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Nach einer wahren Geschichte

Lesung

(56)
Ein raffiniert literarisches Spiel mit Fiktion, Wirklichkeit und Identität

Delphine ist eine gefeierte Schriftstellerin, doch der Erfolg ihres letzten, überaus erfolgreichen Romans stürzt sie in eine Schaffenskrise. Da lernt sie scheinbar zufällig eine Frau kennen, die sie fasziniert: L. Völlig selbstlos nimmt L. ihr Erledigungen und Pflichten ab – und einen immer größeren Teil ihres Lebens ein. Als Delphine entdeckt, dass L. sogar ihre intimsten Notizen liest, spitzt sich die Situation zu: Ist Delphine paranoid oder liegt der wahre Stoff für ihren nächsten, großen Roman direkt vor ihren Augen?

Martina Gedeck leiht de Vigans preisgekröntem Meisterwerk ihre unverwechselbare Stimme.

(8 CDs, Laufzeit: 9h 37)

Portrait
Delphine de Vigan, geboren 1966, erreichte ihren endgültigen Durchbruch als Schriftstellerin mit dem Roman No & ich (2007), für den sie mit dem Prix des libraires und dem Prix Rotary International 2008 ausgezeichnet wurde. Das Lächeln meiner Mutter (2010) führte wochenlang die französische Bestsellerliste an und stand auf der Shortlist des Prix Goncourt. Der Roman stieß in Frankreich auf eine ungeahnte Resonanz. Ihr neuester Roman Nach einer wahren Geschichte steht derzeit auf Platz 1 der Bestsellerliste in Frankreich und erhielt 2015 den Prix Renaudot. Die Autorin lebt mit ihren Kindern in Paris.

Martina Gedeck, geboren in München, gab ihr Theaterdebüt am Frankfurter Theater am Turm, es folgten Engagements in Hamburg, Basel und Berlin. Gleichzeitig begann ihre vielfach prämierte Karriere als Filmschauspielerin (u. a. Adolf-Grimme-Preis). Auch als Hörbuchsprecherin hat sie viele Fans. Für Random House Audio hat sie zuletzt Angelika Jodls Roman Die Grammatik der Rennpferde eingelesen.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Martina Gedeck
Anzahl 8
Erscheinungsdatum 19.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783837136418
Genre Belletristik
Verlag Random House Audio
Originaltitel D'après une histoire vraie
Spieldauer 577 Minuten
Übersetzer Doris Heinemann
Hörbuch (CD)
23,99
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
56 Bewertungen
Übersicht
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Typische Delphine De Vigan.
von einer Kundin/einem Kunden am 02.09.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Außergewöhnlich und eindrucksvoll schildert Delphine uns von ihrer Schreibblockade und einer Freundschaft, die erst gut zu sein scheint, sich dann aber als gefährliches Identitätsspiel entwickelt. Realität und Fiktion laufen ineinander über und machen es zu einem besonderen sprachlich tollem Roman.

Wer bist du?
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2018

Delphine leidet nach dem großen Erfolg ihres letzten Buches unter einer immer schlimmer werdenden Schreibblockade. Da lernt sie die geheimnisvolle L. kennen. Die zwei Frauen werden Freundinnen und L. schleicht sich immer mehr in Delphines Leben ein, bis sie sich immer mehr ähneln und L. sogar Briefe und Mails... Delphine leidet nach dem großen Erfolg ihres letzten Buches unter einer immer schlimmer werdenden Schreibblockade. Da lernt sie die geheimnisvolle L. kennen. Die zwei Frauen werden Freundinnen und L. schleicht sich immer mehr in Delphines Leben ein, bis sie sich immer mehr ähneln und L. sogar Briefe und Mails für sie beantwortet. Die Situation spitzt sich nach und nach zu. Wir haben es hier mit einem raffinierten Katz und Maus Spiel zu tun. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und Identität aber auch um Literatur, Bücher und was sie bei Autoren und Leser auslösen und bewirken. Interessante Geschichte, schöne Sprache. für jeden, der außergewöhnliche Geschichten mag. Das Hörbuch wird von Martina Gedeck grandios gelesen. Eine echte Alternative zum Buch!

"Ist diese Lüge wahr, meine kleine Königin?"
von Dr. M. am 27.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In dieser unscheinbaren, aber paradoxen Frage, die Delphine einst von ihrer Großmutter gestellt bekommen haben will, verbirgt sich der ganze Inhalt dieses merkwürdigen Buches. Es heißt "Nach einer wahren Geschichte". Und das ist mit Sicherheit gelogen. Man kann die Ängste der Autorin, um die es in dieser Geschichte in... In dieser unscheinbaren, aber paradoxen Frage, die Delphine einst von ihrer Großmutter gestellt bekommen haben will, verbirgt sich der ganze Inhalt dieses merkwürdigen Buches. Es heißt "Nach einer wahren Geschichte". Und das ist mit Sicherheit gelogen. Man kann die Ängste der Autorin, um die es in dieser Geschichte in Wirklichkeit geht, kaum überlesen, weil sie sie mehr als deutlich formuliert: Sie hat Angst, nicht mehr schreiben zu können, Ängste vor dem Publikum, mit dem sie in diesem Buch abrechnet, allerdings ohne dass es viele wirklich bemerken, obwohl man auch das kaum überlesen kann, und sie fürchtet sich davor, dass ihr keine Idee mehr für ein nächstes Buch kommt. Zieht man das alles in Betrachte, dann hat sie diese Ängste raffiniert gemeistert und in einer Fiktion versteckt, die natürlich keine ist, sondern nur all das mehr oder weniger tarnen soll, was sie nicht allzu offen sagen möchte. Oder anders gesagt: Delphine de Vigane hat über ihre Versagensängste, noch weitere Bücher verfassen zu können, ein Buch geschrieben. Das wirkt so paradox wie die ganze Geschichte selbst. Alles begann mit ihrem Überraschungserfolg "Das Lächeln meiner Mutter" von 2010. Danach war nichts mehr so wie früher. Plötzlich stand die eher scheue Autorin im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. Ziemlich sicher wird auch ihre Familie nicht besonders davon begeistert gewesen sein, dass plötzlich das Leben der bipolaren Mutter öffentlich hinterfragt wurde. Besonders aber müssen de Vigan die ständigen Fragen nach dem Wahrheitsgehalt dieser Lebensgeschichte genervt haben, die sie nach jeder Lesung immer wieder zu beantworten hatte. Wahrscheinlich beschloss sie danach irgendwann eine Geschichte über Fiktionen und Wahrheiten zu schreiben, die das nervige Publikum an der Nase herum in die Irre führen sollte. Liest man das Presseecho und viele Rezensionen, so muss man den Eindruck gewinnen, dass sie dieses Vorhaben wirklich überzeugend abgeschlossen hat. Ganz nebenbei verarbeitet sie in diesem Buch ihre Ängste vor einem neuen Roman. In einem Streit mit ihrer Freundin "L.", was man im Französischen auch als "sie" lesen kann, fallen verzweifelte Worte: "Siehst du denn nicht, dass ich keine Ahnung habe, was für eine Schriftstellerin ich bin? Siehst du denn nicht, dass ich nichts mehr zustande bringe, dass ich sterbe vor Angst? Siehst du nicht, dass ich am Ende bin und danach nichts mehr kommt? NICHTS, NICHTS, NICHTS?". Delphine de Vegan lernte L. auf einer Party kennen, auf die sie nach einer dieser fürchterlich auslaugenden Lesungen ging. Schnell und offenbar planvoll schlich sich L. in Delphines Leben ein, wurde sie, übernahm ihre Korrespondenz, schrieb Texte für sie, trat sogar als sie auf. Am Ende hatte sie scheinbar völlig von Delphine Besitz ergriffen. Nun kann man sicher viel darüber spekulieren, was oder wer L. tatsächlich ist. Sich daran zu beteiligen, würde bedeuten, sich auf die vielen falschen Fährten zu begeben, die de Vigan in diesem Buch legt. Ob sie das nun aus Spaß macht oder aus Frust über das Publikum mit seinem Drang zu erfahren, was wahr sei und was nicht, oder aus Verzweiflung, lässt sich nicht wirklich entscheiden. Vielleicht sollte man das Buch auch als einen Thriller auffassen, wie es einige getan haben. Dann aber ist es ein recht langweiliger Vertreter dieses Genres. Oder ist es ein großes Rätsel, bei dem man herausfinden soll, wozu und weshalb das alles aufgeschrieben wurde? Da man die Antwort nicht finden wird, bleibt der Versuch, das zu ergründen, ein deprimierendes Verlangen. L. beendete ihre Texte immer mit dem altmodischen ENDE, an das sie einen Stern wie bei einer Fußnote anfügte. Dieses Buch schließt auch so. Wie aufregend. Wie auch immer - besonders spannend fand ich es nicht. Wenn sich Schriftsteller anfangen, sich mit sich selbst und ihrem Schaffensprozess zu befassen, dann kann man das interessant finden oder aber als selbstverliebte Nabelschau betrachten. Man kann mit dem verblüfften Publikum mitjubeln, das die Geschichte zwar nicht versteht, weil man sie nicht verstehen kann und soll, denn darin besteht schließlich gerade die Attraktion, oder sich aber gelangweilt fragen, was das alles soll.