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Das wilde Kind von Hameln

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Der aufsehenerregende Fall des Wilden Peter von Hameln 1724:
Das Auftauchen eines verwilderten Knaben nahe Hameln sorgt für Spekulationen und Mutmaßungen am kurfürstlichen Hof von Hannover. Der Kommissar Aristide Burchardy ermittelt in der mysteriösen Angelegenheit. Doch der wilde Peter, wie er fortan von den Hamelnern genannt wird, will nicht sprechen und führt sich wie ein Wolf auf. All dies interessiert Aristide allerdings weniger als das kurfürstliche Wappen auf dem Hemdfetzen, den der nackte Wilde um den Hals trug.
Peter wird im Armenhaus untergebracht und trifft dort auf Grete, die Tochter des Aufsehers. Unbemerkt bringt sie sich in den Besitz des einzigen Nachweises über Peters Herkunft. Der armen Kreatur verbunden, flieht sie mit Peter und begleitet ihn auf seinem abenteuerlichen Weg bis an den englischen Königshof Georg I. Nicht nur dieser, auch ein Celler Zuchthausaufseher, ein englischer Lord und eine hannoversche Prinzessin hegen ein auffälliges Interesse für den Wilden.
Immer wieder kreuzen sich dabei Aristides und Gretes Wege, bis er ihr, in seinem Bestreben in den Besitz des Hemdfetzens zu kommen, das Leben rettet. Als er endlich hinter Peters Geheimnis kommt, muss er erkennen, dass er selbst ein wichtiger Teil in dieser Geschichte um Macht, Mord und Intrigen ist. Hat seine Liebe zu Grete trotzdem eine Chance?

…„Ihr solltet Euch unbedingt mit eigenen Augen davon überzeugen, Majestät“, riet ihm Charles. „Es hat schon etwas Seltsames auf sich mit dem Kind. Der Knabe soll, als man ihn fand, keinerlei menschliche Verhaltensweisen gezeigt haben. Er hat wohl nie gelernt, aus einer Tasse zu trinken oder Kleidung zu tragen. Stattdessen läuft er wie ein Tier auf Händen und Füßen und schläft auf den Ellbogen. Was glaubt Ihr, Majestät, wie dieses Kind in den Wäldern überlebt hat?“…
Portrait
Bettina Szrama, geboren in Meißen, ist Dipl.-Agraringenieurin und absolvierte nach Führungspositionen in der Landwirtschaft 1991 ein Literaturstudium an der Schule des Schreibens (Axel Andersson Akademie) in Hamburg. Danach schrieb sie für Regionalzeitungen und Tierzeitschriften, außerdem verfasste sie Sachbücher und schreibt seit 1994 verstärkt belletristische Werke.
Sie ist Mitglied im FDA – Freier Deutscher Autorenverband Niedersachsen, im HOMER – Historische Literatur Autorengruppe und bei der VG Wort – Verwertungsgesellschaft Wort.

Historische Belletristik:

Februar 2009 „Die Giftmischerin“, Gmeiner Verlag (Erfolgsroman 2014, 5. Auflage),
Februar 2010 „Die Konkubine des Mörders“, Gmeiner Verlag,
August 2011 „Die Hure und der Meisterdieb“, Gmeiner Verlag,
Oktober 2011 „Der Henker von Lemgo“, Emons Verlag,
Oktober 2012 „Das Mirakel von Köln“, Emons Verlag;

Sachbücher Zeitgeschichte:

„Profile aus dem Landkreis Herford – Stadt Vlotho“ (Sachbuch, Zittau: Edition Profile, 2004),
„Profile aus dem Landkreis Schaumburg – Stadt Rinteln“ (Sachbuch, Zittau: Edition Profile 2012);
Auszeichnungen: Internationaler Schriftstellerwettbewerb WRITEMOVIS in Hollywood, Top-Ten-Platzierungen 2002 („Die Geistheilerin“) und 2003 („Im Zweifel für den Hund“), 2. Platz 2005 für das Manuskript mit dem Arbeitstitel („Die Hexe und der Henker“) zum Roman („Der Henker von Lemgo“).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 316
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-361-1
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,9/3 cm
Gewicht 342 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
13,90
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Es muss nicht immer Kaspar Hauser sein...
von einer Kundin/einem Kunden aus Halle am 22.12.2015

Kaspar Hauser kennt jeder. Doch wer hat schon einmal etwas von Peter aus Hameln gehört? Im 18. Jahrhundert wird im hamelner Wald ein ca. 13 Jahre alter Junge gefunden. Wo kommt dieses Kind her und welche Bewandtnis hat es mit ihm? Ist er geistesgestört oder gar vom Teufel besessen? Grete,... Kaspar Hauser kennt jeder. Doch wer hat schon einmal etwas von Peter aus Hameln gehört? Im 18. Jahrhundert wird im hamelner Wald ein ca. 13 Jahre alter Junge gefunden. Wo kommt dieses Kind her und welche Bewandtnis hat es mit ihm? Ist er geistesgestört oder gar vom Teufel besessen? Grete, die Tochter des Armenhausaufsehers, bringt dem Jungen Zuneigung entgegen und versteckt einen Stofffetzen mit einem Wappen. Bettina Szrama erzählt hier eine historische Begebenheit, von der ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Schon auf den ersten Seiten nimmt Peter und Gretes Schicksal den Leser gefangen und entführt ihn in eine fremde Zeit. Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, sind ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet und glaubhaft dargestellt. Der Ablauf der Handlung ist in sich logisch, jedoch nicht vorhersehbar und an vielen Stellen überraschend. Gretes Mut habe ich sehr bewundert. Für eine junge Frau der damaligen Zeit, handelt sie sehr eigenständig. Sie wächst über sich hinaus und wagt es der Welt der Männer auf ihre eigene Art und Weise zu trotzen. Besonders wichtig war mir dabei, dass sie nicht wie eine Frau aus unserem Jahrhundert agierte. Gedanken der Gleichberechtigung von Mann und Frau tauchen bei ihr nicht auf. Grete bleibt ein Kind ihrer Zeit und in der Denkweise ihrer Zeit. Im Buch waren mehrere Szenen enthalten die mich tief bewegt haben. Besonders die Figur Georg I. hat mich nachdenklich gemachten. Wer schon Bücher dieser Autorin gelesen hat der weiß, dass er in ihren Romanen mit historischen Fakten konfrontiert wird. Diese werden natürlich ausgeschmückt aber nicht verfälscht. Diese historische Genauigkeit, die mit einem eingängigen Erzählstil kombiniert wird, machen für mich den Reiz der Bücher von Bettina Szrama aus.Dieses Buch gehört eindeutig zu den besten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Das wilde Kind von Hameln
von leseratte1310 am 06.10.2015

Wir befinden uns im Jahre 1724, als ein total verwilderter Junge in der Nähe von Hameln aufgegriffen wird. Alles deutet darauf hin, dass der Junge nicht unter Mensche aufgewachsen ist. Er hat zwar einen Fetzen von einem Hemd um den Hals, kann nur unartikulierte Laute von sich geben und... Wir befinden uns im Jahre 1724, als ein total verwilderter Junge in der Nähe von Hameln aufgegriffen wird. Alles deutet darauf hin, dass der Junge nicht unter Mensche aufgewachsen ist. Er hat zwar einen Fetzen von einem Hemd um den Hals, kann nur unartikulierte Laute von sich geben und läuft auf allen Vieren. Der Bauer nimmt ihn mit in die Stadt und es wird beschlossen, dass der Junge in das Armenhaus St. Spiritus unter Amtsaufseher Müller kommt. Bereits als man ihn baden will, reagiert er aggressiv. Der anwesende Kommissar Aristide Buchardy ordert an, dass sich Grete, die Tochter von Müller, um den verängstigten Jungen kümmern soll, denn er hat gesehen, dass der Junge friedlicher auf Grete reagiert. Sie findet die richtigen Worte und beruhigt ihn. Er erhält den Namen Peter. Der Bürgermeister gesteht dem Jungen eine Leibrente zu, wenn es Müller gelingt, in vier Wochen einen Menschen aus ihm zu machen. Doch leider sperrt ihn Müller weg, so dass der Versuch misslingen muss. Grete hat den Hemdfetzen mit einem Wappen, der auf eine bessere Herkunft schließen lässt, aufgehoben. Bald wird über seine Herkunft spekuliert, denn das Wappen ist das Wappen des Kurfürsten von Hannover. Nun nehmen viele Anteil an seinem Schicksal. Was verbindet den Jungen aber mit Aristide Buchardy, der auch sein Interesse immer wieder bekundet. Die Charaktere sind sehr authentisch und bildhaft beschrieben, so dass man gut mitfühlen oder auch sich aufregen konnte. Grete ist eine Person, die in dem Findling einen Menschen sieht und ihn entsprechend behandelt. Dabei wird sie selbst von ihrem trunksüchtigen Vater alles andere als menschlich behandelt. Die duckmäuserische Grete entwickelt sich zu einer starken Frau, die für ihren Schützling kämpft. Aristide Buchardy macht Eindruck auf Grete. Er ist charmant, aber auch sehr undurchsichtig. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Wir In dieser Geschichte befinden wir uns in der Zeit der Aufklärung. Die Menschen wollen begreifen und Erklärungen finden. Es gibt philosophische Überlegungen, was den Menschen ausmacht. Da war es kein Wunder, dass man Peter als „Versuchskaninchen“ betrachtete. All das nimmt neben den politischen Verhältnissender und der Geschichte von Peter einen großen Raum ein. Das Buch lässt sich angenehm lesen und schildert eine Epoche des Aufbruchs. Ein interessantes historisches Buch.

Verstand & Vorurteil
von Die Art der Ida Gratias am 28.09.2015

1724 wird auf einem abgeernteten Feld am Waldesrand in der Nähe von Hameln im Fürstentum Lüneburg-Braunschweig ein etwa 12 jähriger Junge aufgegriffen. Er ist, von einem zerfetzter Hemd um den Hals abgesehen, unbekleidet, ist dreckig, übersät mit Ungeziefer. Die langen, dunklen Haaren fallen ihm über sein Gesicht und verdecken... 1724 wird auf einem abgeernteten Feld am Waldesrand in der Nähe von Hameln im Fürstentum Lüneburg-Braunschweig ein etwa 12 jähriger Junge aufgegriffen. Er ist, von einem zerfetzter Hemd um den Hals abgesehen, unbekleidet, ist dreckig, übersät mit Ungeziefer. Die langen, dunklen Haaren fallen ihm über sein Gesicht und verdecken seine Cupido gleiche Oberlippe. Er reicht seinem dem Bauer, der ihn ergreift, nur bis zum Gürtel. Statt aufrecht zu gehen, läuftt er bevorzugt auf allen Vieren. Seine Zunge ist an beiden Seiten in der Mundhöhle festgewachsen, so dass er nicht sprechen, lediglich Laute artikulieren kann. Der Bauer nimmt den sonderbaren, wilden Jungen mit in die Stadt. Dort werden der Bürgermeister und der Stadtschulze auf ihn aufmerksam und beschließen den seltsamen Fund näher zu inspizieren. Er wird in das vom Amtsaufseher Müller, einem aggressiven, stadtbekannten Trinker und Spieler, geführte Armenhaus St. Spiritus überstellt. Dort versuchen die Männer den verwilderte Jungen in einen Badezuber zu zwingen, doch der völlig verängstigte, reagiert wie ein gefangener Wolf. Selbst der Versuch ihm mit der Peitsche zu disziplinieren fruchtet nicht. Da kommt einem der anwesenden Männer, dem äußerst charmanten, fürstlichen Kommissar Aristide Buchardy, die Idee, die im Waschhaus anwesende, halbwüchsige Tochter Gretel zur Besänftigung des tierischen Knaben einzusetzen. Neugierig und arglos nähert er sich ihr. Grete, die seine Hilflosigkeit und Angst spürt, spricht leise und beruhigend auf ihn ein. Sie verspricht ihn zu beschützen und gibt ihm seinem Namen: Peter. Sie ist die Erste, die in dem Wilden den Menschen sieht. Der Bürgermeister beschließt einer experimentellen Studie gleich, dass Gretels Vater vier Wochen Zeit hat ??aus dem Wildfang einen Menschen zu machen. Ansonsten kommt er zu den Idioten ins Tollhaus.? Dafür setzt er eine Leibrente aus. Peter wird wie ein Tier weggesperrt. Grete hat den Hemdfetzen, den einzigen Hinweis auf Peters Identität, gerettet, und entdeckt auf dem feinen Gewebe den Rest eines verblassten, leider für sie unleserlichen Wappens. Bettina Szrama, die Autorin dieses akribisch recherchierten Historischen Romans, lässt vor den Augen ihre Leser im Beziehungsdreieck des geheimnisvollen wilden Jungen, dessen Bekanntheit als ?Peter, der wilde Junge aus Hameln? ihn bis an den Hof König Georg I von England bringen wird, seiner Beschützerin Gretel, der Übersetzerin seiner unsozialisierten Handlungen, und jenes undurchsichtigen Kommissars, der die Wege, der beiden auf mysteriöse Weise immer wieder kreuzt, und dessen Interesse an Peters Herkunft über die Pflichterfüllung eines fürstlichen Befehl hinaus zu gehen scheint, eine der aufregendsten europäischen Epochen auferstehen: die Aufklärung. Es war das Zeitalter der Entdeckungen, erster naturwissenschaftlicher Versuche, die Denker waren besessen vom Hunger nach einer besseren, von rationalen Verstehen angetriebenen Welt. Ihre Schlüsselfiguren waren Rousseau, Voltaire, Newton, Descartes und der Englische Philosoph John Locke und ihre Prämisse: der Mensch ist von Natur aus gut. Es war eine Zeit, in der sich endlich die Idee der Vernunft gegen den Aberglauben durchsetzen sollte. Philosophen diskutierten die genau Definition dessen, was einen Menschen ausmachte? Die Sprache? Fragten sich, ob der Mensch eine Seele hätten, oder ob nicht? Wenn Peter nicht sprechen konnte, besaß er dann auch keine Seele? War er nur ein Tier? Oder war ein liebenswürdiger ?nobler Wilder?, der alleine im Wald ein von der Gesellschaft unverdorbenes Leben geführt hatte? Der Umgang der georgianischen Gesellschaft mit Peter war so etwas wie der Lackmustest all dieser Überlegungen. Peters Geschichte inspirierte nicht nur Bettina Szrama zu ihren Roman ?Das wilde Kind von Hameln?, sondern auch zeitgenössischen Literaten wie Jonathan Swift, Mary Edgeworth und Daniel Defoe begeisterten sich für ?the most wonderful wonder? und ?one of the greatest curiosities of the world since the time of Adam.? Auch heute scheint er nicht vergessen, sein Grab in Berkhamsted wird regelmäßig mit Blumen geschmückt. Szrama hat es nun verstanden in wundervoller Sprache die verschiedenen Handlungstränge, die Geschichte des wilden Jungen, die auf einer Vielzahl historischer Quellen beruht, eine davon, sein von Georg I in Auftrag gegebenes Portrait, gemalt von William Kent, hängt immer noch im im Treppenhaus des Kensington Palace, als auch die in Norddeutschland bekannte und bis heute romantisierte tragische Königsmarck-Affaire, sowie die romantische Liebesgeschichte des tugendhaften Mädchens mit dem, einem höheren Ziel folgenden, Abenteurer zu einer absolut fesselnden Geschichte zu verweben. Dieser Roman hat alles, was man sich von einem historischen Roman wünscht: Infotainment at its best!