich
Csaba G. Kiss (Budapest)
Nationalhymnen in Ostmitteleuropa nach 1989: Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Michael Shafir (Praha)
Anti-Semitism in post-communist East Central Europe: A motivational Taxonomy
Jaroslav Strítecký (Brno)
Das kollektive Gedächtnis oder die kollektive Selbstverdrängung? Zu den nationalen Identitätsmustern nach 1989
Jan Pauer (Bremen)
Geschichtsdiskurse und Vergangenheitspolitik in der Tschechischen und Slowakischen Republik nach 1989
Mariana Hausleitner (Berlin)
Nationalismus in der postkommunistischen Geschichtsschreibung Rumäniens, der Moldaurepublik und Ukraine
Elena Mannová (Bratislava)
Der Kampf um Geschichtslehrbücher in der Slowakei nach 1990
Victor Neumann (Timosoara)
Alternative Romanian History Textbooks as Sites of Memory
Karin Liebhart (Wien)
Neuentwürfe nationaler Identitäten im Prozess der europäischen Integration: Tourismus-Images und nationale Selbstbilder in Bulgarien, Österreich und Ungarn

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Monika Sommer-Sieghart
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 25.08.2004
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-7065-1930-4
Verlag Studien Verlag
Maße (L/B/H) 23,6/15,9/1,7 cm
Gewicht 262 g
Auflage 1

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Vielseitige Darstellung des Zeitgeschehens
von Karin Brünnemann aus Bratislava am 29.09.2008

„Umbruch im östlichen Europa“ beschäftigt sich mit dem gewandelten Geschichtsverständnis in den osteuropäischen Ländern nach dem Systemwechsel vom Kommunismus hin zu freier Marktwirtschaft und Demokratie. Anhand konkreter Beispiele erhält der Leser einen Einblick in die Veränderungsprozesse, welche in den letzen Jahren in Gang g... „Umbruch im östlichen Europa“ beschäftigt sich mit dem gewandelten Geschichtsverständnis in den osteuropäischen Ländern nach dem Systemwechsel vom Kommunismus hin zu freier Marktwirtschaft und Demokratie. Anhand konkreter Beispiele erhält der Leser einen Einblick in die Veränderungsprozesse, welche in den letzen Jahren in Gang gesetzt wurden und wie sich diese bis heute und auch in die Zukunft hinein auf das Selbstverständnis der – teilweise neu entstandenen – Staaten auswirken. Die Hintergründe des Wandels werden ausführlich dargelegt, insbesondere im Hinblick auf den aufkeimenden Nationalismus in den ehemals kommunistischen Staaten. Erörtert wird auch das Verhältnis der osteuropäischen Staaten untereinander und zu anderen Ländern, sowie der Umgang mit Minderheiten. Ferner befassen sich die Autoren mit der Intensität und dem Ausmaß der Vergangenheitsbewältigung im Postkommunismus sowie mit der veränderten Darstellung der historischen Zusammenhänge in den neueren Geschichtslehrbüchern. Das Buch ist eine aufschlussreiche Zusammenstellung von Aufsätzen mehrerer Autoren aus Ost- und Westeuropa, wodurch die Thematik sowohl aus unterschiedlichen Blickwinkeln als auch anhand verschiedener Kriterien beleuchtet wird. Der Leser erhält somit ein umfassendes, zum Nachdenken anregendes Bild der heutigen Geschichtsauffassung unserer Nachbarstaaten. Einige der Darstellungen setzen ein gewisses Maß an Grundwissen der Geschichte der Region voraus. Zwei der Aufsätze sind auf Englisch verfasst, so dass der interessierte Leser dieser Sprache mächtig sein sollte. „Umbruch im östlichen Europa“ empfiehlt sich für alle Leser, die an Geschichte, Politik und Zeitgeschehen der Region interessiert sind. Auch für Unternehmer und andere Personen, die in Osteuropa Geschäfte tätigen oder sich dort längerfristig aufhalten, bietet dieses Buch interessante Einblicke, um die dortigen Entwicklungen einschätzen zu können sowie die Kultur und die Menschen besser zu verstehen.

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