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Die Ehefrau

(gekürzte Lesung)

(11)
Der Handel einer Ehe

Als Joan Castleman beschließt, ihren Mann zu verlassen, befinden sie sich gerade 10.000 Meter über dem Meer auf dem Flug nach Helsinki. Joans Mann Joseph ist ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, dem ein angesehener Literaturpreis verliehen werden soll. Joan selbst hat 40 Jahre lang ihr eigenes schriftstellerisches Talent für die Karriere ihres Mannes verleugnet. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit genauer Beobachtungsgabe folgt Meg Wolitzer der Ehe der Castlemans: von der jungen Studentin, die sich in ihren Professor verliebt, zum umschwärmten Paar der literarischen Zirkel im New York der 80er Jahre. Bis hin zu dem Punkt, als Joan der Lüge um den umjubelten Schriftsteller ein Ende bereitet …

Gelesen von Hörbuch- und Shakespeare-Company-Darstellerin Gabriele Blum.

(Laufzeit: 6h 54)
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Gabriele Blum
Erscheinungsdatum 22.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783844523836
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 414 Minuten
Format & Qualität MP3, 414 Minuten
Übersetzer Stephan Kleiner
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Kundenbewertungen

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"Ich hatte schon immer Angst davor, klein und gewöhnlich zu sein."
von Dr. M. am 06.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Joan Castleman, Ehefrau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman, konnte sich schon als kleines Mädchen nicht mit der Vorstellung abfinden, im späteren Leben klein und gewöhnlich zu bleiben. Doch manchmal tritt genau das ein, wovor man sich am meisten fürchtet. Joe erreicht gerade den Zenit seiner Berühmtheit, während Joan nur... Joan Castleman, Ehefrau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman, konnte sich schon als kleines Mädchen nicht mit der Vorstellung abfinden, im späteren Leben klein und gewöhnlich zu bleiben. Doch manchmal tritt genau das ein, wovor man sich am meisten fürchtet. Joe erreicht gerade den Zenit seiner Berühmtheit, während Joan nur seine Frau geblieben ist. Im Flieger nach Helsinki, wo ihr Mann mit einem bedeutenden Preis geehrt werden soll, beschließt sie ihre Ehe zu beenden. Ausgerechnet jetzt und mehr als vierzig Jahre zu spät. Ihre Beziehung beginnt in den 1950er Jahren. Joe arbeitet als Lektor an einem College, ist verheiratet und gerade Vater geworden. Joan besucht seine Seminare und liest die frühen Ausflüsse seines beschränkten Schreibtalents. Weil Joe unter Liebesentzug leidet, beginnt bald eine Beziehung zwischen den beiden, die mit seiner Entlassung und Joans Flucht vom College endet. Dem Leser entfaltet Joan die Geschichte dieser Beziehung. Was steht nicht alles auf dem Cover dieses Buches: irrsinnig witzig und tief berührend, bitterböse und zugleich extrem komisch und mit einem Gespür für die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen. Von großer Leichtfüßigkeit und satirischem Können ist die Rede. Es mag sein, dass manche Menschen dieses Buch tatsächlich so empfinden oder empfinden wollen. Vielleicht hat ja jeder seine Wahrheit. Mir fiel jedenfalls beim Lesen bald auf, dass irgendetwas in dieser Geschichte nicht stimmt. Abgesehen davon empfand ich sie weder als irrsinnig witzig, noch als tief berührend. Berührt hätte sie, wenn einem von Anbeginn an reiner Wein eingeschenkt worden wäre. Doch stattdessen erzählt Joan ihre Geschichte ohne dass man wirklich begreifen kann, was denn nun eigentlich zwischen ihr und Joe nicht stimmt. Man erfährt, dass Joan selbst gut schreiben konnte, dies aber für ihren Mann und spätere Kinder aufgegeben hätte. Mehr offenbart Joan zunächst nicht. Und überhaupt: Bei allem, was sie über die vielen Jahre schreibt, bleibt ein merkwürdiges Gefühl des Unbeteiligtseins. Es scheint immer so, als wäre sie nur Beobachterin und Protokollantin. Über die Ansichten ihrer Tochter zur Ehe schreibt Joan: "Sie wusste nichts von jener Subkultur der Frauen, die einfach dablieben, Frauen, die ihre Loyalität nicht logisch erklären konnten, die sich festklammerten, weil es das Verhalten war, das ihnen am vertrautesten war, mit dem sie sich am wohlsten fühlten. Sie begriff den Luxus des Bekannten nicht: dasselbe Stück Rücken, das unter der Bettdecke hervorragte, das Haarbüschel, das aus dem Ohr wuchs. Der Ehemann. Eine Figur, zu der es einen nie hinzog, die einen emotional kaum berührte, neben der man einfach herlebte, ..." Doch Joan hatte Joe einmal geliebt. Nun ist es offenbar nicht mehr so, und das Stück Film dazwischen wird falsch erzählt. Quälend falsch, wenn man es denn merkt. So falsch, dass ich mich mehrmals gefragt habe, worum es hier eigentlich geht. Das eigentliche Drama enthüllt sich erst auf den letzten paar Seiten. Dann erst bekommen die diffusen Schuldzuweisungen und die nebulösen Andeutungen einen Sinn. Ohne Zweifel fasziniert die präzise Sprache, mit der Meg Wolitzer ihre Geschichte erzählt. Leider aber steht sie in einem erheblichen Kontrast zu ihrer Verschleierungstaktik, die dem Leser die Sicht auf das tatsächliche Geschehen fortwährend versperrt. Wenn man jedoch erst am Ende überrascht wird und erst dann merkt, dass mit dieser bisher erzählten Geschichte etwas nicht gestimmt hat, dass die Wunde konkret ist und nicht in einer irgendwie gearteten und mehr oder weniger gewöhnlichen Abnutzung in einer Ehe besteht, dann kann man vielleicht auch in die Begeisterungsstürme verfallen, die man auf dem Cover dargeboten bekommt. Es verwundert auch nicht, dass manche Leser dieses Buch als feministisch empfinden. Aber auch das ist ein recht subjektiver Blickwinkel. Denn um wirklich feministisch zu sein, hätte die Geschichte vielmehr auf den Zeitgeist und auf konkrete Phänomene eingehen müssen. Doch dies spielt alles keine wirkliche Rolle. Und schließlich erklärt Wolitzer die Geschichte auch selbst nicht so. Sie verharrt immer im Subjektiven, im logisch nicht erklärbaren Verhalten von Joan. Was bleibt? Ein sehr gut geschriebenes Buch mit einer über weite Strecken nicht vollständig erzählten Geschichte, deren eigentliche Konstruktion sich erst am Ende enthüllt.

von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2018
Bewertet: anderes Format

Eine Frau reflektiert über ihr Leben und ihre Ehe. Ein sehr intelligenter und unterhaltsamer Roman.

Eine wunderbar komische Abrechnung
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2017
Bewertet: Taschenbuch

Diese Autorin gilt es zu entdecken, denn sie schreibt sehr tiefgründig und vielsagend. Der Roman " Die Ehefrau" ist voller Überraschungen, daher darf man besser nicht zu viel über den Inhalt verraten. Eher sollte man es dabei belassen, die passenden Adjektive aufzuzählen, die diesen Roman auszeichnen. Dazu gehören: gehaltvoll, beglückend, zauberhaft,... Diese Autorin gilt es zu entdecken, denn sie schreibt sehr tiefgründig und vielsagend. Der Roman " Die Ehefrau" ist voller Überraschungen, daher darf man besser nicht zu viel über den Inhalt verraten. Eher sollte man es dabei belassen, die passenden Adjektive aufzuzählen, die diesen Roman auszeichnen. Dazu gehören: gehaltvoll, beglückend, zauberhaft, feministische, unverblümt, fesselnd, umwerfend komisch, hintergründig, sehr ironisch, bissig und noch vieles, vieles mehr!