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Unglück auf Rezept

Die Antidepressiva-Lüge und ihre Folgen

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Niedergeschlagen, antriebslos, ohne Motivation – Menschen mit diesen Symptomen werden immer öfter mit Antidepressiva behandelt. In vielen Fällen können die Medikamente die Erwartungen nicht erfüllen. Dieses Buch deckt auf, wie wenig gesichertes Wissen es über ihre Wirksamkeit gibt, wie gravierend die Nebenwirkungen sein können und wie schwierig das Absetzen ist.

Bundesweit leiden etwa vier Millionen Menschen unter therapiebedürftigen Depressionen. Die Behandlung erfolgt meist über die Einnahme von Antidepressiva. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass Antidepressiva
- die Besserungsrate bei Patienten nicht erhöhen,
- die Krankheitsdauer nicht verkürzen
- und die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls nicht senken.
Außerdem können sie starke Nebenwirkungen hervorrufen und Suizidabsichten sogar verstärken. Die Autoren stellen die Behandlung mit Antidepressiva infrage und zeigen bewährte Alternativen zur medikamentösen Therapie auf. Sie geben Ratschläge, worauf Betroffene und Angehörige unbedingt achten sollten.

Ein Buch für Betroffene, Angehörige und verunsicherte Ärzte
Portrait

Dr. Peter Ansari hat in Hamburg und Berlin in der Hirnforschung gearbeitet und 10 Jahre über Depressionen geforscht. Zusammen mit seiner Frau betreut er psychisch Kranke in einer Gemeinschaftspraxis.

Sabine Ansari ist Sprecherzieherin, war beim SWR als Fernsehmoderatorin tätig. Heute arbeitet sie als Heilpraktikerin bei Hannover.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 10.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-98060-8
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/3 cm
Gewicht 390 g
Auflage 3. Druckaufl.
Buch (Paperback)
17,50
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Kundenbewertungen

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Mitdenken heute unerläßlich
von bookmark am 08.06.2017

Ich finde dieses Buch richtig und wichtig. Ich habe es in einem Ruck durchgelesen und welch ein Zufall kam am folgenden Abend auch noch ein Fernsehbeitrag zum Thema Depressionen. Unterschiedlicher hätte man das Thema nicht aufarbeiten können. Auf der einen Seite der Fernsehbeitrag, mit dem Tenor, Antidepressiva machen nicht abhängig, verändern nicht die Persönlichkeit... Ich finde dieses Buch richtig und wichtig. Ich habe es in einem Ruck durchgelesen und welch ein Zufall kam am folgenden Abend auch noch ein Fernsehbeitrag zum Thema Depressionen. Unterschiedlicher hätte man das Thema nicht aufarbeiten können. Auf der einen Seite der Fernsehbeitrag, mit dem Tenor, Antidepressiva machen nicht abhängig, verändern nicht die Persönlichkeit und führen nicht zu mehr Selbsttötungen. Dieses Buch hier beweist aber das Gegenteil und zwar auf eine Weise, die ich sehr beängstigend finde und das Betroffenen vielleicht auch richtig Angst macht. Sehr gut recherchiert, die Geschichte der Depression und deren Behandlung, Nebenwirkungen, Pharmaskandale, die Rolle der Psychiater, die verscheidenen Medikamente, alternative Behandlungsmöglichkeiten und weitere Hilfen. Alles sehr spannend aber sehr einseitig, beängstigend. Dieses Buch spricht sich, wenn ich alles richtig verstanden habe, gegen die Medikamente aus. Wäre ein Mittelweg möglich gewesen? Ich habe mit Freunden über Antidepressiva gesprochen, die mir z.B. von Persönlichkeitsveränderungen berichten, aber auch von tiefen Tälern aus Angst und Trauer, aus denen sie, dank der Pillen, endlich raus sind und glücklich darüber. Ich kenne aber auch z.T. deren Nebenwirkungen und die Probleme beim Absetzen der Medikamente, selbst nach kurzer Einnahme. Was ist also richtig, wenn lt. Buch 4 Millionen Menschen in Deutschland Antidepressiva nehmen? Extreme, die Angst machen, helfen nie weiter und deshalb nimmt man dieses aufschlußreiche Buch und vielleicht noch ein zweites zum Thema und sucht sich einen guten Facharzt. Ist sicher nicht immer einfach, aber wenn man sich umhört, kann der ein oder andere Bekannte sicher helfen. Dann stelle man alle seine Fragen und wertet die Antworten für sich aus. Mittdenken ist im heutigen Gesundheitswesen sowieso Pflicht und da sollte dieses Buch unbedingt, aber ohne Angst, gelesen werden.

Informative, fundierte Fachliteratur
von CulturalNoise Online Magazin am 04.04.2017

Eines vorab: Ich betrachte dieses Werk nicht aus professioneller Distanz sondern als Betroffene. Daher kann ich aus erster Hand beurteilen, wie real die Schilderungen sind. Wer den Autoren also eine Anti-Pharma-Propaganda unterstellt und behauptet, so schlimm könnten die Verhältnisse in der Psychiatrie gar nicht sein, der irrt. Sie sind... Eines vorab: Ich betrachte dieses Werk nicht aus professioneller Distanz sondern als Betroffene. Daher kann ich aus erster Hand beurteilen, wie real die Schilderungen sind. Wer den Autoren also eine Anti-Pharma-Propaganda unterstellt und behauptet, so schlimm könnten die Verhältnisse in der Psychiatrie gar nicht sein, der irrt. Sie sind so schlimm und zum Teil sogar noch schlimmer. Da es in diesem Fachbuch diverse Erfahrungsberichte von Patienten und ihren Angehörigen gibt, die für manche Leser nahezu abenteuerlich anmuten dürften, habe ich meine persönlichen Erlebnisse zu dem Thema ebenfalls kurz zusammenfassen. Wer Interesse daran hat, folgt bitte dem Link auf unserer Website. Wenn ich nun also dieses Sachbuch lese, weckt das widersprüchliche Gefühle in mir. Zum einen bin ich zutiefst schockiert, wenn ich bedenke, dass die "Serotonin-Lüge" der Ärzteschaft bereits seit Jahren bekannt ist und dennoch nicht von dieser Therapiemethode Abstand genommen wird. Das Gegenteil ist der Fall. Die Patienten werden klein gemacht, unter Druck gesetzt und mit weiteren Lügen gefüttert, um auf die medikamentöse Therapie einzugehen. Das Bild der "Zombies" auf den Klinikfluren werde ich nie vergessen. Der zweite Impuls ist tiefe Dankbarkeit und Erleichterung - denn die Autoren sprechen mir aus der Seele. Vermutlich liegt das an ihrer eigenen Lebensgeschichte, denn bei aufmerksamer Lektüre fällt auf: Eines der Fachbeispiele berichtet von den Erfahrungen, die Sabine Ansari als Psychiatrie-Patientin machen musste. Ich empfinde es als ausgesprochen mutig, das am Ende des Buches einzugestehen. Dass aus den persönlichen Erlebnissen des Ehepaars die Website [depression-heute.de] entstanden ist, sie dieses Buch geschrieben haben und beide sich aktiv für psychisch Erkrankte einsetzen, ist bemerkenswert und ein Paradebeispiel dafür, dass ein erfülltes Leben trotz Depression möglich ist. Aber zurück zum Buch: In klaren und deutlichen Worten fassen die Autoren gut belegte Fakten zu den folgenden Kernpunkten zusammen: * Depressionen und ihr Verlauf * Antidepressiva und das Lügennetz der Pharmaindustrie * Ignoranz und Korruption im Gesundheitssystem * Alternativen zur medikamentösen Therapie Am Ende des Buches findet sich ein ausführliches Quellenverzeichnis, das die Thesen des Paares stützt. Sowohl für medizinisches Fachpersonal, als auch verständlich für Laien, setzen Peter und Sabine Ansari ihre Leser über diesen Medizin-Skandal ins Bild und weisen den Weg zu erfolgreicheren Behandlungsmethoden. Unterstützt wurden sie von namhaften Ärzten und Forschern, allen voran Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen, der auch das Vorwort verfasst hat. Jeder Betroffene und seine Angehörigen werden sich in diesem Werk wiederfinden. Es ist auch höchste Zeit, dass die Missstände der medikamentösen Therapie in der Psychiatrie endlich einmal in dieser ungeschönten Form thematisiert werden. Jedem Patienten sollte der Inhalt Mut machen, denn er ist mit seinen schrecklichen Erfahrungen bei Weitem nicht alleine - auch wenn die behandelnden Ärzte es gerne so darstellen. Meiner Meinung nach gehört dieses Buch als Standardwerk in jede neurologische bzw. psychiatrische Praxis. Das würde vielen Patienten und ihren Familien enormes Leid ersparen. Es ist informative, fundierte Fachliteratur, deren Inhalt für jeden Interessierten gut zugänglich ist. Das Buch ist so aufgebaut, dass es nicht am Stück gelesen werden muss. Gezielt können die Leser bestimmte Themen nachschlagen und haben direkt alles Wissenswerte zur jeweiligen Fragestellung beisammen. Das ist auch der Grund für die Mehrfachnennung bestimmter Fakten und Kerngedanken. Je nach Thema werden die betreffenden Sachverhalte in manchen Kapiteln ausführlich, an anderer Stelle nur kurz und knapp beschrieben. Doch auch wer - wie ich - mehrere Abschnitte nacheinander liest, wird sich durch die Wiederholungen nicht gestört fühlen. Jeder mehrfach erwähnte Fakt ist ein Kernelement der desaströsen Behandlung von Menschen mit Depressionen (sofern sie denn tatsächlich an Depressionen leiden) und erhält je nach Fragestellung noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für dieses Sachbuch. Wer im persönlichen Umfeld mit dem Thema zu tun hat, sollte es auf jeden Fall lesen. Auch Ärzten und Therapeuten möchte ich es wärmstens ans Herz legen. Ich möchte jedoch auf keinen Fall den Leserkreis begrenzen. Ich denke, jeder einzelne Mensch wird im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit dem Thema Depression konfrontiert - spätestens beim Besuch des Neurologen bzw. Psychiaters, ganz egal, weshalb der Termin ursprünglich zustande kam. Fazit: Endlich einmal schwarz auf weiß die ungeschönte Wahrheit über Antidepressiva. Lesenswert für Betroffene, Interessierte, Therapeuten und vor allem Ärzte! Wertung: 5 Punkte

Uneingeschränkt empfehlenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Coppenbrügge am 06.11.2016

Zusammen mit seiner Ehefrau Sabine Ansari, einer Heilpraktikerin, hat der Humanbiologie Peter Ansari ein wichtiges Buch über Antidepressiva geschrieben. Zehn Jahre hat er über Depressionen geforscht. Jetzt betreiben beide im niedersächsischen Coppenbrügge eine Gemeinschaftspraxis, wo auch Menschen mit psychiatrischen Diagnosen betreut werden. In sechs Kapiteln schreiben die Ansaris über... Zusammen mit seiner Ehefrau Sabine Ansari, einer Heilpraktikerin, hat der Humanbiologie Peter Ansari ein wichtiges Buch über Antidepressiva geschrieben. Zehn Jahre hat er über Depressionen geforscht. Jetzt betreiben beide im niedersächsischen Coppenbrügge eine Gemeinschaftspraxis, wo auch Menschen mit psychiatrischen Diagnosen betreut werden. In sechs Kapiteln schreiben die Ansaris über die ungehemmte Verbreitung dieser Substanzen, ihre gelegentlich suizidfördernde Wirkung und über die Qualen, die beim Absetzen auftreten können. Im zweiten Kapitel geht es um die nach wie vor unbekannten biochemischen Vorgänge, die mit Depressionen einhergehen, um den Placebo-Effekt von Antidepressiva und die gerne verschwiegenen unerwünschten Wirkungen. Kapitel 3 handelt betrügerische Bewerbung von Antidepressiva und Milliardenstrafen für aufgeflogene Herstellerfirmen ab, Kapitel 4 die Lüge vom niedrigen Serotoninspiegel als Ursache von Depressionen. Im fünften Kapitel betrachten die Ansaris die verquere Geschichte der Antidepressiva seit den 1950er Jahren, und im Schlusskapitel geht es um wirksame, "alternative" Behandlungsmöglichkeiten. Das Buch ist übersichtlich, die Ausführungen sind auch für medizinische Laien problemlos zu verstehen: also ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch für alle, die sich einen Überblick über das Geschäft mit den Antidepressiva (einschließlich den neueren Antidepressiva), deren Wirkungen und Risiken verschaffen wollen.