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Ich hasse dieses Internet. Ein nützlicher Roman

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Zeitgeist ist sein zweiter Name: Mit rasender Energie erzählt Jarett Kobek in seinem Roman, was das Internet mit uns macht. San Francisco: Eine Gruppe von Freunden kollidiert hart mit der digitalen Gegenwart. Adeline hat nach einer unbedachten Äußerung zu Beyoncé und Rihanna einen Shitstorm am Hals, und Ellen findet sich nackt im Netz. Die Kampfzone hat sich verschoben, und wir selbst haben die Munition geliefert: Warum geben wir unsere Daten her? Machen Apple und Google zu den mächtigsten Playern der Welt? Hier ist sie endlich: Eine 'raue Tirade zu Politik und Kultur, ein Aufschrei zu Macht und Gewalt in unserer globalisierten Welt' (New York Times). Für alle, die Dave Eggers ›Circle‹ und Michel Houellebecqs ›Unterwerfung‹ geliebt haben – plus eine Prise Wahnsinn obendrauf.
Rezension
Kai Lohnert, Literatur-Experte Thalia:
"Am Ende dieses Romans, der sich in den USA bei Kritikern und Lesern zu einem Überraschungserfolg entwickelte, hat einer der Protagonisten einen absurd-teuflischen Plan. Er will eine App kreieren, die ihnen in der Dauerschleife aus den Büchern von David Foster Wallace vorliest und sie so in den Selbstmord treibt. Der US-Autor hat sich bekanntlich auch das Leben genommen. Aber die Boshaftigkeit dieser Idee zielt auf etwas anderes ab: Wallace hielt das Internet für einen Raum der großen Unterhaltung. Im Gegensatz zum Autor des Romans „Ich hasse dieses Internet“. Jarett Kobek, der bis dato völlig unbekannt war, hat einen regelrechten Wutanfall in Romanform gepackt, in dem er das Internet und die Unternehmen, die es diktieren und davon profitieren, scharf, böse, ironisch und äußerst komisch attackiert. Dieser Roman, dessen Lektüre nicht ganz leicht ist, sprudelt über vor aberwitzigen und hintergründigen Ideen, die mir gezeigt haben, was es wirklich bedeutet zu lesen."
Portrait
Eva Kemper, geboren 1972 in Bochum, studierte in Düsseldorf Literaturübersetzen. Neben Junot Díaz‘ ›Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao‹ übersetzte sie aus dem Englischen u. a. Werke von Peter Carey, Louis de Bernières, Tom Rob Smith, Martin Millar und Penny Hancock.

Jarett Kobek hat einen türkischen Namen, an der NYU in New York City studiert und in der kalifornischen Techie-Szene gearbeitet. Mit seinen Texten wurde er für den Pushcart Prize nominiert. Seine Erzählung ›Atta‹ fand die New York Times »höchst interessant«. Sie wurde zu einem Überraschungserfolg in Kanada. ›Ich hasse dieses Internet.‹ ist Kobeks erster Roman. Er lebt in Kalifornien.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 13.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397260-3
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 20,9/13,1/3,2 cm
Gewicht 463 g
Originaltitel I Hate the Internet
Auflage 1
Übersetzer Eva Kemper
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
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Kundenbewertungen

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Wer hasst es nicht, das Internet?
von einer Kundin/einem Kunden am 25.07.2018

Die Rahmenhandlung erzählt von einer jungen Frau, die den Kardinalsfehler aller Frauen in der modernen (Internet-)Zeit begeht: sie ist selbstbewusst und hat eine eigene Meinung! Wie das Netz sich auf sie stürzt, das Privateste in die Öffentlichkeit zieht und ihr das Leben zur Hölle macht ist einerseits erschreckend, andererseits... Die Rahmenhandlung erzählt von einer jungen Frau, die den Kardinalsfehler aller Frauen in der modernen (Internet-)Zeit begeht: sie ist selbstbewusst und hat eine eigene Meinung! Wie das Netz sich auf sie stürzt, das Privateste in die Öffentlichkeit zieht und ihr das Leben zur Hölle macht ist einerseits erschreckend, andererseits aber nur der Aufhänger, um all die Absurditäten die das Internet und genauer Social Media hervorbringen zu analysieren. Dabei verwendet Kobek bewusst eine an Kurt Vonnegut erinnernde Sprache und Erzählweise, die verhindern soll, dass man sich mit der Hauptfigur identifiziert, damit man nicht subjektiv emotional auf das Cybermobbing reagiert sondern ganz objektiv eben genau die Absurdität erfassen kann. So wird beispielsweise jede einzelne Figur mit dem Hinweis auf die Menge des in der Basalschicht der Haut vorhandenen Melanins eingeführt, da die daueraktiven Online-Rassisten genau das als Kriterium für 'Gut' und 'Böse' verwenden, während es in 'Wirklichkeit' Ausdruck für überhaupt gar nichts ist. Ich habe mich köstlich amüsiert und gleichzeitig das ein oder andere mal tief betroffen Schlucken müssen...Sichern Sie Ihre Daten! ;-)

Ein wirklich absolut nützlicher Roman!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Eine schonungslose Analyse und Abrechnung mit dem Netz. Diese Buch ist nicht nur etwas für schon bestehende Netz-Zyniker, sondern auch gerade für User, die sich nicht wirklich bewusst sind was ein einzelner Post im Internet (ob von selbst oder von Dritten eingestellt) bewirken kann. Es ist anfangs etwas schwer in den... Eine schonungslose Analyse und Abrechnung mit dem Netz. Diese Buch ist nicht nur etwas für schon bestehende Netz-Zyniker, sondern auch gerade für User, die sich nicht wirklich bewusst sind was ein einzelner Post im Internet (ob von selbst oder von Dritten eingestellt) bewirken kann. Es ist anfangs etwas schwer in den Text hineinzukommen, da er sehr stakkato-artig beginnt und viele Informationen auf einen "einprasseln" - doch es lohnt sich und zeigt uns die fast schon wahnsinnige Welt (und nicht nur das Web) auf in der wir leben. Sollte zur Pflichtlektüre werden

von einer Kundin/einem Kunden am 19.03.2018
Bewertet: anderes Format

Leider eine sehr realitätsgenaue Darstellung unserer heutigen Welt in Bezug auf die Wirtschaft, das Internet und die Gesellschaft. Trotzdem wahnsinnig unterhaltsam für Zyniker;)