>> Ihre Thalia-Vorteile: Entdecken Sie unsere Services im Überblick!

Eiszeit in der Weltwirtschaft

Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen (ungekürzte Lesung)

(1)
Privatanlegern erschien die Finanzkrise von 2008 noch als kurzer Schneesturm, der bald vorüber sein würde. Doch mittlerweile ist die gesamte Weltwirtschaft erstarrt. Mit negativen Konsequenzen für unsere Privatvermögen, die langsam, aber sicher schrumpfen. Was können wir tun, um unser Geld zu retten? Daniel Stelter umreißt die vier wahrscheinlichsten Entwicklungsszenarien, auf die wir uns in naher Zukunft einstellen sollten: große Depression, Sanierung durch Schuldenschnitte, Vermögensabgaben und Inflation. Daraus leitet er rationale Strategien ab, die uns helfen, unsere Vermögen zu erhalten - egal, was passiert.

"Daniel Stelter gelingt eine ausgezeichnete Analyse der aktuellen Situation der globalen Ökonomie. Die Folgen für Anleger sind dramatisch: deutlich geringere zukünftige Renditen und eine zunehmende Gefahr von schweren Krisen an den Finanzmärkten."
Marc Faber, Herausgeber des Gloom, Boom & Doom Report und einer der einflussreichsten Investoren der Welt
Portrait
Dr. Daniel Stelter ist Senior Partner and Managing Director der Boston Consulting Group in deren Büro in Berlin und weltweiter Leiter der Praxisgruppe Corporate Development. In seiner Arbeit begleitet er Unternehmen von der Erarbeitung der Portfoliostrategie bis zur Umsetzung von Akquisitions- und Desinvestitionsentscheidungen. Vor seinem Eintritt in die Boston Consulting Group 1990 promovierte Dr. Stelter an der Hochschule St. Gallen zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften und erwarb dort auch seine ersten praktischen Erfahrungen im Bereich Banking und Consulting (Management Zentrum St. Gallen).
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Markus Böker
Erscheinungsdatum 19.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783954714834
Verlag ABOD Verlag GmbH
Spieldauer 600 Minuten
Format & Qualität MP3, 599 Minuten
Hörbuch-Download (MP3)
0,00
im Hörbuch-Abo / Monat
inkl. gesetzl. MwSt.
30 Tage kostenlos testen
Danach 9,95 € für 1 Hörbuch pro Monat, monatlich kündbar
Im Abo kaufen
Hörbuch-Download (MP3)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar i
In der Cloud verfügbar
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Eiszeit in der Weltwirtschaft

Eiszeit in der Weltwirtschaft

von Daniel Stelter
Hörbuch-Download (MP3)
19,95
+
=
Der Tod kann mich nicht mehr überraschen

Der Tod kann mich nicht mehr überraschen

von Heike Vullriede
Hörbuch-Download (MP3)
9,95
+
=

für

29,90

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
1
0
0
0
0

"Das Ponzi-System darf nicht zusammenbrechen"
von Dr. M. am 10.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Charles Ponzi wanderte Anfang des letzten Jahrhunderts aus Italien in die USA ein. Er entwickelte nach einer kriminellen Karriere ein System, das seinen Kunden enorme Gewinne in kurzer Zeit versprach. Forderungen von Altkunden erfüllte er stets mit den Geldern neuer Klienten. Man kann sich leicht überlegen, wie schnell der... Charles Ponzi wanderte Anfang des letzten Jahrhunderts aus Italien in die USA ein. Er entwickelte nach einer kriminellen Karriere ein System, das seinen Kunden enorme Gewinne in kurzer Zeit versprach. Forderungen von Altkunden erfüllte er stets mit den Geldern neuer Klienten. Man kann sich leicht überlegen, wie schnell der Kundenbestand wachsen muss, damit das System nicht zusammenbricht. Nachahmer von Ponzi, etwa Bernard Madoff, erlebten einen solchen Zusammenbruch genau so wie Ponzi selbst. Es reichen immer schon gewisse Ungereimtheiten, die zwangsläufig irgendwann auftreten und am Vertrauen der gierigen Anleger nagen. Dann treten massenweise Forderungen auf, und das System fällt in sich zusammen. Was hat das nun alles mit der Lage der Weltwirtschaft zu tun? Nun, hier läuft ein ganz ähnlicher Prozess. Allerdings werden die Betreiber dieses Ponzi-Systems niemals lebenslang wie Madoff in den Knast gehen. Der Schuldenstand insbesondere von Staaten erweist sich inzwischen als viel zu hoch, um ihn je wieder geordnet abtragen zu können. Mit immer neuen Schulden versuchen die Regierenden in Ponzi-Manier wenigstens die Zinsen für ihre Schulden zu bezahlen. Sie kaufen Zeit, damit das unweigerlich kommende Desaster nicht in ihre Amtszeit fällt. Doch das Risiko eines plötzlichen Unfalls, der das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen kann, steigt ständig. Daniel Stelter befasst sich in diesem Buch mit den möglichen Endszenarien dieser verantwortungslosen Politik und zeigt, welche Strategien es nach seiner Auffassung zur Rettung eines eventuellen Vermögens bei diesen Szenarien gibt. Zwei Drittel des Buches widmet er dabei der Analyse und möglichen Szenarien, das letzte Drittel den vermögenssichernden Strategien. Der erste von vier Teilen dieses Buches zeichnet den ?Weg in die Eiszeit? nach. Er führt über die Verschuldungsorgien der Staaten beginnend mit der Auflösung der Goldbindung des Dollars bis zur desaströsen Rolle der europäischen Kunstwährung. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Geldschöpfungsprozess der Banken, der von der Öffentlichkeit und sogar von manchen Volkswirten nicht richtig verstanden wird. Die ganze Entwicklung wird von der demografischen Situation und der fehlenden Investitionsbereitschaft von Staat und Wirtschaft in Deutschland und Europa verschärft. Stelter geht dabei auf sehr viele Detailprozesse ein, vergleicht die Lösungsansätze in Island und Griechenland, räumt erneut mit dem Märchen auf, dass die Deutschen Profiteure des Euro wären und zeigt, warum sich Umverteilungsideologen irren, weil sie die Ursachen für die auseinanderdriftenden Einkommen nicht wirklich verstehen. Im zweiten Teil geht es Stelter um die verhängnisvolle Rolle der Politik in diesem Prozess in den ökonomischen Stillstand, den er ?Eiszeit? nennt. Bekanntlich reagieren die Herrschenden stets mit noch mehr Schulden auf eine Schuldenkrise, wobei diese Schulden völlig unproduktiv genutzt werden. Sie dienen lediglich dazu, ein bankrottes System am Leben zu erhalten. Im Kleinen sieht man dieses Prinzip in Griechenland. Niemals, so erklärt Stelter wird Griechenland seine durch diesen unsinnigen ?Rettungsprozess? ins Gigantische gewachsenen Schuldenberg auch nur ein wenig abtragen können, weil es überhaupt keine Chance bekommt, wettbewerbsfähig zu werden. Stelter zählt Maßnahmen auf, die uns noch mit einem dunkelblauen Auge davonkommen ließen, die aber keine realistische Chance besitzen, weil sie das komplette Versagen der politischen Elite sofort aufdecken würden. Am Ende dieses Teil diskutiert er die Situation in Japan, das uns wahrscheinlich bereits um Jahre voraus ist und klar zeigt, wohin die Reise geht. Dort existieren bereits Vorschläge, wie man die Staatsverschuldung trickreich auflöst. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten und scheint eher zweifelhaft. Im dritten Teil zeigt Stelter auf, was uns wahrscheinlich für mehrere Jahrzehnte blühen wird. Da die Bereinigung der Wirtschaft durch Rezessionen in den letzten Jahren immer wieder massiv durch Geldschwemmen unterdrückt wurden, sind Fehlinvestitionen und und nicht wettbewerbsfähige Strukturen im Markt verblieben. Das bremst oder verhindert eine wirtschaftliche Dynamik in Europa. Doch auch die Nebenwirkungen dieses ?billigen Geldes? sind erheblich: Es ?führt zur Inflation der Vermögenspreise und unproduktiver Verschuldung, was dann wiederum einen Einbruch und eine noch größere Krise verursacht, auf die erneut mit billigerem Geld reagiert wird.? Eigentlich wären im Angesicht der drohenden Katastrophe drastische Maßnahmen nötig, schreibt Stelter. Sie sollten den Schuldenüberhang beseitigen oder wenigstens reduzieren, das Wachstum stärken und das Finanzsystem nachhaltig reformieren. Doch die Chancen auf eine Realisierung solcher Maßnahmen sind äußerst gering. Schuldenschnitte würden das Versagen der Eliten auch einer breiteren Öffentlichkeit offenbaren. Eine wirksame Regulierung des Finanzsystem stößt auf heftigen Widerstand und kollidiert mit der Abhängigkeit der Schuldenmacher von diesem System. Für eine Stärkung des Wachstums müsste der Staat in Vorleistung gehen. Doch er verbrennt seine Kredite und Steuereinnahmen lieber für unproduktive Wohltaten. Wenn solche Maßnahmen ausbleiben, dürfte die kommende Krise lang und tief ausfallen, weil sie durch andere Faktoren wie etwa die demografische Entwicklung noch zusätzlich verschärft werden wird. Stelter geht auch auf eine notwendige Geldreform ein, die einige Probleme lösen würde. So könnte etwa die Einführung von Vollgeld, wie sie von einigen Ökonomen vorgeschlagen wird, zu sehr guten Lösungsansätzen führen. Das würde aber beispielsweise den geordneten Austritt Deutschlands aus dem Euro (für Stelter die einzig vernünftige Variante) und eine Disziplin des Staates bei seinen Finanzen erfordern, die man so noch nie gesehen hat. Ein solches Szenario ist mit dem gegenwärtigen Personal undenkbar. Im letzten Teil widmet sich Stelter der Vermögensrettung. Er spielt dabei verschiedene Szenarien durch und erklärt, was man dann seiner Meinung nach tun sollte. Kurz gesagt favorisiert er Gold und ein diversifiziertes Aktienportfolio von Qualitätsunternehmen möglichst nicht aus Europa. Da niemand genau weiß, was passieren wird, sind solche Empfehlungen entweder sehr allgemein (wie hier) oder am Ende immer falsch. Qualität und Sachwerte, die man leicht wieder zu Geld machen kann, sind dabei wohl niemals ein Fehler, auch wenn man hinnehmen muss, Wert einzubüßen. Schließlich wird irgendwer die Schulden bezahlen müssen. Und das werden gewiss nicht die sein, die sie gemacht haben. Die Krise von 2008 hat offengelegt, dass bei einer plötzlich eintretenden Krise (mit der man auch nach Stelter jederzeit rechnen muss, weil sich die Wahrscheinlichkeit von unkontrollierbaren Ereignissen immer mehr erhöht) auch ein diversifiziertes Depot nicht retten lässt. Und im Fall der Stelterschen Eiszeit muss man sowieso einen langen Atem haben, denn die könnte nach Ansicht des Autors Jahrzehnte andauern. In Japan geht sie inzwischen bald ins dritte Jahrzehnt ohne dass dort auch nur eines der Probleme wirklich gelöst ist.