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Das Leben der Elfen

Roman

(4)

Über die Schönheit der Welt – und ihre Bedrohung


Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander – bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich.

Rezension
»Gegossen in Barberys poetische Sprache, die von Metaphern und Bildern bebt, und gebettet in die Fassade spannender Unterhaltung, verhandelt auch dieser Roman die gewaltigen Sinnfragen unserer Zeit.«
Tanja Witte, Missy Magazine 1.3.2016
Portrait

Muriel Barbery wurde 1969 in Casablanca geboren, studierte Philosophie in Frankreich, lebte einige Jahre in Kyoto und wohnt heute wieder in Frankreich. 2000 veröffentlichte sie ihr viel beachtetes Romandebüt ›Die letzte Delikatesse‹. Ihr zweiter Roman, ›Die Eleganz des Igels‹, wurde zu einem großen literarischen Bestseller, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der lang erwartete dritte Roman, ›Das Leben der Elfen‹, erschien 2015 in Frankreich.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 336 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783423429023
Dateigröße 860 KB
Übersetzer Gabriela Zehnder
Verkaufsrang 27.992
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Ein kleines Märchen für zwischendurch...
von einer Kundin/einem Kunden aus Preding am 15.07.2018
Bewertet: Taschenbuch

Ich habe das Buch spontan gekauft, weil mich sein Umschlag so bezauberte. Normalerweise lese ich immer etwas rein, da ich klare Sprache und Bildhaftigkeit oder auch wenige Wörter mit großen Emotionen bevorzuge (Alice Munro Ist meine absolute Lieblingsautorin). Das Buch war für mich etwas verworren zu lesen und ich... Ich habe das Buch spontan gekauft, weil mich sein Umschlag so bezauberte. Normalerweise lese ich immer etwas rein, da ich klare Sprache und Bildhaftigkeit oder auch wenige Wörter mit großen Emotionen bevorzuge (Alice Munro Ist meine absolute Lieblingsautorin). Das Buch war für mich etwas verworren zu lesen und ich musste mich stark konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Die vielen verschiedenen Gestalten und ihre Beziehung zueinander sind mir teilweise noch immer nicht klar. Die Geschichte an und für sich war lieblich und lud zum Träumen ein. Am Ende des Buches gibt es ein Register mit allen vorkommenden Personen, meiner Meinung absolut notwendig. Im Großen und Ganzen ist das Buch für mich ein kleines Märchen. Man sollte sich dafür ausreichend Zeit nehmen, um der Komplexität der Geschichte und der Figuren und auch der unausgesprochenen Handlungssträngen genügend Raum zu geben.

Zwischen den Zeilen
von solveig am 15.04.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Non c´è uomo che non sogni“ - „Es gibt keinen Menschen, der nicht träumt.“ Mit diesem Zitat könnte man Muriel Barberys Roman kurz umschreiben. Denn was der Leser hier erlebt, gleicht mit all seiner Nebel- und Schattenhaftigkeit der Flüchtigkeit von Träumen. Zwei kleine Mädchen wachsen als Findelkinder... „Non c´è uomo che non sogni“ - „Es gibt keinen Menschen, der nicht träumt.“ Mit diesem Zitat könnte man Muriel Barberys Roman kurz umschreiben. Denn was der Leser hier erlebt, gleicht mit all seiner Nebel- und Schattenhaftigkeit der Flüchtigkeit von Träumen. Zwei kleine Mädchen wachsen als Findelkinder bei fremden Menschen auf; Maria bei einer Bauernfamilie in Frankreich, Clara bei einem Pfarrer in Italien. Ihre besonderen Begabungen werden von den Menschen ihrer Umgebung schon früh erkannt. Während Maria in völliger Harmonie mit der sie umgebenden Natur lebt, besitzt Clara die Gabe, mit ihrem Klavierspiel Bilder erstehen zu lassen und tiefe Gefühle zu wecken. Doch während die Mädchen langsam heranwachsen, lernen und mehr über sich und ihre Herkunft erfahren, ziehen dunkle Mächte auf, die Verderben und Vernichtung im Sinn haben. Eine Katastrophe kündigt sich an. Mit wunderschönen, poetischen Worten und Sätzen verwickelt die Autorin den Leser in ein Gespinst aus Märchen und Realität. Sie webt ihn gewissermaßen in ein Netz aus natürlichen und übernatürlichen Vorgängen, verbindet Naturphilosophie und Kultur, stellt einfache, bodenständige Menschen neben elfenhafte Wesen. Dabei bleiben ihre Aussagen oft selbst ein wenig undeutlich und versteckt in dem mysteriösen Nebel, der ihre Erzählung durchwabert. Die bildhafte Sprache zieht uns in ihren Bann, verzaubert uns. Doch der Roman fordert uns einiges mehr ab: nämlich viel Geduld und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Autorin erwartet von dem aufmerksamen Leser die Erkenntnis, dass wir uns wieder mehr bewusst machen müssen, was Menschen über zeitliche, örtliche und sprachliche Grenzen hinaus in Harmonie vereinen kann; nämlich Werte wie Natur und Kultur, Musik, Malerei und Poesie; in der Erzählung personifiziert in den Figuren Maria und Clara. Sie gilt es zu verteidigen und zu erhalten, sie bilden die viel beschworene Brücke zu gegenseitigem Verständnis. „Ich werde bewahren“ lautet daher auch der Schlusssatz des Romans. „Das Leben der Elfen“ als Allegorie enthält meines Erachtens wichtige Anregungen zum Nach- und Weiterdenken.

Poetische Fantasy
von Michael Lehmann-Pape am 11.04.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Vom Hof des Bauernhauses betrachtete Jeannot den Kriegsschauplatz, und zum ersten Mal sah er seinen Bruder wieder mit dem Gesicht der Kindheit…….und dass Jeannot nicht mehr den Geschmack des Glücks gekostet hatte, das an diesem Tag die Gestalt eines Frauenkörpers und einer weißen Schulter annahm, an der man sich... „Vom Hof des Bauernhauses betrachtete Jeannot den Kriegsschauplatz, und zum ersten Mal sah er seinen Bruder wieder mit dem Gesicht der Kindheit…….und dass Jeannot nicht mehr den Geschmack des Glücks gekostet hatte, das an diesem Tag die Gestalt eines Frauenkörpers und einer weißen Schulter annahm, an der man sich ausweinen konnte“. Eine Weichheit, ein „in Fluss kommen“ des inneren Gefühlshaushaltes, die nicht nur Jeannot in diesem Roman erleben wird, sondern die, auf die ein oder andere Weise, so ziemlich alle beteiligten (bis auf die „dunkle Macht“) Personen anfassen, angehen wird. Die einen samt aller anderen Dörfler weil jahrelang das Leben so richtig sich anfühlt., Winter Winter sind, Sommer, Sommer, Missernten nicht mehr vorkommen, das Leben lau und leicht, harmonisch und passend erscheint. Seitdem dieses Waisenkind, dieses Findelkind im Dorf lebt. Maria. Einfach so gefunden. Eine, die ihren Jahren weit voraus zu sein scheint, auch wenn sie nicht viel redet. Aber das braucht sie vielleicht auch nicht, wenn sie die „Gabe des Blickes“ trägt, auf einer Lichtung im Wald mit Nebelschwaden kämpft, welche die Form schwarzer Pfeile annehmen oder sich mit einem grauen Pferd zu unterhalten scheint. Die anderen samt des Pfarrers und dessen Bruder Allessandro Centi. Ein „verlebter“ Bruder, ein gescheiterter, eigentlich. Der die Liebe verloren hat. Der mit dafür sorgt, dass in der kleinen Dorfkirche ein Klavier aufgestellt wird, das er selbst ein wenig schon zu bedienen vermag. Nichts aber ist seine handwerkliche Musik dagegen, wenn dieses andere Waisenkind, Claire sich an die Tasten setzt. Den Blick nach irgendwo gerichtet, wohin die Zuhörer kaum zu folgen vermögen. Die Partituren liest, nur um sich ein Bild zu machen und dann in einer Weise das Klavier spielt, dass Tränen laufen, Herzen weit werden, Klänge wie aus einer anderen, inneren Welt den Raum füllen. „Man hätte meinen können, die Tiere hätten ihren eigenen Überfluss demonstriert, bevor die Dinge wieder ihren gewohnten Lauf nahmen“. So geht es im Dorf von Maria mit vielerlei anderen, Herz-Öffnenden Ereignissen zu. „In diesem Moment erhellte das warme Mondlicht einen Teil….im Pfarrgarten und Allessandro wurde für Sekunden wieder zu dem feurigen, jungen Mann, der er einmal gewesen war“. Wunder also geschehen, unterschwellig, seelenberührend. Und doch, die beiden Mädchen an den verschiedenen Orten und in den verschiedenen Dörfern, die sich zu Beginn nicht kennen, tragen auch eine andere Seite in sich. Kontakte zur „hellen Welt“ der Elfen und ebenso, wie sollte es auch anders sein, steht das „Dunkle“ im Raum. In sehr bildkräftiger, wunderschöner, überaus poetischer Sprache, durchgehend sanft wie das Sommerlicht oder der leichte Herbstwind erzählt Marbery diese fantastische Geschichte von Waisen, die einander begegnen werden, von der Welt der Elfen und der Welt der Menschen, die zunächst nur auf einer einzigen Waldlichtung einander begegnen können (und das auch nicht jedem). Vom Kampf gegen das Böse, das sich regen wird und von der Harmonie des Lebens, die möglich ist. Aber erst, wenn all die verhärteten Mauern und das dichte Gestrüpp, dass sich im Lauf des Lebens um die Seele des Menschen gelegt hat, weichen werden. Sicher, man muss diese Form der poetischen Fantasy mögen, aber in diesem Bereich rundherum gelungen und sprachlich hervorragend ist, was Muriel Barbery erzählt.