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Wir schaffen es nicht

Eine Flüchtlingshelferin erklärt, warum die Flüchtlingskrise Deutschland überfordert

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Katja Schneidt arbeitet seit fast 20 Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Sie unterstützt Menschen bei den ersten Schritten in Deutschland, begleitet sie zu Behördengängen, gibt Deutschkurse, ist Ansprechpartnerin bei Sorgen und Nöten, kümmert sich, wenn Kinder nicht zur Schule geschickt werden oder Frauen nicht ohne Begleitung zum Arzt wollen. Sie ist für die Menschen da, die in großer Zahl nach Deutschland kommen. Und sie zieht eine ernüchternde Bilanz, indem sie sagt: "Nein, Frau Merkel, wir schaffen das nicht!"
Im Lauf ihrer Arbeit musste Katja Schneidt feststellen, wie überfordert Politik, Verwaltung und Behörden wirklich sind. Wie wehrlos der deutsche Staat denjenigen gegenüber ist, die Gastfreundschaft mit einem Selbstbedienungsladen verwechseln, wie groß das Unverständnis vieler Flüchtlinge unserer Kultur gegenüber ist und wie unzureichend ein Heer an freiwilligen Helfern eine durchdachte, organisierte Integrationspolitik ersetzen kann.
Katja Schneidt sagt, wo die Probleme liegen und was sich ändern muss, damit Flüchtlinge in der neuen Heimat ankommen und auch unsere Gesellschaft von all den neuen Bürgern profitiert. Derzeit tut sie es nicht. Und Katja Schneidt weiß, wovon sie spricht.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783959713535
Verlag Riva
Dateigröße 1443 KB
eBook
13,99
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Irgendwann holt die Realität jeden ein. Manche früher, andere später.
von Dr. M. am 08.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Am Anfang und am Ende des Buches erfährt der Leser, dass dessen Autorin SPD-Mitglied ist. Offenbar kann das nicht oft genug wiederholt werden. Darüber hinaus erfährt man, dass Katja Schneidt eine deutsche Muslima ist und mit ihrer Organisation einst den Hessischen Integrationspreis empfing. Natürlich möchte sie nicht am rechten... Am Anfang und am Ende des Buches erfährt der Leser, dass dessen Autorin SPD-Mitglied ist. Offenbar kann das nicht oft genug wiederholt werden. Darüber hinaus erfährt man, dass Katja Schneidt eine deutsche Muslima ist und mit ihrer Organisation einst den Hessischen Integrationspreis empfing. Natürlich möchte sie nicht am rechten Rand fischen. Auch das muss offenbar mehrmals wiederholt werden. Mancher Leser kennt die Autorin vielleicht aus ihren anderen Büchern. Sie war mit einem Türken verheiratet und lernte in dieser Ehe, wie man Frauen in der islamischen Welt behandelt. In dieser Zeit konvertierte sie zum Islam, den sie in diesem Buch als widersprüchlich bezeichnet. Sie entschloss sich, für sich die guten Seiten zu sehen und die schlechten auszublenden, wie sie schreibt. Man kann das als naiv ansehen, sollte aber auch wissen, dass man die Religion des Friedens nicht einfach so wie das Christentum bei einem Notar hinter sich lassen kann. Verrat am Islam wird mit dem Tode bestraft. Nun also betätigt sich Katja Schneidt als ehrenamtliche Flüchtlingshelferin in einer hessischen Kleinstadt. Man kann viel aus diesem Buch lernen. Zum Beispiel, welche Auswirkungen eine jahrelange Gehirnwäsche haben kann. Nicht bei der Autorin, sondern bei offenbar vielen ihrer Kolleginnen, die sehr empört auf ihre Erklärungen reagierten und jedes noch so offenkundige Fehlverhalten der illegal nach Deutschland gekommenen Menschen entschuldigen. Im Buch findet man zahlreiche dieser völlig absurden Erklärungen. Schneidts Aussagen, dass ähnliche Vergehen in den Herkunftsländern dieser Leute wesentlich härter bestraft werden, trafen auf Unglauben. Nachdem die Autorin die tatsächliche Lage in ihrem Ort und das tatsächliche Verhalten der hier Asyl suchenden Menschen eindrucksvoll ehrlich beschrieben hat, kommt sie am Ende ihres Buches zu folgenden Ergebnissen: (1) Es fehlen ausreichend viele bezahlte (!) Kräfte, um diese Leute in den ersten Monaten adäquat zu betreuen. Bisher läuft das vorrangig auf ehrenamtlicher Basis, wo sich inzwischen ausreichend Frust angestaut hat. (2) Es fehlt an Wohnraum, Hilfsarbeiterplätzen, Traumatherapeuten und Psychologen. (3) Der muslimische Glaube kollidiert mit der deutschen Kultur. Man müsse insbesondere die Rechte der weiblichen Ankömmlinge stärken. Diese drei Punkte zeigen, dass die Autorin zwar die Realität sehr treffend beschreiben kann - und deshalb lohnt das Lesen dieses Buches - jedoch danach nicht zu den naheliegenden Schlussfolgerungen kommen kann, die der Titel dieses Buches suggeriert. So lange sie nämlich das ganze konkrete Elend mit deutlichen Worten schildert, sind ihre konkreten Schlussfolgerungen viel drastischer und realitätsnaher. Die Naivität, die sie der deutschen Bundeskanzlerin unterstellt, schlägt am Ende des Buches, wenn sie allgemeiner wird, bei ihr leider ebenso zu. Das fängt bereits dort an, wo sie genügend Arbeitsplätze für sehr gering Qualifizierte fordert. Arbeitsplätze entstehen, wenn dafür eine Nachfrage besteht. Sie werden von Unternehmern geschaffen oder im öffentlichen Dienst, aber keineswegs nach den Wünschen Unbeteiligter. Wenn Arbeit bezahlt werden soll, muss sie zunächst einmal nachgefragt werden. Die Mehrzahl der illegal Eingereisten, so lernt man auch aus diesem Buch, ist nicht traumatisiert, sondern vielmehr auf der Suche nach dem deutschen Selbstbedienungsladen, wie es so schön auf dem Cover heißt. Die Zugewanderten stellen völlig unangemessene Forderungen, weiß die Autorin zu berichten. Sie akzeptieren die deutsche Rechtsordnung nur widerwillig und vor allem nur dann, wenn sie ihnen Nutzen bringt. Besonders im Punkt (3) der Autorin zeigt sich ihr Dilemma. Sie kennt die muslimische Parallelwelt in Deutschland. Sie weiß, dass die angebliche Integration der türkischen Zuwanderer auch in der dritten Generation ein Fehlschlag und die Lebenslüge der deutschen Politik ist. Und sie weiß auch genau, warum das so ist. Denn: ?Anders als wir es aus dem Christentum kennen, ist der Islam für die Muslime weitaus mehr als lediglich eine Religion. Es ist ein vollumfängliches Lebenskonzept, welches nicht nur das tägliche Leben und die Rolle der Familienmitglieder klar definiert hat. Der Islam regelt darüber hinaus auch einen Großteil der Politik und die gesellschaftliche Ordnung.? Und weiter: ?Es reicht ... nicht, von den Flüchtlingen zu verlangen und zu erwarten, dass sie sich hier uneingeschränkt unserer Kultur, unserer Lebensweise und unserem Grundgesetz unterwerfen, da dies nun einmal in weiten Teilen mit den Vorgaben des Korans kollidiert.? Was die Autorin hier deutlich ausspricht, ist die Tatsache, dass sich gläubige Muslime gar nicht in Deutschland integrieren können. Für sie ist der Koran das Gesetz. Doch nicht nur das. Sie müssen auch dazu beitragen, dass sich dieses Gesetz weltweit durchsetzt. Kollidieren ist ein harmloses Wort für den Tatbestand der Unvereinbarkeit. Leider findet die Autorin dann aber nicht die Kraft, dies auch so auszusprechen. Es würde wohl mit ihrem Parteibuch kollidieren. Und leider benutzt sie auch die offiziellen Sprachregelungen der Politik. So spricht sie davon, dass Menschen, die sich nicht mit der gegenwärtigen Politik anfreunden können, Angst hätten. Diese Sprachregelung soll die Betroffenen zu Kindern degradieren, denen man nur die Angst nehmen muss. Doch um Angst geht es überhaupt nicht, sondern um Ordnung, Recht und Gerechtigkeit, die in Deutschland völlig aus den Fugen geraten sind. Merkwürdigerweise kommt die Autorin immer genau auch auf diese Themen, wenn sie persönlich direkt oder indirekt betroffen ist. Dann liest man plötzlich: "Wie kann es sein, dass Menschen, die womöglich vierzig Jahre lang und länger in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, plötzlich gleichgestellt sind mit Menschen, die unter Umständen noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben?" Oder es folgen Klagen über die baulichen Zustände deutscher Schulen, das Ausdünnen von Busverbindungen oder Ähnliches. Für das Beheben solcher Defizite sei kein Geld vorhanden, wohl aber für die sogenannten Neuankömmlinge. An diesem Buch sieht man sehr treffend die Zerrissenheit der Autorin. Ist sie persönlich irgendwie tangiert oder weiß sie die Umstände aus ihrer Erfahrung heraus gut einzuschätzen, dann siegen bei ihr die Ehrlichkeit und der gesunde Menschenverstand. Bei allem, was darüber hinausgeht, gewinnen ihr Parteibuch oder die Angst, etwas Falsches zu sagen. Sehr lesenswert, weil die Realität der ?Flüchtlingshilfe? genau beschrieben wird.

Klartext zu Flüchlingspolitik
von maleur aus Berlin am 28.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die Autorin ist seit 1999 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig und berichtet von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen zur aktuellen Flüchtlingssituation. Da sie selbst auch eine Zeitlang in einer Parallelgesellschaft lebte, hat sie auch Einblick in die entsprechenden Kulturen. Sie hat insofern genug Erfahrung und weiß wovon sie schreibt.... Die Autorin ist seit 1999 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig und berichtet von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen zur aktuellen Flüchtlingssituation. Da sie selbst auch eine Zeitlang in einer Parallelgesellschaft lebte, hat sie auch Einblick in die entsprechenden Kulturen. Sie hat insofern genug Erfahrung und weiß wovon sie schreibt. Sie verlässt sich in dem Buch aber nicht nur auf ihre Erfahrungen, sondern tauscht sich auch mit anderen Flüchtlingshelfern aus und betreibt auch weitergehende Recherche. Der Schreibstil ist sehr eingängig. Ihre Aussagen sind offen, ehrlich und frei von falschen Emotionen und ungeschriebene Denkverboten. Mir hat die Gegenüberstellung gewisser Interview- bzw. Talkshowaussagen mit der tatsächlichen Situation sehr gut gefallen. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Sie benennt in einer nüchternen Offenheit die Defizite in den sozialen Bereichen unseres Lebens. Sie geht auf die Beziehungen zu anderen europäischen Ländern hinsichtlich der Flüchtlingswelle ein. Die Autorin lässt eigentlich keinen Aspekt der Flüchtlingssituation außer Acht. Besonders erschütternd sind für mich die Kapitel über Gewalt und Terror. Das Buch erschien am 12. September 2016. Die Autorin geht darin auf einige Terroranschläge ein. Sie kritisiert auch hier das Verhalten der Politik, die die salafistisch geprägten Moscheen und die radikalen Gefährder lediglich beobachten und ansonsten in Betroffenheit und Untätigkeit verharren. Die Autorin ist sich sicher, dass es zu weiteren Anschlägen kommen wird. LEIDER hat sie damit so Recht. Das Ausschalten oder Eindämmen dieser Gefahr kann man nun aber NICHT den Ehrenamtlichen überlassen. Also passiert nichts? Erschöpft sich die Terrorabwehr im Aufstellen von Pollern? Schauen die Politiker dem Volk nicht aufs Maul? Lesen die solche Bücher nicht? TUN die NICHTS? Ich höre seit Jahren, dass wir die Fluchtwelle an der Ursache bekämpfen müssen. WANN fangen wir denn damit an? Ich könnte hier noch seitenweise meine Meinung zu Flüchtlingspolitik, Politikern, Integration, Religion und Sicherheit kundtun und will doch eigentlich nur das Buch bewerten. Also an alle unentschlossenen: LESEN!!!

Katja Schneidt: Wir schaffen es nicht
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.11.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine sehr realistische Einschätzung der Sitation. Endlich wird mal gesagt, dass wir Menschen, die genau prüfen, was möglich ist und was nicht, von der Politik immer gleich als Rechte eingestuft werden. Das scheint dadurch zur öffentlichen Meinung zu werden. Es hilft mehr sich mit den Problemen auseinanderzusetzen und diese zu lösen,... Eine sehr realistische Einschätzung der Sitation. Endlich wird mal gesagt, dass wir Menschen, die genau prüfen, was möglich ist und was nicht, von der Politik immer gleich als Rechte eingestuft werden. Das scheint dadurch zur öffentlichen Meinung zu werden. Es hilft mehr sich mit den Problemen auseinanderzusetzen und diese zu lösen, als unüberlegt WIR SCHAFFEN DAS! zu äußern.