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Planet Germania

Über die Chance, fremd zu sein

Artur Rosenstern

(2)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

»Hascht du viele PS, bischt du was,
hascht du wenig PS, bischt du nix!«

Kurz nach seiner Ankunft in Deutschland bekommt Andrej aus Kasachstan diesen Satz zu hören. Von nun an setzt er alles daran, etwas zu werden: ein Auto muss her und Deutsch will er lernen, damit er bald ein echter Wessi ist. In Hannover, wo angeblich das beste Deutsch gesprochen wird, soll er einen Sprachkurs machen. Überra­schend trifft er dort seinen früheren Schulfreund und Nachbarn Murat. Murat hat auch Ziele, auch er will etwas werden: zunächst Millionär und später Präsident von Kasachstan. –
Doch bis aus den beiden etwas wird, müssen sie lernen, sich in der fremden Heimat zurechtzufinden. Mehr als einmal kommen sie sich wie Außerirdische vor, die den unbekannten Planeten Germania erkunden müssen: nicht nur die Sprache bietet Stolpersteine, auch Sitten und Gebräuche der Deutschen halten so manche Merkwürdigkeit für die beiden Freunde bereit. –

Artur Rosenstern kam selbst 1990 aus Kasachstan nach Deutsch­land, dem Land seiner schwäbischen Vor­fah­ren. Auch wenn diese Erzählung nicht autobiographisch ist, schließt er Ähnlichkeiten mit eigenen Erlebnissen nicht aus. Und lässt uns so mit seinem Buch an Erfahrungen von Menschen teilhaben, die als Fremde nach Deutschland kommen.

Artur Rosenstern, 1968 in Kasachstan geboren, hat einen Abschluss als Diplom-Musiker. 1990 reiste er nach Deutschland ein, wo er zunächst als Privatmusiklehrer tätig war. Nach dem Studium der Musik-, Medienwissenschaft und der Mittelalterlichen Geschichte arbeitet er u. a. für bekannte Musikverlage im Bereich Musikedition sowie als Übersetzer für russische Sprache. .

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 17.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-940078-40-7
Verlag Fuchs, Monika
Maße (L/B/H) 20/12,3/2,5 cm
Gewicht 226 g

Kundenbewertungen

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Vom Sowjetbürger zum waschechten Wessi
von Tatjana Schmalz aus Berlin am 31.07.2020

Im 30ten Jahr der deutschen Einheit ist exakt 30 Jahre her, dass der Autor, aber auch der Romanprotagonist aus Kasachstan nach Deutschland auswanderten. Damals wie heute galt, dass die Welt ein Dorf ist, also begegnet der tapfere Andrej seinem Nachbarn aus Kindertagen, dem geschäftigen Fast-Millionär Murat. Eloquent und oft so k... Im 30ten Jahr der deutschen Einheit ist exakt 30 Jahre her, dass der Autor, aber auch der Romanprotagonist aus Kasachstan nach Deutschland auswanderten. Damals wie heute galt, dass die Welt ein Dorf ist, also begegnet der tapfere Andrej seinem Nachbarn aus Kindertagen, dem geschäftigen Fast-Millionär Murat. Eloquent und oft so komisch, dass das Zwerchfell einen Moment Ruhe braucht, las ich das schlanke Buch an nur einem Tag durch und erkannte dabei immer wieder Lebensgewohnheiten von mir und meiner Familie wieder. Wie wird man ein "waschechter Wessi" und was ist mehr wert, viel Geld oder doch ein guter Freund? Mit einer beispiellosen Heiterkeit stellt sich das Buch den großen Fragen zum Leben (im Einwanderungsland Deutschland) und beleuchtet, wie die mühevollen und zuweilen peinlichen Anfänge des "interkulturellen Dialogs" einst aussah. Ein Buch, das ich auf einer sonnigen Parkbank genoss, aber bedenkenlos auch für einen diesigen Herbsttag empfehle!

zwei Seelen - zwei Kulturen
von Claire24 am 17.01.2016

Was für ein Zufall, dass Andrej beim Sprachkurs in Hannover seinen alten Freund und Nachbarn Murat wieder trifft. Andrej ist der Protagonist dieses Buches, aber auch Murat nimmt neben ihm die größte Rolle ein. Es ist erstaunlich, was die beiden alles erleben; es sind ganz ausgefallene Situationen dabei, wie ein Hallenbadbesuch m... Was für ein Zufall, dass Andrej beim Sprachkurs in Hannover seinen alten Freund und Nachbarn Murat wieder trifft. Andrej ist der Protagonist dieses Buches, aber auch Murat nimmt neben ihm die größte Rolle ein. Es ist erstaunlich, was die beiden alles erleben; es sind ganz ausgefallene Situationen dabei, wie ein Hallenbadbesuch mit besonderen "Zeitzonen" :) Dieser Roman wird von einem auktorialen Erzähler aus der Perspektive von Andrej geschildert. Dieses Buch war leicht, flüssig und gut zu lesen. Ich habe einen Einblick bekommen, wie sich ein Kasache fühlen kann, wenn er nach Deutschland einwandert. Die Philosophischen Anteile haben mir besonders gut gefallen und ich werde noch weiter über sie nachdenken. Gelungen fand ich auch einen Abschnitt, wo das Buch auf sich selbst Bezug nimmt. Nun sind schon einige Jahre vergangen, und es ist nicht mehr das Jahr 1990, doch glaube ich, dass viele Punkte auch noch heute aktuell sind. - Wenn euch das jetzt neugierig gemacht hat - kann ich dieses Buch empfehlen zu lesen. Ich fand es fast zu kurz, aber somit vielleicht auch etwas für Lesemuffel, wie Murat auch einer ist :)


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