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Die Vegetarierin

Roman. Ausgezeichnet mit dem Man Booker International Prize 2016

(40)
Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.
Portrait
 Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als Dichterin, seitdem erschienen zahlreiche Romane, die unter anderem mit dem mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Für "Die Vegetarierin" erhielt sie 2016 gemeinsam mit ihrer Übersetzerin den Man Booker International Prize. Zuletzt erschien von ihr bei Aufbau der Roman "Menschenwerk", der ebenfalls für den Man Booker International Prize nominiert war und mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis ausgezeichnet wurde. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 190
Erscheinungsdatum 15.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03653-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,2/13,4/2,2 cm
Gewicht 317 g
Originaltitel The Vegetarian
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Zerbrochene Seelen“

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

Mit diesem bedrückenden Roman über soziale Zwänge, Scham, Obsession und Unterdrückung hat die südkoreanische Autorin Han Kang den "Man Booker International Prize" gewonnen.

Yeong-hye ist eine pflichtbewusste junge Frau, die in einer stabilen, wenngleich vollkommen lieblosen Ehe lebt. Als sie, von schlimmen Träumen geplagt, beschließt Vegetarierin zu werden, verändert diese Entscheidung nicht nur ihr eigenes Leben...

Dieser Roman wird von drei Personen, Yeong-hyes Ehemann, Schwager und Schwester, erzählt und schildert den langsamen Verfall der Hauptfigur und wie dieser von den Leuten um sie herum erlebt wird.
Ich finde diesen Roman sehr bedrückend. Die totale Abwesenheit jeglicher Form von Liebe, die ständige Unterordnung der Frau und die Tatsache, dass jeder dieser einsamen Charaktere sein eigenes Problempäckchen zu tragen hat, ohne mit jemandem darüber reden zu können, machen diesen Roman zu einer anstrengenden Lektüre.

Ob mir "Die Vegetarierin" gefällt, fällt mir schwer zu sagen. Die Geschichte ist definitiv interessant, für meinen Geschmack allerdings zu unversöhnlich. Wovon ich allerdings begeistert bin, ist das Cover - das ist einfach grandios gestaltet!
Mit diesem bedrückenden Roman über soziale Zwänge, Scham, Obsession und Unterdrückung hat die südkoreanische Autorin Han Kang den "Man Booker International Prize" gewonnen.

Yeong-hye ist eine pflichtbewusste junge Frau, die in einer stabilen, wenngleich vollkommen lieblosen Ehe lebt. Als sie, von schlimmen Träumen geplagt, beschließt Vegetarierin zu werden, verändert diese Entscheidung nicht nur ihr eigenes Leben...

Dieser Roman wird von drei Personen, Yeong-hyes Ehemann, Schwager und Schwester, erzählt und schildert den langsamen Verfall der Hauptfigur und wie dieser von den Leuten um sie herum erlebt wird.
Ich finde diesen Roman sehr bedrückend. Die totale Abwesenheit jeglicher Form von Liebe, die ständige Unterordnung der Frau und die Tatsache, dass jeder dieser einsamen Charaktere sein eigenes Problempäckchen zu tragen hat, ohne mit jemandem darüber reden zu können, machen diesen Roman zu einer anstrengenden Lektüre.

Ob mir "Die Vegetarierin" gefällt, fällt mir schwer zu sagen. Die Geschichte ist definitiv interessant, für meinen Geschmack allerdings zu unversöhnlich. Wovon ich allerdings begeistert bin, ist das Cover - das ist einfach grandios gestaltet!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
17
15
5
2
1

Hart und skurril!
von einer Kundin/einem Kunden am 03.04.2018
Bewertet: Taschenbuch

Wer das Aussergewöhnliche sucht, ist mit "der Vegetarierin" bestens bedient! Hart und geradlinig und gerade deshalb so absolut fesselnd! Bei diesem Buch weiss ich im ersten Moment gar nicht so recht, wie gut oder nicht gut es mir gefällt... Alles in allem wollte ich aber unbedingt weiter lesen und hatte es auch... Wer das Aussergewöhnliche sucht, ist mit "der Vegetarierin" bestens bedient! Hart und geradlinig und gerade deshalb so absolut fesselnd! Bei diesem Buch weiss ich im ersten Moment gar nicht so recht, wie gut oder nicht gut es mir gefällt... Alles in allem wollte ich aber unbedingt weiter lesen und hatte es auch in kürzester Zeit durch - das letzte Drittel allerdings, hätte ich mir gerne nicht ganz so konfus gewünscht! Lesen Sie es selbst und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil!

von einer Kundin/einem Kunden am 27.03.2018
Bewertet: anderes Format

Es entrollt sich eine düstere Geschichte über die "abnormale" Konsumentscheidung der jungen Hauptfigur- eine dramatische Geschichte über den Umgang mit Querdenkern...

Außergewöhnlich!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2018

Ein fesselndes, schonungsloses und schnörkelloses Buch! Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in Seoul ein überaus durchschnittliches, fast langweiliges Leben führt und von heute auf morgen zur Vegetarierin wird und damit alles Tierische aus ihrer Umgebung verbannt. Dies ist ihre Art der Rebellion. Doch dies ist nur der... Ein fesselndes, schonungsloses und schnörkelloses Buch! Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in Seoul ein überaus durchschnittliches, fast langweiliges Leben führt und von heute auf morgen zur Vegetarierin wird und damit alles Tierische aus ihrer Umgebung verbannt. Dies ist ihre Art der Rebellion. Doch dies ist nur der Anfang. Was dies alles mit sich bringt, ist erschreckend und aufwühlend. Die Geschichte ist in 3 Kapitel eingeteilt und wird damit aus 3 verschiedenen Perspektiven dargestellt - aus der ihres Ehemanns, ihres Schwagers und ihrer Schwester. Mit leichter, klarer, sachlicher Sprache taucht man hier in die spannenden psychologischen Tiefen der jeweiligen Personen ein. Das Thema der Pflanzen zieht sich durch das gesamte Buch - ob in der Ernährung, in Träumen, als Körperbemalung oder am Ende als Wunsch, ein Baum zu werden. Skurril, zum Teil surreal. Es ist auch eine Erzählung, in der die Grenzen verschwimmen - zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen angespanntem Gemütszustand und psychischer Erkrankung. Auf jeden Fall ist das Buch eine eher zwischenmenschliche, als eine handlungsreiche Geschichte, in der auch die Gesellschaft und die sozialen Zwänge Südkoreas kritisch beleuchtet werden.