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Michael Kohlhaas. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext

Reclam XL - Text und Kontext Band 19243

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Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder«. Heinrich von Kleist erzählt das Schicksal des Rosshändlers Kohlhaas, der in einem blutigen Rachefeldzug Vergeltung für erlittene Ungerechtigkeit übt. Aber statt die Ordnung der Gesetze wieder herzustellen, stürzt er sich und seine Umwelt in heilloses Chaos. Basierend auf wahren Begebenheiten, erzählt Kleists berühmte Novelle von einer misslungenen Gratwanderung zwischen Gerechtigkeit und Selbstjustiz in ebenso mitreißender wie rigoroser Weise.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
Portrait
Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.
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  • Michael Kohlhaas

    Anhang
    1. Zur Textgestalt
    2. Anmerkungen
    3. Leben und Zeit
    4. Schauplätze der Handlung und Figurenkonstellation
    5. Eine historische Quelle Kleists: Die Märkische Chronik von Peter Hafftitz
    6. Juristische und rechtsphilosophische Aspekte des Falls Kohlhaas
    6.1 Recht und Unrecht: die juristische und ethische Beurteilung des Falls Kohlhaas aus heutiger Sicht
    6.1.1 Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland
    6.1.2 Ein Vorgänger Hitlers? Ein Anarchist? Neuere Bilder von Kohlhaas aus politischer Sicht
    6.2 Die historischen Vorstellungen von Recht und Unrecht zu Zeiten Kohlhaas’
    6.2.1 Zur Relevanz frühmoderner Rechtsvorstellungen für die Interpretation
    6.2.2 Fehde
    6.2.3 Martin Luther: An Hans Kohlhase, Bürger zu Cöln an der Spree
    6.3 Der Fall Kohlhaas vor dem Hintergrund rechtsphilosophischer und politischer Diskussionen zur Zeit Kleists
    6.3.1 Gesellschaftsvertrag und Widerstandsrecht
    6.3.2 Vertreter des Naturrechtsgedankens
    6.3.3 Müllers Infragestellung des Naturrechtsgedankens
    6.3.4 Politische Implikationen des Themas bei Kleist: Reform statt Revolution
    7. Zur Form der Erzählung: eine Novelle?
    7.1 Was ist eine Novelle?
    7.2 Die Pferde als Falke? Falkentheorie und Symbol
    8. Die Konstruktion von Schuld und Unschuld durch die Einrichtung der Handlung
    9. Widersprüche, Paradoxien, unglaubwürdiger Erzähler
    9.1 Anzeichen für Widersprüche und Paradoxien im Michael Kohlhaas
    9.2 Ein unglaubwürdiger Erzähler
    9.3 Struktur und Sinn der Paradoxien
    10. Literaturhinweise

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Ralf Kellermann, Eva-Maria Scholz
Seitenzahl 164
Erscheinungsdatum 16.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-019243-6
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 16,7/11,1/1 cm
Gewicht 130 g
Abbildungen 3 schwarzweisse Abbildungen
Unterrichtsfächer Deutsch
Schulbuch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Kompliziert zu lesen!
von AgatheM am 14.02.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensc... Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensch seiner Zeit" beschrieben wird.