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Francis Bacon

Unsichtbare Räume / Invisible Rooms. Dtsch.-Engl. Katalog zur Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart, 2016

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Gefangen in geisterhaften Käfigen

Francis Bacon gehört zu den wichtigsten und eigenwilligsten Malern des 20. Jahrhunderts. Er malte bisweilen verstörende Gemälde, die Themen wie Kreuzigung, Qual und Einsamkeit aufgriffen. Unter anderem Bezug nehmend auf die Interpretation von Bacons Werk durch den französischen Philosophen Gilles Deleuze steht in diesem Buch Bacons Haltung zum Raum als eine bestimmende Strategie seiner Arbeit im Vordergrund. In seinen Bildaufbau integriert er kaum sichtbare quaderförmige oder elliptische Käfige, Podeste und Rahmungen, die seine Figuren wie in einem unsichtbaren Raum isolieren. Dieses Gefühl des Gefangenseins wirkt beklemmend auf den Betrachter und verstärkt die dunkle Sicht des Malers. Ganzseitig abgedruckt werden circa 40 großformatige Gemälde, darunter Chimpanzee (1955), Three Studies of the Male Back (1970) und Sand Dune (1983) sowie eine Reihe selten ausgestellter Arbeiten auf Papier. Fachkundige, reich illustrierte Aufsätze beleuchten die verschiedenen isolierenden Konstruktionen aus rund 50 Jahren künstlerischen Schaffens ebenso wie Bacons komplexe Maltechnik und unorthodoxe Behandlung der Perspektive.

Portrait
Die Staatsgalerie Stuttgart gehört mit ihrem reichen Bestand an Gemälden und Plastiken vom 14. bis 21. Jahrhundert zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

Ina Conzen ist Kuratorin für die Kunst der Klassischen Moderne und stellvertretende wissenschaftliche Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Staatsgalerie Stuttgart, Ina Conzen
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 12.10.2016
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-7913-5576-4
Verlag Prestel Verlag
Maße (L/B/H) 28,4/23,7/3 cm
Gewicht 1560 g
Abbildungen 150 farbige Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
41,10
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Dem Paradoxen Raum geben
von Sandra Matteotti aus Zürich am 05.11.2016

Francis Bacon gilt als einer der grössten, figurativ malenden Künstler heutiger Zeit. Trotz horrender Verkaufspreise im zwei- und dreifachen Millionenbereich für seine Bilder ist er aber alles andere als unumstritten. Geschäftsleute, Päpste, Menschenaffen werden in nicht zu entschlüsselnden Käfigen zur Schau gestellt. Meist winden sie sich in abstrusen Posen, sind... Francis Bacon gilt als einer der grössten, figurativ malenden Künstler heutiger Zeit. Trotz horrender Verkaufspreise im zwei- und dreifachen Millionenbereich für seine Bilder ist er aber alles andere als unumstritten. Geschäftsleute, Päpste, Menschenaffen werden in nicht zu entschlüsselnden Käfigen zur Schau gestellt. Meist winden sie sich in abstrusen Posen, sind in ihrer Identität oft nur durch Symbole oder künstlerische Kniffe erkennbar. Es beginnt bei der Betrachtung ein Diskurs zwischen Bild und Betrachter, bei dem nicht sicher ist, wer Objekt, wer Subjekt ist, wer spricht, wer antwortet. Gewalt, Religion, Tod – das sind die immer wiederkehrenden Themen von Francis Bacons Malerei. Margrit Thatcher nannte seine Kunst verstörend und so mancher kann sich wohl dem Urteil auch nicht entziehen. Trotzdem geht von dem Künstler eine Faszination aus, ist sein Leben und Werken Gegenstand vieler Bücher, Dokumentationen und Filme. Man weiss um die verschiedenen Einflüsse aus Anatomie, dem Studium alter Meister und anderem mehr. Was also gäbe es noch Neues zu sagen? Das vorliegende Buch (als Katalog zur Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart) hat sich dem Thema der (unsichtbaren) Räume in Francis Bacons Werk angenommen. So offensichtlich sie eigentlich sind, betrachtet man seine Bilder, so wenig beleuchtet wurde dieser Aspekt. Es legt Francis Bacons Sicht auf seine Kunst offen, seine Abneigung gegen Abstraktion ebenso wie seine Ablehnung von Narration in seinen Bildern. Es wendet sich zudem in Artikeln und auch in den ausgewählten Bildern den Bildräumen und den Räumen in diesen Räumen zu. Es behandelt auf fundierte, tiefgründige und erklärende Weise den Körper im Raum, wie er in Bacons Bildern präsentiert wird. Bei den Räumen wird – wie bei seinen Gestalten – offensichtlich, dass er auch diese verzerrte in Perspektive und Anordnung, so dass sie zu paradoxen Räumen werden, die zwischen Bühne und Käfig schwanken, die Figuren einerseits im Inneren einschliessen, sie andererseits doch dem Publikum präsentieren. Die hochwertige Gestaltung rundet das Buch ab. Fazit Ein informatives, tiefgründiges und hochwertig gestaltetes Buch, das sich fundiert mit Bacons Bildern auseinandersetzt und vor allem die Räume innerhalb der Bilder auf gut verständliche Weise erläutert. Absolut empfehlenswert.