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A wie B und C

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Irgendetwas stimmt nicht im Leben von A. Ihre fast symbiotische Freundschaft mit ihrer Mitbewohnerin B und ihre unkomplizierte, wenngleich etwas langweilige Beziehung mit ihrem Freund C erfüllen sie nicht mehr. Was fehlt? Glück? Lebensfreude? Endlich mal wieder etwas Anständiges zu essen? A entscheidet sich, auf die einzige Art auszubrechen, die diese seltsame Welt verdient: Um ihren Körper von innen zu reinigen, verschreibt sie sich einem Kult um eine synthetische Süßspeise.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783036993232
Verlag Kein und Aber (Bücher+Tonträger), Zürich
Übersetzer Guntrud Argo, Michael Kellner
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
2
11
2
1
2

sehr verwirrend, aber mit tiefgründiger Botschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Glashütte am 14.09.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Inhalt A ist eine attraktive junge Frau. B ist ihre Mitbewohnerin, die um jeden Preis so aussehen möchte wie A. C ist As Freund und schaut mit ihr am liebsten Haifisch-Dokumentationen oder Pornos. Als A eines Tages verschwindet, ahnen B und C nicht, dass sie sie womöglich nie wiedersehen werden. A wie B... Inhalt A ist eine attraktive junge Frau. B ist ihre Mitbewohnerin, die um jeden Preis so aussehen möchte wie A. C ist As Freund und schaut mit ihr am liebsten Haifisch-Dokumentationen oder Pornos. Als A eines Tages verschwindet, ahnen B und C nicht, dass sie sie womöglich nie wiedersehen werden. A wie B und C erzählt mit scharfem Blick und hintergründigem Humor von unserer Obsession, perfekt zu sein: wie Realityshows, Werbung und abstruse Trends uns in Beschlag nehmen und zu Leibeigenen unserer Körper machen. Meine Meinung Ich habe mir viel von dem modernen Roman von Alexandra Kleeman erwartet... wahrscheinlich etwas zu viel. Denn das einzige was der Roman erstmal bei mir hinterließ, war Verrwirrung und ein dumpfes, ungutes Gefühl bezüglich unserer heutigen Lebensweise und unseres Konsumverhaltens. Und irgendwie auch Ekel. Das mag an Kleemans nüchternen Schreibstil liegen, der dem Leser die nackte Wahrheit bietet sowie an der Namensgebung der Protagonisten: A, B und C - Stereotypen (daher auch nicht sehr komplex und vielfältig gezeichnet). Dadurch war ich nach dem ersten Lesen absolut kein Fan des Romans, aber meine Erwartungen waren auch gänzlich falsch. "A wie B und C" ist kein kitschiger feelgood-Roman mit Happy-End - nein, es ist eine schonungse Kritik unserer Konsumgesellschaft, die und Alexandra Kleeman uns da vor Augen führt. Da A aus ihrer gewohnten Lebenswelt ausbrechen möchte, verschreibt sich dem Kult um eine synthetische Süßspeise, um ihren Körper von innen zu reinigen. Der Schreibstil wie auch das Setting erinnert mich an Aldous Huxleys Dystopie "Schöne neue Welt", in der die Menschen, wie bei Kleeman, nur noch als lose Hüllen ihrer Selbst durch die Welt wandern. Bei Huxley ist dies bedründet durch die Erziehung und die gute-Laune-Droge Soma, bei Kleeman durch den täglichen Konsum und den ständigen Überfluss an allem Synthetischen, Ungesunden. Am Ende wird klar: alles Künstliche kann dem Echten (sei es Gemüse aus dem Garten, oder einfach nur tierisches wie auch menschliches Leben) niemals den Rang ablaufen. Fazit "A wie B und C" ist keine leichte Kost, aber das Lesen lohnt sich, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, was eine Welt, in der man nahezu ausnahmslos alles synthetisch herstellen kann, für den Menschen bedeutet. Wer kein Fan des nüchternen Schriebstils ist, muss sich allerding ein Wenig durch das Buch kämpfen. Daher 3,5 von 5 Punkten Titel: "A wie B und C" Autor: Alexandra Kleeman Verlag: Klein & Aber Erscheinungsdatum: 5. April 2016 Seitenzahl: 352 Seiten

A wie B und C
von simi159 am 24.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

A ist eine junge attraktive Frau. B ihre Mitbewohnerin und C der Freund von A. B hat ein Zimmer in der Wohnung von A gemietet und möchte so ein wie ihre sie. Sie kauft sehr wenig sondern leiht sich die Sachen, die sie braucht. Und wenn es mal nicht... A ist eine junge attraktive Frau. B ihre Mitbewohnerin und C der Freund von A. B hat ein Zimmer in der Wohnung von A gemietet und möchte so ein wie ihre sie. Sie kauft sehr wenig sondern leiht sich die Sachen, die sie braucht. Und wenn es mal nicht zum leihen vorhanden ist, überredet B Andere dazu, es zu kaufen, damit sie es ausleien kann. Auch beim Thema essen sind A und B sehr speziell. Sie essen sehr wenig, lutschen Wassereis oder essen Orangen. C Und A treffen sich gelegentlich und C distanziert sich von A. A verschwindet und taucht in einer sektenartigen KircheGemeinde, die "Gemeinsamen Esser"- die die Menschen von der Last ihres Köpers durch nicht essen befreien wollen, unter. Sehen B und C A je wieder? Fazit: So verwirrt/chaotisch/Sinnfrage wie meine Beschreibung klingt, so ist dieser Roman beim anlesen auch...Je weiter man liest, je mehr man von der komischen Handlung von A + B + C erfährt, ihrem Orangen schälen, ihrem Schminken, ihrem unendlichen Fernseh/Werbekonsum folgt, umso mehr merkt man, dass die Autorin, Alexandra Kleemann, dem Leser einen Spiegel vorhält und uns unser verrückt gewordenes Leben zeigt. Meine These ist, dass A + B + C sind ein und dieselbe Person, eine Art multiple Persönlichkeit, verschieden Charaktere eines Menschen, irgendwie sowas. Das kann sich der Leser so zusammenbauen, wie er glaubt, dass es gehört. Das Reduzierte, daß es keine Namen, sondern nur Buchstaben, als Personenbezeichnung gibt, daß vieles nur angedeutet, nicht explizit ausgesprochen/geschrieben wird, läßt dem Leser viel Raum für eigene Interpretationen, was die Autorin wohl gemeint hat. Das man soviel Freiraum hat, muss man aber auch aushalten/durchhalten können. Ein tolles Buch, mit einer ungewöhnlichen, nicht sehr einfachen Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es 4 STERNE.

Auf die Couch
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Literarische Überraschungen haben Seltenheitswert in einer Gewinnorientierten und normierten Verlagslandschaft und die amerikanische Literatur ist nicht gerade reich an innovativen Büchern, die jedes Genredenken sprengen. „A wie B und C“ ist so eine rare Perle. Nein, der Roman ist nicht immer leicht zu lesen. Nein, ich habe bestimmt nicht... Literarische Überraschungen haben Seltenheitswert in einer Gewinnorientierten und normierten Verlagslandschaft und die amerikanische Literatur ist nicht gerade reich an innovativen Büchern, die jedes Genredenken sprengen. „A wie B und C“ ist so eine rare Perle. Nein, der Roman ist nicht immer leicht zu lesen. Nein, ich habe bestimmt nicht immer alles verstanden. Vermutlich sogar viel weniger kapiert als ich glaube. Aber ich fand das Buch allemal unterhaltsam und ein Kunstwerk ist dieser Roman sowieso. Denn das Ding hier zeigt eine wahre menschliche Seele, blickt direkt in die Eingeweide eines Menschen und das wird rübergebracht in einer einzigartigen Sprache. Obwohl im Grunde schon im Titel mit drei Personen jongliert wird, geht es letztlich nur um eine Frau. A, B und C sind eine Person. A braucht B und C, wie die Luft zum Atmen. Warum das müssen wir einen Psychiater fragen. Sie erfüllen vielleicht eine gewisse Ventilfunktion, für das was der heimische Fernseher und die Werbemaschinerie mit ihrer Gedankenwelt anstellt. Die gesamte abstruse Handlung des Buches findet letztendlich unter "A"‘s Gehirnschale statt. Eine bizarre Welt, in die der Leser da eintaucht. Normalsein geht anders. Es ist eine unheimliche Reise auf die A geht. Eine Odyssee des Geistes, in der eine ganze Reihe von Neurosen moderner Menschen abgearbeitet werden. Selbst während „A“ Sex mit „C“ hat muss dieser noch zusätzlich einen Porno gucken, nicht um sich anzutörnen, sondern weil er in dem ständige Überangebot aller Möglichkeiten unmöglich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Vor allem zu Beginn des Textes fühlte ich mich als Leser ziemlich allein gelassen, in einem Irrgarten der Möglichkeiten. Was verdammt noch mal will die Autorin erzählen? Neben dem starken Medienkonsum und dem steten Bemühen schön auszusehen hat "A" ein drittes, nicht minder gesellschaftsfähiges Hobby. Ihr neurotisches Verhältnis zur Nahrungsaufnahme. Sie isst fortlaufend Kandy Kates und beginnt sich für die Kirche des vereinigten Essers zu interessieren. Sie will auf die helle Seite des Lebens gelangen. Rein werden. Perfekt sein. Eins sein mit sich selbst oder das was sie darunter versteht. Mit zunehmender Seitenzahl wird der Roman immer verständlicher und gleichzeitig immer abgedrehter. Ja, das geht! Insgesamt ist dieses Literarische Wagnis gelungen. Alexandra Kleeman bringt dem Leser eine erstaunliche Frau nahe, die zwischen Perfektionsdrang, Konsumzwängen und grenzdebiler Werbung feststeckt, wie in einer selbst angezogenen Schraubzwinge und nach dem Ausgang aus diesem Alptraum schreit. Es ist eigentlich schade, dass die Autorin nicht auch noch das Internet in ihre Geschichte mit eingebaut hat. Das hätte der Geschichte meiner Meinung nach noch mehr Nachhall verleihen können. Aber nichts desto trotz: Das Buch ist ein kleines Meisterwerk. Mein Dank gehört den Verlagen, die solche Bücher noch herausbringen!