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Das Pfingstwunder

Roman

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Leichtfüßig und wortgewaltig spaziert die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff mit uns durch Hölle und Himmel. Die Hauptrollen in ihrem Roman spielen die größte Komödie der Weltliteratur, das Seelenheil von 34 Dante-Gelehrten und ein anrührender Erzähler, so sehr um Bodenhaftung bemüht, dass ihm ein Wort wie »Wunder« nicht leicht über die Lippen kommt.
Der Ort ist prachtvoll, die Stimmung aufgeräumt: Renommierte Dante-Gelehrte aus aller Herren Länder tagen im altehrwürdigen Saal der Malteser auf dem römischen Aventin, mit Blick auf den Petersdom. Im Mittelpunkt steht die Göttliche Komödie, Dantes realismusgetränkter Einblick in die Welt nach dem Tod. Einer der eifrig Debattierenden ist Gottlieb Elsheimer, Frankfurter Romanist und nach eigener Einschätzung eher ein Kandidat fürs Fegefeuer als fürs Paradies. Bei aller Leidenschaft für den Forschungsgegenstand scheint ihm das zunehmend ausgelassene Verhalten der Kollegen seltsamer und seltsamer. Als die Kirchenglocken das Pfingstfest einläuten, bahnt sich ein Ereignis unbegreiflicher Art an …

Rezension
»Weil Sibylle Lewitscharoff mit nicht enden wollender Liebe und Leidenschaft die ganze Landschaft der Commedia vor uns ausbreitet, folgt man ihr mit einigem Vergnügen.«

Ulrich Greiner, DIE ZEIT 08.09.2016
Portrait

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie, nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris, heute lebt. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Sie veröffentlichte Radiofeatures, Hörspiele und Essays. Für Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es folgten die Romane Der Höfliche Harald (1999), Montgomery (2003) und Consummatus (2006). Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2013 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Blumenberg (2011) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschien der Band Vom Guten, Wahren und Schönen, der die 2011 in Frankfurt und in Zürich gehaltenen Poetikvorlesungen versammelt. 2009 gestaltete Sibylle Lewitscharoff eine Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach zum Thema »Der Dichter als Kind«; in ihren Papiertheater-Arbeiten befaßt sie sich mit Clemens Brentano, Johann Wolfgang Goethe, Gottfried Keller, Karl Philipp Moritz und Friedrich Schiller.

Sibylle Lewitscharoff ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Berliner Akademie der Künste. 2013/14 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom, danach war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 350 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783518747681
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 5311 KB
eBook
11,99
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Kundenbewertungen

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Tänzelnd und leichtfüssig durch Dantes drei Jenseitsreiche
von einer Kundin/einem Kunden am 07.11.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

"Das Pfingstwunder" ist eine vergnügliche und leichtfüssige Berichterstattung von einem aus dem Ruder gelaufenen internationalen Dante-Kongress in Rom, welcher das Heilige und Profane auf unterhaltsame Weie miteinander verknüpft. Sibylle Lewitscharoff tänzelt virtuos und mit grossem philologischen Fachwissen (das sie in ihrer Danksagung offenlegt) durch die Göttliche Komödie, die zu den... "Das Pfingstwunder" ist eine vergnügliche und leichtfüssige Berichterstattung von einem aus dem Ruder gelaufenen internationalen Dante-Kongress in Rom, welcher das Heilige und Profane auf unterhaltsame Weie miteinander verknüpft. Sibylle Lewitscharoff tänzelt virtuos und mit grossem philologischen Fachwissen (das sie in ihrer Danksagung offenlegt) durch die Göttliche Komödie, die zu den grössten Dichtungen der Weltliteratur gehört. Ohne akademisch zu werden reflektiert sie lust- und phantasievoll die jahrhundertealte und zum Teil ausufernde Dante-Rezeption im deuschsprachigen Raum und anderswo (immerhin gilt die Göttliche Komödie als das meistkommentierte literarische Werk nach der Bibel). Dabei kommen auch einige der vielen hervorragenden deutschen Dante-Übersetzungen zur Sprache, was die Vielfalt der möglichen Zugänge illustriert. "Das Pfingstwunder" bietet sich für den Dante-Laien als idealen Appetizer an, der Lust auf den Originaltext machen kann, und für den Dante-Kenner ist es ein opulentes Festmahl und ein schöner Ausgleich für die mitunter staubtrockenen akademischen Kommentare.

Dante zu Pfingsten
von einer Kundin/einem Kunden am 19.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Pfingsten in Rom: 34 Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich zu einem Kongress über Dantes "Göttliche Komödie". Die Stimmung ist gut, ja beinahe ausgelassen. Bis schließlich etwas passiert, das Gottlieb Elsheimer später nur "das Vorkommnis" nennen kann. Wohin verschwanden seine 33 Kollegen an jenem Pfingstsonntag, und warum ist er... Pfingsten in Rom: 34 Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich zu einem Kongress über Dantes "Göttliche Komödie". Die Stimmung ist gut, ja beinahe ausgelassen. Bis schließlich etwas passiert, das Gottlieb Elsheimer später nur "das Vorkommnis" nennen kann. Wohin verschwanden seine 33 Kollegen an jenem Pfingstsonntag, und warum ist er als einziger zurückgeblieben? Ein Roman über Dantes "Göttliche Komödie", das Ringen zwischen Glaube und Zweifel, menschliche Unzulänglichkeiten und verpasste Chancen! Die vorherige Lektüre von Dantes "Göttlicher Komödie" ist ratsam, aber nicht zwingend notwendig. Romanistik-Fans kommen voll auf ihre Kosten!