Inner Game Golf

Die Idee vom Selbstcoaching

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Golf ist eine flüchtige Angelegenheit. Das gilt für Einsteiger wie Profis. So gut der letzte Schlag gewesen sein mag - nie gibt es Gewissheit über den nächsten.

Diese Situation ist typisch für das Golfspiel. Und man kann ihr auf zweierlei Weise begegnen.

Wir können nach vermeintlichen äußeren Sicherheiten suchen, in dem wir uns die Technik des „richtigen Schwungs“ erarbeiten. Die Fülle der damit verbundenen TO DO’s können aber schnell zu Überforderung und Verkrampfung führen.

Anders bei dem in diesem Buch beschriebenen Weg. Dort geht es um die Entwicklung einer inneren Sicherheit, die von äußeren Situationen unabhängiger macht. Der Schlüssel dazu liegt in einer verstärkten Aufmerksamkeit für den eigenen Schwung und im Erkennen des eigenen „inneren Spiels“.

Mit lebendigen Beispielen und starken Argumenten zeigt Gallwey den Weg zum Selbstcoaching auf, einer Methode, die nicht nur das Leben auf dem Golfplatz leichter macht.

Neu: In der 6. Auflage wurde eine Liste der Übungen im Buch eingefügt. Dieses Golfbuch ist im englischsprachigen Raum längst ein Klassiker.
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  • Vorwort
    Die Welt ist wie eine riesige mechanische Uhr: Unendlich viele Zahnräder greifen ineinander und treiben schließlich den Uhrzeiger voran. Dieses mechanistische Verständnis von Ursache und Wirkung haben wir spätestens seit Isaac Newton. Und auf viele Erscheinungen trifft dieses Verständnis auch zu. Davon leben
    zum Beispiel die Naturwissenschaften.
    Das Golfspiel leidet eher unter diesem Verständnis. Immer schon wurden die einzelnen Abschnitte und Sequenzen des Golfschwungs analysiert und wie die Zahnräder einer Uhr ständig präziser aufeinander abgestimmt. Heute stehen wir vor einem Wust technischer Anweisungen, der uns schier zusammenbrechen lassen könnte.
    Das Golfspiel – genauer gesagt die Mechanik des Golfschwungs – war von jeher ein Lieblingsthema für den Forscherdrang der Systematiker. Das Resultat war nicht nur eine unglaublich tief schürfende Analyse der Komponenten und Abfolgen des Schwungs, sondern auch ein stetes Anwachsen der Golflehre.
    Trotz der unvermeidlichen Frustration, die sich ergibt, wenn man versucht, sämtliche Instruktionen zu verstehen, zu verinnerlichen und anzuwenden, will die Gier nach dieser Art von Wissen nicht enden. Auch der Glaube an die allein selig machende Kraft der Technik ist ungebrochen. Diese Gier kommt aus dem gleichen
    Verlangen nach Wissen, das auch die technologisch Revolution Newtons angefeuert hatte: aus dem Verlangen nach Kontrolle.
    Ich wusste, dass es im Golfspielen um Kontrolle ging. Auch ich war dem menschlichen Drang nach mehr Kontrolle erlegen. Wird dieser Drang nicht beobachtet, wird er erst zu einem Zwang und dann obsessiv. Die meisten Golfer sehnen sich nach einer Abkürzung auf dem Weg zur Meisterschaft, die darin besteht, jeden Ball zum gewünschten Ziel zu befördern, und das mit Grazie, Leichtigkeit, Präzision und Perfektion.
    So sah auch mein Traum aus. Die Realität war von hohen Erwartungen geprägt, denen immer wieder Verzweiflung folgte.
    Zum Schluss resignierte ich und glaubte, Golf sei nur von denjenigen zu meistern, die über eine große athletische Fähigkeit verfügen und Zeit haben, täglich zu üben. Ständig setzte ich mich mit Instruktionen auseinander, die mein Körper nicht befolgen konnte. Ich war sauer, wenn die erhofften Resultate ausblieben.
    Glücklicherweise machte mir meine Erfahrung mit dem Buch »Tennis und Psyche« es schließlich möglich, diesem Strom von Anweisungen zu entkommen, bevor ich in ihm ertrank. Ich wollte sehen, wie weit ich kommen könnte, wenn ich auf die Vorzüge technischer Expertise verzichtete. Meine Lektoren und Herausgeber setzten mir das Ziel, die 80 zu unterspielen. Während ich das Buch schrieb, durfte ich aber nur einmal in der Woche spielen. Die Originalausgabe des Buches schilderte daher meine Entdeckungen, die vielleicht in dieser Erkenntnis gipfelten: Natürliches Lernen wird nur dann möglich, wenn man die inneren Hindernisse überwindet, den Zweifel, die Angst, die mangelnde Konzentration. Das Buch stellte auch die grundlegenden inneren Fähigkeiten vor, die Lernen und Höchstleistungen ermöglichen.
    Mittlerweile ist der Glaube an das menschliche Potenzial weiter verbreitet als früher. Doch unverändert stehen sich die meisten von uns tendenziell immer noch im Weg. Und wir gehen nach Fehlern so hart mit uns ins Gericht, dass jegliche Besserung fast ausgeschlossen ist. Nur wenn wir mutig und ehrlich zugeben, dass
    wir uns selbst stören, und wenn wir aufmerksamer werden, können wir die zahlreichen technischen Informationen, die uns zur Verfügung stehen, effektiv nutzen.
    Kürzlich kam eine sehr beunruhigende Tatsache ans Licht. Die Masse der Golfer wird im Allgemeinen nicht besser! Bei einer Konferenz der PTA of America über »Lehren und Coaching« stellte das Golf Tips Magazine diese Frage: Wie kommt es, dass trotz der vielen Golfschulen, trotz talentierter Pros, trotz aller Trainingshilfen, trotz renommierter Trainingshandbücher und Zeitschriften, trotz High-Tech-Ausrüstung das Handicap des durchschnittlichen amerikanischen Golfers allenfalls stagniert oder – was laut Studien des amerikanischen Golfverbandes wahrscheinlicher ist – sogar steigt? Für mich ist die Antwort klar: Es gibt eine große Lücke zwischen unserem Wissen über den Golfschwung und unserer Fähigkeit, Menschen beim Lernen zu helfen.
    Dieses Problem lässt sich weder durch Weiterentwicklung des technischen noch des erfahrungsorientierten Unterrichts allein lösen. Genauso wenig hilft es, beide Felder so zu untersuchen, als seien sie voneinander unabhängig. Wir brauchen eine eheähnliche Symbiose beider Sparten, in der jede die ihr angemessene, aber
    von der anderen unterschiedene Rolle spielt. Es kann ja auch keine glückliche Ehe geben, wenn jeder Partner dogmatisch auf seiner eigenen Perspektive besteht und den anderen dominieren will. Als ich das Buch neu bearbeitete, kam es mir vor allem darauf an, den nächsten Entwicklungsschritt des Inner Game zu formulieren. Die letzten vier Kapitel gehen über das Grundbedürfnis nach mehr Bewusstsein für Bewegung beim Golflernen und Golfspielen hinaus. In ihnen werden vor allem folgende Fragen behandelt:
    Welches Motiv habe ich, Golf zu spielen? Wie wirkt sich dieses Motiv auf mein Spiel aus?
    Inner Game eröffnet Möglichkeiten des Selbst-Coachings, die man auf dem Golfplatz und außerhalb nützen kann. Es setzt Potenziale frei, die uns angeboren sind. Wir müssen sie nur wieder entdecken, um jene Brücke zwischen Mechanik und Gefühl zu schlagen, die heute wichtiger ist denn je.
    Diese Brücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren kann uns die Erfüllung bringen bei jedem Spiel, das wir spielen. Sie kann uns gewiss zu größerem und vergnüglicherem Respekt vor dem uralten und wundervollen Spiel Golf verhelfen.
    W. Timothy Gallwey
  • Vorwort
    I. Die innere und äußere Herausforderung
    II. Unter 90 mit Hinten, Unten, Oben
    III. Verkrampfung: Der häufigste Grund für Fehler
    IV. Selbstzweifel bezwingen
    V. So wird man aufmerksam
    VI. Die Entdeckung der Technik
    VII. Das kurze Spiel: Putten und Chippen von innen heraus
    VIII. Der Schwung von innen heraus
    IX. Von Hochs und Tiefs und falschen Erwartungen: unter 80 spielen
    X. Entspannte Konzentration:

    das Merkmal der Meister
    XI. Spielen Sie Ihr Spiel!
    XII. Jenseits aller Formeln
    Nachwort
    Über den Autor
    Liste der Übungen
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 279
Erscheinungsdatum 26.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-9809167-0-7
Verlag Allesimfluss-Verlag
Maße (L/B/H) 24,4/17,6/2,7 cm
Gewicht 665 g
Originaltitel The Inner Game of Golf
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Jörg Savelsberg
Buch (gebundene Ausgabe)
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24,80
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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"da - da - da- da"
von Gerda Kipp aus Ingolstadt am 09.09.2010

Da - da- da- da- oder hinten - unten - oben, alles ist möglich - nur locker bleiben. Das innere Golfspiel ist wichtiger als das Streben nach dem perfekten Schlag. Einmal eine andere Perspektive zum "Kampf mit sich selbst und die Macht über den Ball". Der Versuch lohnt!

locker und nicht alles mit Kopf - es hilft!
von Franz Fenke aus Wöllstadt am 16.07.2005

Schon wieder ein Buch über das Golfspiel, habe ich mir doch schon so viele reingesogen(!), und wenn es dann außerhalb der sommerlichen, schattigen Terrasse um die Umsetzung des Gelesenen in die Anwendung auf einem wunderschönen sonnigem oder "allewetter-trotzdem-Platz" geht, und: noch mehr als einer (ich) zuschaut, dann geht wie... Schon wieder ein Buch über das Golfspiel, habe ich mir doch schon so viele reingesogen(!), und wenn es dann außerhalb der sommerlichen, schattigen Terrasse um die Umsetzung des Gelesenen in die Anwendung auf einem wunderschönen sonnigem oder "allewetter-trotzdem-Platz" geht, und: noch mehr als einer (ich) zuschaut, dann geht wieder mal rein gar nix. Dennoch hatt es mir die Lektüre dieses hochwertig aufgemachten Buches angetan. Beschrieben wird aus der Erfahrung eines excellenten früheren TennisCraks, Golf- und Managementcoaches, das sich im inneren, persönlichen Erleben des Spielers abspielende Drama: soll ich nun, stehe ich richtig, schaut wer zu, habe ich den richtigen Schläger in der Hand und warum ist da rechts schon wieder ein Wald, der den Ball kaum wieder herausgibt... Gallwey schildert all diese Probleme sehr lebendig, ohne auf Illustrationen zurückgreifen zu müssen. Es geht ihm vielmehr um die Vorgänge im Kopf des Spielers - analog vielleicht der "Angst des Tormanns vor dem Elfmeter". Sein Ziel im mit vielen Erzählungen gespickten Buch - auch aus seiner Tenniszeit - ist wohl so wie ich es sehe, die kritische (oftmals "bremsende") innere Stimme abstellen zu können und den Teil in uns "zu Wort" kommen zu lassen, der uns hilft unsere Potentiale freizusetzen. Das innere Ich, so Gallwey, steht im Konflikt zu dem, was wir quasi automatisch auf natürliche Weise tun würden - denn der perfekte Golfschwung ist nach einiger Zeit in uns "drin", aber wir zweifeln zu oft, und leider auch oft in diesen Millisekunden vom Aufschwung bis zum Durchziehen. Und dann ist oft schon alles zu spät. Das Buch liest sich in den fachlichen und direkt themenbezogenen Dingen sehr gut und macht Spaß, weil nicht so nüchtern theoretisiernd. Der Autor wäre allerdings gut beraten gewesen, seine "Ausflüge" in seine Tennisvergangeheit auf ein Minimum zu reduzieren. Kurzum: ich habe die Lektüre sehr genossen, jedoch meine Warnung: dies ist kein Buch über: wie nehme ich einen Schläger in die Hand, sondern eher: wie behindere ich mich beim Golfspiel möglichst nicht selbst und wie lerne ich meine Möglichkeiten besser zu nutzen. Ach ja: mein Spiel ist jetzt lockerer, und: es läuft "wie geschmiert" - wenn auch nicht jeder Schlag tigerlike ist, na ja...

Hinten - Unten - Oben
von Ulrich Martin Drescher aus Kirchzarten am 22.10.2004

Soviele Golf-Lehrer es gibt, so viele Golf-Bücher gibt es auch. Die meisten stellen auf Technik und einstudierte Abläufe ab. Dies Buch ist anders und wesentlich besser: Es geht um "inneres Golf", die mentale Einstellung und den inneren Schwung dazu. Obwohl umfangreich ist dieses sehr empfehlenswerte Golf-Buch für Anfänger und Kö... Soviele Golf-Lehrer es gibt, so viele Golf-Bücher gibt es auch. Die meisten stellen auf Technik und einstudierte Abläufe ab. Dies Buch ist anders und wesentlich besser: Es geht um "inneres Golf", die mentale Einstellung und den inneren Schwung dazu. Obwohl umfangreich ist dieses sehr empfehlenswerte Golf-Buch für Anfänger und Könner ohne Längen. Gut geschrieben und unterhaltsam dazu. "Hinten-Unten-Oben" ist einer der magischen Orientierungen: Ich hab`s ausprobiert - es klappt !