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Petzow - Villa der Worte

Das Schriftstellerheim in Erinnerungen und Gedichten

Brigitte Reimann war da, Maxie und Fred Wander auch, Reiner Kunze, Günter de Bruyn, Heinz Knobloch, Karl Mickel und viele andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Der malerisch am Schwielowsee bei Werder gelegene Ort Petzow war begehrter Schreibort und gern erinnertes Refugium. Die weiße Villa mit den drei Pappeln übte eine Faszination auf Schreiben de aus. Gleichzeitig Erholung und eine besondere Arbeitsatmosphäre zu finden, das ermöglichte hier von 1955 bis 1990 ein Schriftstellerverband, der sich erst „deutscher“ nannte und seit 1973 „der DDR“. Die erschwinglichen Preise auch für Familienangehörige und eine gastfreundliche Bewirtung waren die äußeren Bedingungen. Eine wachsende Kollegialität und der unzensierte Austausch auch kontroverser Meinungen sorgten für ein seinerzeit nicht selbstverständliches geistiges Fluidum.

Ein kundiger Herausgeberkreis hat aus den in Petzow verfassten oder von Petzow inspirierten Texten eine einzigartige Anthologie zusammengestellt. Namen wie Georg Maurer und Rainer Kirsch, Jens Gerlach, Werner Liersch und Gisela Steineckert, Walter Kaufmann und Matthias Biskupek, Elfriede Brüning und Christa Kozik bürgen für literarisch kostbare Zeugnisse vom Erlebnis ihres Hierseins. Briefe stehen neben Tagebuchauszügen, Gedichte neben kurzen Prosastücken, Beschreibungen des Augenblicks neben nachträglichen Betrachtungen, illustriert von Fotos und Dokumenten wie dem Gästebuch der ersten fünf Jahre des Schriftstellerheims aus dem Besitz von Gerhard Wolf. Dies alles fügt sich zu einem Bild, das die kreative Arbeitskonzentration, fruchtbare Kommunikation und Erholungsmöglichkeit für Generationen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern beschreibt. Auf diese Weise steht Petzow als Metapher für die Umstände des Wachsens und Gedeihens von Literatur – einer Literatur, die erinnernswert bleibt, weil sie lebhaft und lebendig auf Zeitumstände reagierte.
Portrait

Dr. Margrid Bircken, 1951 geboren, Studium der Germanistik und Geschichte, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Neuere deutsche Literatur an der Universität Potsdam, mit Schwerpunkt DDR-Literatur/Literatur des 20. Jahrhunderts.
Dr. Christel Hartinger, 1941 geboren, Studium der Germanistik, Kunstgeschichte. Lehre und Forschung in den Bereichen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Literatur in der DDR, Lyrik-Geschichte und -Theorie sowie Frauen-Literatur.
Harald Kretzschmar, 1931 geboren, Karikaturist, Grafiker und Feuilletonist. Burkhard Raue, 1972 geboren, Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaften und Soziologie. Als Journalist und Lektor tätig. Prof. Dr. Marianne Schmidt, 1929 geboren, Studium der Pädagogik, Germanistik, Theaterwissenschaften, Professur am Literaturinstitut Leipzig.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-945256-33-6
Verlag Verlag Berlin Brandenburg
Maße (L/B/H) 21,6/14,6/2,7 cm
Gewicht 508 g
Abbildungen ca. mit 20 Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
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