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Die schwedischen Gummistiefel

Gekürzte Lesung


Henning Mankells letzter Roman: Zeit des Abschieds

In jener Herbstnacht wecken Fredrik Welin lodernde Flammen. Nichts von seinem alten, abgelegenen Haus auf der Schäreninsel, nichts von seinem bisherigen Leben ist zu retten. Die Polizei mutmaßt Brandstiftung. Und plötzlich sieht sich Welin nicht nur mit dem Verdacht des Versicherungsbetrugs konfrontiert, er muss sich auch der Frage stellen, ob es mit beinahe siebzig Jahren überhaupt noch möglich ist, neu anzufangen. Oder ist bereits die Zeit des Abschieds angebrochen?

Gelesen von "Tatort"-Kommissar Axel Milberg, der deutschen Stimme von Henning Mankell.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 31)

Portrait
HENNING MANKELL wurde 1948 im schwedischen Härjedalen (bei Stockholm) geboren. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

Axel Milberg war bis 1998 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele und arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff oder Dieter Dorn. Mitte der 90er-Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, z. B. in "Jahrestage" (2000), "The International" (2009), "Ludwig II." (2012), "Hannah Arendt" (2012) oder "Feuchtgebiete" (2013). Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als "Tatort"-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Axel Milberg
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783844523492
Genre Belletristik
Verlag DHV Der Hoerverlag
Originaltitel Svenska Gummistövlar
Spieldauer 631 Minuten
Übersetzer Verena Reichel
Hörbuch (MP3-CD)
Hörbuch (MP3-CD)
25,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
14
3
0
1
2

Zäh wie Gummi(stiefel)
von einer Kundin/einem Kunden aus Semmering am 21.08.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich habe dieses Buch gewonnen; es war mein erster Mankell, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es auch der letzte gewesen sein wird. Meine Lektüre zog sich über mehrere Monate hin; es ist nicht gerade ein Pageturner, und im Grunde habe ich das Buch nur aus Pflichtbewusstsein zuende gelesen. Vielleicht... Ich habe dieses Buch gewonnen; es war mein erster Mankell, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es auch der letzte gewesen sein wird. Meine Lektüre zog sich über mehrere Monate hin; es ist nicht gerade ein Pageturner, und im Grunde habe ich das Buch nur aus Pflichtbewusstsein zuende gelesen. Vielleicht zuerst zum Positiven: Eine gewisse Authentizität kann man dem Autor nicht absprechen: Hier schreibt ein Schwede um die 70 über einen Schweden um die 70. Ich nehme auch mal an, dass Mankell die Schären kennt, auf denen der Großteil der Handlung spielt. Das Personal wie das Setting wirkt somit glaubwürdig. Es fällt mir allerdings schon schwer, zu glauben, dass alle Schweden so schweigsam, introvertiert und melancholisch sind wie der Ich-Erzähler namens Fredrik; auf jeden Fall ist es auf die Dauer ermüdend. Ich habe mich auch zwischenzeitlich gefragt, ob es im Schwedischen kein Wort für „Bitte“ gibt? Gelernt habe ich jedenfalls, dass man nicht nur aneinander vorbei reden, sondern auch aneinander vorbei schweigen kann. Geschwiegen wird viel in diesem Buch, nicht zuletzt ver-schwiegen. Der Plot befasst sich im wesentlichen mit zwei Rätseln: Jemand zündet auf den Inseln Häuser an – als erstes das von Fredrik –, und der Erzähler versucht, Näheres über das Leben seiner (längst erwachsenen) Tochter heraus zu finden. Beide Handlungsstränge sind nur lose miteinander verknüpft; der Brand bringt Vater und Tochter wieder miteinander in Kontakt, aber das war’s dann auch schon. Dass es sich bei dem Feuer nur um den ersten Fall einer Reihe von Brandstiftungen handelt, wird sowieso erst recht spät im Buch klar. Die Ermittlungen verlaufen zäh; Fredrik gilt zeitweise gar als Verdächtiger, aber als Leser weiß man es natürlich besser, was dem Ganzen fast die komplette Rest-Spannung nimmt. Ebenso zähl verläuft der Planungs-Prozess des Wiederaufbaus des Hauses, der erst gegen Ende in Gang kommt. Zwischendurch schildert der Erzähler detailliert, oft geradezu akribisch sein Leben. Wirklich interessant ist das fast nie! Viele Gedanken macht sich Fredrik etwa darum, dass die meisten der Kleidungsstücke, die er nach dem Brand kauft, Made in China sind. Wenn man sonst keine Sorgen hat ... Mit der Handlung hat das freilich wenig zu tun. Eher mit der Natur des Erzählers. Der Stil wirkt geschwätzig mit einer starken Neigung zu Abschweifungen und zur Weitschweifigkeit; Reminiszenzen aus dem Leben des Erzählers werden immer wieder eingestreut, was oft genug willkürlich wirkt. Wenn Mankell hier ein glaubwürdiges Porträt eines alternden Mannes zeichnen wollte, so ist ihm das durchaus gelungen! Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass er einfach drauf los schrieb, angefangen bei der relativ simplen Ausgangssituation, und dann schauen wir mal, was draus wird ... Wenn sich die Handlung nicht weiter entwickelte, schilderte Mankell einfach das ziemlich eintönige Leben Frederiks, die Gegend, die Mitbewohner der Schären ... Dann kam ihm halt eine Idee, wie man den Handlungsstrang um die Tochter weiterspinnen könnte ... Auch dieser Subplot konnte kaum mein Interesse wecken, da das Verhalten der Tochter arg irrational wirkt. Eine Auflösung des Rätsels um die Brandstiftungen deutet sich erst gegen Schluss an und wirkt eher aufgesetzt. Von Motivationen scheint der Autor Mankell eher wenig zu halten. Fazit: Ein glaubwürdiges, aber nicht sonderlich interessantes Porträt eines alternden Mannes, verknüpft mit einer recht dünnen Handlung. Eventuell werde ich mir doch mal einen ‚frühen’ Mankell zulegen; kann ja nicht sein, dass der immer so geschrieben hat!?

Übersetzungsfehler
von einer Kundin/einem Kunden am 16.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Leider gibt es im Buch sehr viele falsche bzw nicht existierende Wörter, obwohl extra auf die mehrfach ausgezeichnete Übersetzerin verwiesen wird. Mir macht das Lesen dadurch keinen Spaß!

Made in Sweden
von Anyah Fredriksson aus Hannover am 09.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der fast 70jährige Arzt Fredrik Welin hat sich nach einem von ihm begangenen Kunstfehler auf eine kleine Schäreninsel zurückgezogen. Er lebte dort im Haus seiner Großeltern, bis zu der einen Nacht vor einem Jahr, als das Haus niederbrannte. Schnell wird ihm da klar, dass die Menschen, die hier leben,... Der fast 70jährige Arzt Fredrik Welin hat sich nach einem von ihm begangenen Kunstfehler auf eine kleine Schäreninsel zurückgezogen. Er lebte dort im Haus seiner Großeltern, bis zu der einen Nacht vor einem Jahr, als das Haus niederbrannte. Schnell wird ihm da klar, dass die Menschen, die hier leben, ihm noch immer nicht vollends vertrauen – er ist ein Zugereister für sie. Er gerät in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben. Nun lebt Fredrik auf der kleinen Insel im Wohnwagen seiner Tochter und hat nicht mehr viel übrig, als die Sachen in denen er vor dem Feuer floh. Als seine Tochter Louise seine Hilfe in Paris benötigt, ist er sofort zur Stelle. Doch genau zu dieser Zeit, kommt es erneut zu einem Feuer auf einer der Inseln. Dieser in der Ich-Form, aus Fredriks Sicht, geschriebene Roman Henning Mankells ist soviel mehr als ein Liebesroman oder Kriminalroman, er ist vor allem ein Abschied. Der Abschied eines ganz großen Schriftstellers unserer Zeit. Henning Mankell hat so viel von sich selbst und seinem eigenen Leben in die Geschichte einfließen lassen. Denn so wie Louise im Roman war er selbst zeit seines Lebens ein Aktivist, der sich für seine Ansichten aktiv eingesetzt hat, so z.B. für die Aktion: „Ship to Gaza“. Deshalb liegt ein klein wenig Melancholie über der Lektüre dieses wunderbaren Buches, in dem Henning Mankell noch einmal mehr die Schwächen, die Fehler und Abgründe der Menschen betrachtet. Im fesselnden Schreibstil und wundervoller Sprache erzählt der Autor die Geschichte, die zwar als Fortsetzung zu dem Roman „Die italienischen Schuhe“ gilt, doch eigenständig ist und einzeln gelesen und verstanden werden kann. Natürlich erhält dieses Buch fünf von fünf möglichen Sternen von mir und ich empfehle es absolut weiter, an Leser feiner, exklusiver Romane, für Fans von Henning Mankell ist dieses Buch sowieso ein Must-Read. Ich wurde noch einmal prächtig unterhalten von Henning Mankell und gehe nun der im Buch gestellten Frage nach, ob ein Mensch, der alles verloren hat, nicht viel Zeit hat oder ob es umgekehrt ist.