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More Letters of Note - Briefe für die Ewigkeit

Briefe für die Ewigkeit

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Die Fortsetzung des Weltbestsellers Letters of Note!Shaun Usher hat erneut in den Archiven der Welt recherchiert und unglaubliche Briefe ans Tageslicht befördert. Ergreifende Liebesbriefe, hochkomische Korrespondenzen oder auch völlig skurrile Schriftstücke. So etwa Richard Burtons Abschiedsbrief an Elizabeth Taylor, David Bowies Antwort auf seinen ersten Fanbrief oder den Protestbrief von Marge Simpson an die frühere First Lady Barbara Bush. Sie können dieses Buch auf mehrere Arten lesen: von vorne nach hinten, von hinten nach vorne oder einfach an einer beliebigen Stelle. Egal, welchen Brief Sie aufschlagen - jeder ist eine unersetzliche historische Momentaufnahme, die der Menschheit nicht verloren gehen darf. Lesen Sie! Und staunen Sie!
Portrait
Shaun Usher ist Autor und alleiniger Betreiber der Blogs lettersofnote.com und listsofnote.com. Seine Rolle als "Kurator" von Korrespondenz ist insofern bemerkenswert, als er regelmäßig von seinen Freunden beschimpft wird, weil er ihre Anrufe, E-Mails und - eher selten - Briefe zumeist unbeantwortet lässt. Usher lebt mit seiner Frau Karina und seinen beiden Söhnen in Wilmslow. Letters of Note war sein erstes Buch, das gleich ein Weltbestseller wurde. Lists of Note wurde ein ähnlicher Erfolg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Shaun Usher
Seitenzahl 440
Erscheinungsdatum 17.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27002-2
Verlag RH / Heyne Encore
Maße (L/B/H) 28/20,3/4 cm
Gewicht 1810 g
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MORE LETTERS OF NOTE - Shaun Ushers zweite Zusammenstellung faszinierender Briefe in optisch überzeugender Aufbereitung
von j.h. aus Berlin am 29.10.2016

Was wären wir ohne Briefe? Oder besser: Was waren wir ohne Briefe? Denn deren Verbreitung ist nun einmal – vorsichtig gesagt – rückläufig. E-Mails oder gar Messages via Facebook oder WhatsApp werden eher selten ausgedruckt und archiviert. Vieles wird so verloren gehen, was früher erhalten blieb und uns so... Was wären wir ohne Briefe? Oder besser: Was waren wir ohne Briefe? Denn deren Verbreitung ist nun einmal – vorsichtig gesagt – rückläufig. E-Mails oder gar Messages via Facebook oder WhatsApp werden eher selten ausgedruckt und archiviert. Vieles wird so verloren gehen, was früher erhalten blieb und uns so noch heute erfreuen oder berühren kann. Was gab es alles für Briefe: Liebesbriefe, Abschiedsbriefe, Brandbriefe, Mitteilungen von historischem Rang oder auch gar Bösartiges: Papier ist bekanntlich geduldig. Nur haben die meisten Briefe oder Mitteilungen keinerlei bleibenden Wert und landen früher oder später zielgerichtet in der runden Ablage ... Nach dem überragenden Erfolg seines opulenten Buches LETTERS OF NOTE hat sich Autor Shaun Usher erneut des Phänomens der besonderen Briefe angenommen. Seine Funde faszinieren den Leser in ihrer Vielschichtigkeit und geben manchen Anlass zum Nachdenken wie zum Schmunzeln. 122 Briefe sind in dem zweiten schweren Band optisch virtuos zusammengestellt - illustriert mit Reprints, Illustrationen oder einem Porträt des Erstellers. In der Randspalte werden der Briefschreiber und dessen Intention kurz vorgestellt. Brief 001 ist das leicht vergiftete Dankeschön (2014) von Comiczeichner Robert Crumb für die Übersendung der neuen Platte des Free-Jazz-Saxofonisten Mats Gustafsson und die abschließende Nr. 122 der anrührende Bericht eines englischen Captains über die weihnachtliche Waffenruhe am 24.12.1914 an seine Frau. Crumbs Brief von 2014 ist auch der aktuellste. Das älteste Exponat ist ein Totenbrief (etwa 2000 v. Chr.), der als Schrift auf einer Terracotta-Schale erhalten blieb. Während sich Aldous Huxley (011) in seinem Brief von 1949 an George Orwell anerkennend über dessen Werk "1984" äußerte, hat William Burroughs (046) 1970 an Truman Capotes Werk ("Als Autor sind Sie erledigt. Ende der Durchsage.") spürbar wenig Gefallen gefunden. Immerhin wahrte er noch etwas Höflichkeit, was man von Hunter S. Thompson (068) als RollingStones-Redakteur im Brief (1973) an Anthony Burgess eher nicht sagen kann: "Halten Sie uns für einen Haufen gehirnamputierter Eidechsen? Für reiche Unterweltler? Für dilettantische Diebe? Sie fauler S***anzlutscher." Das man Absagen auch dezenter formulieren kann, zeigt Brian Doyle (014) im seit 2012 verwendeten Standard-Absagebrief des PortlandMagazin: "Vielen Dank für Ihre wunderbare und geistreiche Einsendung. Bedauerlicherweise können wir diese jedoch nicht in unserem Magazin abdrucken. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Das Wetter ist scheußlich. Wir haben Rückenschmerzen. …" Natürlich drehen sich viele Briefe eher um Persönliches - und die Liebe im Besonderen. Noel Coward (164) tröstete seine langjährige enge Freundin Marlene Dietrich 1956 über Liebeskummer. Richard Burton (024) nimmt 1973 mit "Na gut, mein Pummelchen. Bei Gott, Du bist weg!" Abschied von Liz Taylor – wobei auf die Scheidung eine weitere Hochzeit folgte. Eine eigenartige Liebeserklärung sandte Felicia Bernstein (092) ein Jahr nach der Hochzeit 1952 an Leonard: "Du bist homosexuell und wirst dich womöglich nie ändern." Doch erst Felicias Tod trennte das Paar 1978. An ihr ungeborenes Kind ("in elf Wochen wirst du bereit sein") schrieb 1941 die amerikanische Soziologin Jessie Bernard (026). Der spätere CIA-Direktor Richard Helms (063) grüßte 1945 seine Familie mit Original-Hitler-Briefpapier vom Obersalzberg. Und nahezu euphorisch fiel 1967 David Bowies Reaktion (054) auf seinen ersten amerikanischen Fan-Brief aus. Dramatisch hingegen sind der Abschiedsbrief des 1953 wegen Spionage in Amerika hingerichteten Ehepaars Ethel und Julius Rosenberg (075) an seine beiden Söhne oder jener der in einem kommunistischen Schauprozess 1950 in Prag zum Tode verurteilten Milada Horáková (118) an ihre Tochter. Auch Che Guevara (116) verfasste um 1965 sicherheitshalber einen Abschiedsbrief an seine fünf Kinder und wünscht, sie mögen gute Revolutionäre werden. Der HEYNE VERLAG veröffentlicht das Werk erfreulich schnell in deutscher Ausgabe, an der 35 Übersetzer unter Leitung der Redakteure Kristof Kurz und Markus Naegele mitwirkten. Ein Buch zum Stöbern und Staunen - und auf jeden Fall ein toller Geschenktipp! Abschließend für alle Angestellten noch interne Memos von 1978 (030) des CEO der Tiger Oil Company, die in Zeiten der "Political Correctness" so wohl nicht mehr möglich wären: "Geschwätz und Tratsch zwischen den Mitarbeitern in diesen Büros führt zu fristloser Kündigung." Oder: "Ich fluche, aber da ich der Eigentümer dieses Unternehmens bin, ist das mein Privileg, und dieses Privileg sollte nicht auf andere Angestellte ausgedehnt werden." Und noch besser: "Die Möbel in diesen Büros sind teuer: LEGEN SIE NICHT IHRE FÜSSE DARAUF AB!! Ich bezahle Sie fürs Arbeiten – und nicht dafür, dass sie mit den Füßen auf dem Schreibtisch in Ihrem Bürostuhl lümmeln."