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Wer die Nachtigall stört ...

Roman

Amerika in den 30er Jahren. In die idyllische Südstaaten-Kindheit der achtjährigen Scout und ihres älteren Bruders Jem drängt sich die brutale Wirklichkeit aus Vorurteilen und Rassismus. Scouts Vater Atticus, ein menschenfreundlicher Anwalt, soll den schwarzen Landarbeiter Tom Robinson verteidigen, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat. Tapfer versuchen Scout und ihr Bruder, das demokratische Gerechtigkeitsempfinden ihres Vaters zu unterstützen, und geraten dabei selbst in große Gefahr.
Portrait
Harper Lee, geboren 1926 in Monroeville, studierte Jura an der University of Alabama, zog nach New York und begann zu schreiben. Sie war befreundet mit Truman Capote, der ihr Kindheitsfreund war und dem sie bei den Recherchen für «Kaltblütig» half. Nach dem Welterfolg ihres in 40 Sprachen übersetzten Romans «Wer die Nachtigall stört…», für den sie 1961 den Pulitzerpreis erhielt, zog sie sich aus dem literarischen Leben und weitgehend auch aus der Öffentlichkeit zurück. 2015 wurde eine frühe Manuskriptfassung von «Wer die Nachtigall stört …» gefunden und publiziert, die 50 Jahre lang als verschollen galt. Harper Lee starb 2016 in ihrer Heimatstadt Monroeville in Alabama.

Nikolaus Stingl, geb. 1952 in B.-Baden, übersetzte unter anderem William Gaddis, William Gass, Graham Greene, Cormac McCarthy und Thomas Pynchon. Er wurde mit dem Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis, dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Paul- Celan-Preis und dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 22.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-21754-8
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,3/3,2 cm
Gewicht 385 g
Originaltitel To Kill a Mockingbird
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Claire Malignon
Verkaufsrang 10757
Buch (Taschenbuch)
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10,30
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine verklärte Kindheit in den Südstaaten

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Im kleinen Südstaatenstädtchen Maycomb wachsen die Geschwister Scout und Jem auf. Charles Baker Harris, von allen nur Dill genannt, ist ihr bester Freund. Sie verbringen ihre Zeit in relativer Freiheit und in der Natur. Die Idylle der Kleinstadt endet, als der Vater von den Geschwistern, Atticus Finch der Abgeordneter und Anwalt ist, einen heiklen Fall übernimmt: Ein junger schwarzer Mann, soll angeblich eine weiße Frau angegriffen haben. Im rassistisch geprägten Süden der USA beginnt eine beispiellose Vorverurteilung und Hetze. Mittendrin die Familie Finch. Der Rowohlt Verlag hat - Wer die Nachtigall stört - in einer überarbeiteten und neuen Übersetzung herausgebracht. Zeitgleich ist er mit dem Überraschungsroman im DVA Verlag - Geh hin und stell einen Wächter - aus der Feder derselben Autorin, Harper Lee, erschienen und war bis dahin war es auch das einzige Buch, dass die mittlerweile verstorbene Schriftstellerin geschrieben hat. 40 Jahre nach dem Verfassen des Manuskripts wurde es wiedergefunden und nun endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Manch ein Leser sieht auch viel biografisches in dieser Erzählung und dem geneigten Leser meiner Rezensionen möchte ich nicht etwas anderes verraten: Harper Lee war eine Jugendfreundin von Truman Capote und manch böse Zunge behauptet sogar, dass sie gar nicht schreiben könne und der mit vielen Auszeichnungen überhäufte Roman eigentlich von ihm ist. Ein Brief von Truman Capote soll beweisen, dass nichts an diesem Gerücht dran sein soll. Ähnlichkeiten des Erzählstils sagen nichts aus, die beiden Schriftsteller könnten sich auch gegenseitig in ihrer Kreativität befruchtet haben. Nach dem Erfolg ihres Buches, gingen allerdings beide getrennte Wege. Harper Lee zog sich aus der Öffentlichkeit beinahe komplett zurück und Truman Capote reifte zum Skandalautor seiner Zeit. Auf alle Fälle liegt der zweite Roman von Harper Lee auf meinen SuB und ich bin darauf schon sehr gespannt. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wer die Nachtigall stört. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der jungen Scout und man fühlt sich regelrecht in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts versetzt. Durch die kindliche und teils naive Sichtweise bekommt der Roman eine gewisse Leichtigkeit in der Erzählung, obwohl er den Leser mit einem schwerwiegendem Thema konfrontiert, dem Rassismus. Auch heute noch ist der Roman in den USA, in konservativen Kreisen sehr verpönt ist nichtsdestotrotz zu einem wichtigen Instrument der Bürgerrechtsbewegung geworden. Wer weiß wie die Welt aussehen würde, hätte es diesen Roman nie gegeben. Aber es ist nicht nur ein politischer Roman, sondern zeigt auch ein romantisiertes Bild der Südstaaten und zeigt ein verklärtes Bild einer anscheinend wohlbehüteten Kindheit (=sieht man von dem rassistisch geprägten Gerichtsverhandlung ab). Manchmal hab ich mich auch an Mark Twains Tom Sawyer und Huckleberry Finn erinnert. Anfang der 60er Jahre wurde der Film mit Gregory Peck in der Hauptrolle verfilmt und ich kann mich dunkel daran erinnern, ihn in meiner Kindheit gesehen zu haben. Was man nun von diesem Roman hält, er gehört für mich auf alle Fälle zur klassischen amerikanischen Literatur, die man gelesen haben sollte.

zeitloser Klassiker

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

1960 wurde „Wer die Nachtigall stört“ veröffentlicht und seitdem in über 40 Sprachen übersetzt. Nicht umsonst erfreut sich dieses Buch seiner vielen Auflagen- die Themen welche von Lee angeschnitten werden sind genauso aktuell wie zur Zeit der Veröffentlichung. Als Leser wird man von der sympathischen Scout durch das Buch geführt und trotz sehr ernster Themen, wird immer eine kindliche Leichtigkeit bewahrt. Dies kann natürlich auch an der Übersetzung liegen, die für manche wohl etwas „frei“ erscheinen mag- mir persönlich hat sie sehr gut gefallen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
38
1
0
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2019
Bewertet: anderes Format

Ich gebe zu: Das war meine erste Lektüre der Nachtigall und ich bin sehr begeistert. Die 8-jährige Protagonistin ist großartig!

von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2019
Bewertet: anderes Format

Ein Roman, der an Aktualität nichts eingebüßt hat! Ein Buch, dass jeder gelesen haben sollte und an dessen Moralverständnis man sich ein Beispiel nehmen kann.

Eine Neuauflage, die man sich hätte sparen sollen.
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wenn man sich im Nachwort für die Übersetzung entschuldigen muß ist es unbegreiflich, warum man diese Auflage überhaupt publiziert hat. Die Übersetzerin hat es leider vollständig verpasst die Botschaft, die Atmosphäre und Gefühle aus dem Original ins deutsche zu adaptieren. Man mußte bei der Korrektur sogar einige Namen wied... Wenn man sich im Nachwort für die Übersetzung entschuldigen muß ist es unbegreiflich, warum man diese Auflage überhaupt publiziert hat. Die Übersetzerin hat es leider vollständig verpasst die Botschaft, die Atmosphäre und Gefühle aus dem Original ins deutsche zu adaptieren. Man mußte bei der Korrektur sogar einige Namen wieder streichen, die die Übersetzerin ins deutsche mit übersetzte. Man erwartet das Buch "Wer die Nachtigall stört". Ein US amerikanischer Klassiker der Weltliteratur und bekommt stattdessen etwas, daß lieblos übertragen uns zusammengepresst wurde.