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Hamlet

Reclams Universal-Bibliothek

"Hamlet" ist das meistgespielte Stück Shakespeares und Hamlet ist Shakespeares berühmteste Figur. Als vor rund 250 Jahren die Shakespeare-Begeisterung in Deutschland um sich griff, gehörte auch ein sogenanntes >Hamlet-Erlebnis<, nämlich die Identifikation mit dem melancholischen Dänenprinzen, zu den Reaktionen auf Shakespeares Stücke. Die menschliche Psyche und ihre Widersprüchlichkeiten sowie die Reflexion über Ich, Fiktion und Welt stehen in diesem Stück auf dem Prüfstand, und nicht umsonst hat der berühmteste Monolog der Theatergeschichte in diesem Stück seinen Platz: "To be or not to be, that is the question" / "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage".

Die sogenannte Schlegel-Tieck-Übersetzung, zu der August Wilhelm Schlegel und - unter Mitübersetzer- und Herausgeberschaft von Ludwig Tieck - auch Dorothea Tieck und Wolf Heinrich Graf Baudissin beigetragen haben, ist im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem eigenständigen deutschen Klassiker geworden. Indem sich die Übersetzer der Literatursprache der deutschen Klassik im Gefolge Goethes und Schillers bedienten, schufen sie ein poetisches Übersetzungswerk von großer sprachlicher Geschlossenheit und weitreichender Wirkung. - Text in neuer Rechtschreibung.

Gertrude, die Witwe des Königs von Dänemark, hat dessen Bruder Claudius geheiratet, der nun König ist. Gertrudes Sohn, der wie sein verstorbener Vater Hamlet heißt, hat eine Erscheinung seines toten Vaters, der ihm erklärt, von seinem Bruder Claudius getötet worden zu sein. Hamlet will Rache nehmen, der Gertrude und Claudius zum Opfer fallen, aber auch die von ihm geliebte Ophelia, Tochter des Oberkämmerers Polonius. Schließlich wird Hamlet von Ophelias Bruder Laertes getötet.

"Nichts ist fremd, überflüssig, oder zufällig in diesem Meisterstück des künstlerischen Tiefsinns." Friedrich Schlegel
Portrait
William Shakespeare (23.4.1564 in Stratford - 23.4.1616 in Stratford) gehört neben Christopher Marlowe und Ben Jonson zu den maßgeblichen Protagonisten des Elisabethanischen Theaters. Der Sohn eines Handschuhherstellers besucht eine Lateinschule und beginnt mit seiner Mitgliedschaft bei den Lord Chamberlain's Men (später King's Men) seine Karriere als Schriftsteller, Lyriker und Schauspieler. Ab 1599 ist Shakespeare Teilhaber des Globe Theaters in London. 1612 zieht er zurück in seine Heimatstadt Stratford, wo er seinen Lebensabend verbringt. Neben 154 Sonetten und Versdichtungen werden ihm 38 Dramen zugeschrieben, die er in einem Zeitraum von 21 Jahren zu Papier bringt. Bekannt sind Geschichtsdramen, wie etwa "Julius Cäsar" ("Julius Caesar"), "Heinrich V." ("King Henry V") oder "Richard III". Daneben stehen Komödien wie "Ein Sommernachtstraum" ("A Midsummer Night's Dream") oder "Viel Lärm um nichts" ("Much ado about nothing") oder Tragödien, wie "Macbeth", "Othello", "Hamlet" und "König Lear" ("King Lear"). In "Romeo und Julia" ("Romeo and Juliet") schuf Shakespeare eines der populärsten Liebespaare der Theatergeschichte.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Herausgeber Dietrich Klose
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 170 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783159610566
Verlag Reclam Verlag
Dateigröße 675 KB
Übersetzer August Wilhelm Schlegel
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Buchhändler-Empfehlungen

Sein oder Nichtsein,

Pia-Marie Graves, Thalia-Buchhandlung

das ist hier die Frage. Hamlet ist einer von Shakespeare's Klassikern und man muss diese Geschichte auf jeden Fall mal in irgendeiner Form gesehen, gehört oder gelesen haben. Übrigens? Wussten sie, dass Disney's Meisterwerk "König der Löwen" auf Hamlet basiert?

Kundenbewertungen

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Hamlet "sein oder nicht sein?"
von einer Kundin/einem Kunden aus Babenhausen am 04.05.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Absolut Empfehlenswert, die Geschichte. Wenn man nichts zu tun hat und sich ein bisseln abwechseln möchte ist diese Geschichte perfekt.

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die thematik des ewigen zweiflers und sein innerer kampf sind in der heutigen zeit, wo psychische erkrankungen seuchenweise auftreten, äusserst aktuell. ein empfehlenswertes buch um sich dem plutonischen prinzip anzunähern.

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Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gibt es ein Stück, aus dem mehr Zitate zum Allgemeingut geworden sind? Die selbst in abgewandelter Form, auf ihr Original hinweisen? Neben Romeo und Julia dürfte das Drama um den dänischen Kronprinzen wohl zu den meistbekannten Stücken bei Nichttheatergängern zählen. Der Vater ermordet, selbst tief in der Sinnkrise steckend wüte... Gibt es ein Stück, aus dem mehr Zitate zum Allgemeingut geworden sind? Die selbst in abgewandelter Form, auf ihr Original hinweisen? Neben Romeo und Julia dürfte das Drama um den dänischen Kronprinzen wohl zu den meistbekannten Stücken bei Nichttheatergängern zählen. Der Vater ermordet, selbst tief in der Sinnkrise steckend wütet Hamlet im Verlauf der Handlung durch den Hof für die scheinbar gerechte Sache. Er zieht eine Blutspur hinter sich her, treibt die unglücklich verliebte Ophelia in den Selbstmord und wird am Ende selbst gerichtet. Ein düsteres Werk, daß sein Überleben vor allem dem Umstand zu verdanken hat, daß es auf jede Zeit paßt, nicht zuletzt immer wieder im Film aktualisiert wird, sich Regisseure auf der Bühne dazu berufen fühlen, sich die Frage zu beantworten, was hat Hamlet mit uns zu tun? Alles. Shakespeare hat eine Fabel auf die Menschheit geschrieben. Wir nehmen uns, was wir zu unserem Glück glauben, unbedingt besitzen zu müssen. Selbst Hamlet dient der Gerechtigkeit nicht allein, nachdem die Mutter sich mit dem Mörder des Vaters vermählt hat. Er ist so in sich versponnen, daß man ihn sich schlecht als weisen König vorstellen könnte. Shakespeares Stärke beruht auch hier wieder in den zahlreichen Nebenfiguren. In Horatio, Polonius, Güldenstern und Rosenkranz, in denen er weitere Varianten menschlichen Strebens vorführt. Ein Stück, das immer neue Deutungen provoziert, obwohl alle glauben alles bereits darüber gesagt zu haben. So lebendig, so unsterblich.