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Aron und der König der Kinder

Roman

(5)
Aron, ein kleiner polnisch-jüdischer Junge, ist in seiner nicht gerade kleinen, armen Familie so etwas wie eine Katastrophe auf zwei Beinen. Nichts will ihm so recht glücken und alles macht er kaputt. Doch halb Tom Sawyer, halb Simplicius er ist ein guter Kerl.
Aron hat leider keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Verrat und Tod lauern jederzeit. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinauswachsen lässt.
Der preisgekrönte amerikanische Autor Jim Shepard erzählt in diesem spannenden und lakonisch-anrührenden Roman aus dem Warschauer Ghetto eine Geschichte von Menschwerdung und Überleben in einer inhumanen Welt und berichtet von einer Dimension des Menschlichen, die noch das Finsterste überstrahlt.
Portrait

Jim Shepard, geboren 1956, lebt mit seiner Familie in Williamstown, Massachusetts und lehrt am Williams College. Er hat sechs Romane und vier Erzählsammlungen veröffentlicht und hat u. a. The Story Prize gewonnen. Viele seiner Erzählungen sind in den Anthologien von „The Best American Short Stories“ vertreten.
Claudia Wenner lebt als Schriftstellerin, Publizistin und Übersetzerin in Frankfurt und Pondicherry. Sie übersetzte u. a. Werke von Virginia Woolf und gab eine Anthologie indischer Literatur heraus, „Die Geister Indiens“ (2006). Für C.H.Beck übersetzte sie den Roman „Das verbotene Glück der anderen“ von Manu Joseph (2012).

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 270 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.12.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783406689604
Verlag C.H.Beck
Übersetzer Claudia Wenner
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Geht unter die Haut“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Bevor sie ins Warschauer Ghetto getrieben und zusammengepfercht werden, lebte Aron mit seiner Familie in einem Haus an der litauischen Grenze. Sein Vater, der als Tagelöhner ständig auf der Suche nach Geld ist, seine Mutter, die in fremden Haushalten putzt, seine älteren Brüder und sein jüngerer Bruder. Von allen Familienmitgliedern wird Aron als Katastrophe auf zwei Beinen bezeichnet. Nichts scheint ihm zu gelingen. Regelmäßig wird er vom Vater verprügelt. Als Deutschland Polen überfällt und die Juden im Warschauer Ghetto eingesperrt werden, wird das Überleben ein täglicher Kampf. Aron schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an. Um an Essen und Kleidung zu kommen, gibt es keine andere Möglichkeit als zu schmuggeln und zu stehlen. Wer erwischt wird, wird an die Wand gestellt und sofort erschossen. Trotzdem lassen sich die Mädchen und Jungen nicht davon abhalten. Sie sichern das Überleben ihrer Familien und auch ihr eigenes. Viele Kompromisse und von Ordnungsorganen erpresste Vereinbarungen machen den Schmuggel für Aron immer schwieriger. Als er auf der Straße landet und vor Hunger fast stirbt, wird er in letzter Minute von Dr. Janusz Korczak aufgelesen und in sein Waisenhaus gebracht. Aron bewundert den Doktor. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt und wird Aron für immer verändern.
Großes Leseerlebnis das unter die Haut geht.
Bevor sie ins Warschauer Ghetto getrieben und zusammengepfercht werden, lebte Aron mit seiner Familie in einem Haus an der litauischen Grenze. Sein Vater, der als Tagelöhner ständig auf der Suche nach Geld ist, seine Mutter, die in fremden Haushalten putzt, seine älteren Brüder und sein jüngerer Bruder. Von allen Familienmitgliedern wird Aron als Katastrophe auf zwei Beinen bezeichnet. Nichts scheint ihm zu gelingen. Regelmäßig wird er vom Vater verprügelt. Als Deutschland Polen überfällt und die Juden im Warschauer Ghetto eingesperrt werden, wird das Überleben ein täglicher Kampf. Aron schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an. Um an Essen und Kleidung zu kommen, gibt es keine andere Möglichkeit als zu schmuggeln und zu stehlen. Wer erwischt wird, wird an die Wand gestellt und sofort erschossen. Trotzdem lassen sich die Mädchen und Jungen nicht davon abhalten. Sie sichern das Überleben ihrer Familien und auch ihr eigenes. Viele Kompromisse und von Ordnungsorganen erpresste Vereinbarungen machen den Schmuggel für Aron immer schwieriger. Als er auf der Straße landet und vor Hunger fast stirbt, wird er in letzter Minute von Dr. Janusz Korczak aufgelesen und in sein Waisenhaus gebracht. Aron bewundert den Doktor. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt und wird Aron für immer verändern.
Großes Leseerlebnis das unter die Haut geht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Wahnsinnsbuch!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein Wahnsinnsbuch! Wichtig gegen das Vergessen. Geht unter die Haut. Beruht auf wahren Begebenheiten. Faszinierend, wie authentisch Shepard die Sprache seiner Geschichte anpasst. Vom Erzählstil erinnert es an "Die Asche meiner Mutter". Unbedingt lesen!

von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2017
Bewertet: anderes Format

Eine Kindheit im Warschauer Ghetto und die Freundschaft zu einem Arzt und Pädagogen, der sich bis zuletzt für die verlorenen Kinder einsetzt - eine berührende Geschichte.

Nicht einfach, aber lohnend
von einer Kundin/einem Kunden aus Herbstein am 14.02.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Dass "Aron und der König der Kinder" kein Buch ist, das man einfach mal schnell nebenher liest, liegt nicht nur am Thema. Fehlende Kapiteleinteilungen, jüdische Ausdrücke, die nicht erklärt werden sowie die distanzierte, nüchterne Erzählweise machen es dem Leser nicht leicht, in der Geschichte um den Waisenjungen Aron und... Dass "Aron und der König der Kinder" kein Buch ist, das man einfach mal schnell nebenher liest, liegt nicht nur am Thema. Fehlende Kapiteleinteilungen, jüdische Ausdrücke, die nicht erklärt werden sowie die distanzierte, nüchterne Erzählweise machen es dem Leser nicht leicht, in der Geschichte um den Waisenjungen Aron und den berühmten Arzt und Pädagogen Janusz Korczak anzukommen. Dennoch lohnt sich die Mühe: Aus Arons Perspektive erfahren wir viel über seine dysfunktionale Familie und die immer schlimmer werdende Situation der jüdischen Bevölkerung in Warschau. Mit dem Einmauern der Bevölkerung in einem Ghetto hat der Schrecken gerade mal begonnen; bis zum Ende sind die Menschen, die dort leben, immer schlimmeren Schikanen und lebensunwürdigen Bedingungen ausgesetzt. Aron bekommt von seiner Familie oft zu hören, dass er nur an sich selbst denke und ihnen ständig Ärger mache - etwas, wofür ich im Buch eigentlich keine Hinweise finden konnte. Mir tat Aron eher leid; dass er selbst ein negatives Bild von sich selbst hat und den immerwährenden Vorwürfen seiner Umwelt glaubt, ist kein Wunder. Dabei tut er sein Möglichstes, um unter Lebensgefahr die nötigen Dinge zum Überleben für seine Familie zu besorgen, notfalls auch durch Schmuggeln und Stehlen. Mehrmals kreuzt Aron den Weg des damals schon berühmten "Alten Doktors" Janusz Korczak, der seine Popularität gezielt nutzt, um den Kindern in seinem Waisenhaus das Überleben zu sichern. Später wird er bei ihm im Waisenhaus leben und die täglichen Bemühungen Korczaks entgegen der immer stärker werdenden Bedrohung durch die Nazis hautnah miterleben. Trotz einiger Kritikpunkte (fehlendes Glossar, fehlende Kapiteleinteilung) halte ich "Aron und der König der Kinder" für ein wichtiges Buch, weil es Janusz Korczak und seine Mitstreiterin Madame Stefa nicht so darstellt, als wären sie von Geburt an zum Heldentum bestimmt und hätten keine Sekunde an ihrem Auftrag gezweifelt. Jim Shepard schildert die beiden als ganz normale Menschen: Mit Hoffnungen, Enttäuschungen, Schwächen und ihren eigenen inneren Dämonen wie im Falle von Korczak die Geisteskrankheit seines Vaters oder bei Madame Stefa die Überzeugung, hässlich zu sein. Anfangs war ich etwas enttäuscht, weil ich mit Aron, obwohl ich ihn sympathisch fand, nicht so mitfiebern konnte wie etwa mit den Protagonisten aus "Ein Stück Himmel" oder "Die Bücherdiebin"; im Rückblick fand ich es sehr wohltuend, dass der Autor hier nicht unnötig auf die Tränendrüse drückt. Die Ereignisse sind auch so schon traurig genug und man spürt förmlich die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Gerade durch die nüchterne Erzählweise und dadurch, dass man oft genug zwischen den Zeilen lesen muss, wirkt die Geschichte um so eindrücklicher nach. Manche Leser werden jetzt fragen, ob es wirklich nötig ist, noch ein weiteres Buch über den Holocaust zu schreiben, wo es doch schon so viele davon gibt. Ich finde: Ja, unbedingt. Dass dieses traurige Thema auch heute noch die Menschen so sehr beschäftigt, dass Autoren Bücher darüber schreiben und Leser Bücher darüber lesen wollen, finde ich sehr wichtig.