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Die Stille unter dem Eis

Roman

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Anna trampt durch Alaska. Als der junge Fischer Kyle sie auf der Straße aufsammelt und in seinem Pick-up mitnimmt, merken die beiden schnell, dass sie viel gemeinsam haben: Ihre Liebe zur wilden, einsamen Landschaft Alaskas, ihren starken Drang nach Unabhängigkeit und Abenteuer. Sie werden ein Liebespaar. Als man ihnen anbietet, den Winter in einem abgelegenen Leuchtturm auf einem kleinen Felsen vor der Küste Alaskas zu verbringen, stimmen sie zu. Seit der letzte Leuchtturmwärter zwanzig Jahre zuvor auf mysteriöse Weise verschwand, hat dort niemand mehr gewohnt. Das perfekte Abenteuer für das junge Paar. Doch in der Einsamkeit der Wildnis und dem immer gnadenloser hereinbrechenden alaskischen Winter wird mehr und mehr klar, dass beide ihre Geheimnisse hüten ...
Rezension
»Rachel Weaver erzählt in einer knappen, ungeschönten Sprache vom persönlichen Scheitern, von Entwurzelung und Sinnsuche, unterdrückten Gefühlen und davon, wie schwer es ist, nicht nur anderen, sondern auch sich selbst zu verzeihen.«, Märkische Oderzeitung, 06.04.2017
Portrait
Rachel Weaver arbeitete für den Alaska Forest Service, wo sie über Sing- und Greifvögel, Schwarz- und Braunbären forschte. Sie hat einen Abschluss in »Writing and Poetics« von der Naropa University in Boulder und lebt mit ihrem Mann und ihren Zwillingssöhnen in Colorado. Ihr Roman »Die Stille unter dem Eis« wurde vom amerikanischen Buchhandelsverband unter die »Top Ten Debuts« des Frühjahrs 2014 gewählt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783492971850
Verlag Piper ebooks
Übersetzer Yola Schmitz
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Point of Direction
von Dr. M. am 01.08.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

So heißt das Buch im Original. Und dieser Titel trifft den Inhalt wesentlich besser als der deutsche, bei dem man vielleicht einen Psycho-Thriller vermuten könnte, zumal der Klappentext geheimnisvolle Andeutungen macht. Aber der Erstling der Autorin befasst sich lediglich mit den inneren Dramen zweier Menschen, die sich zufällig trafen,... So heißt das Buch im Original. Und dieser Titel trifft den Inhalt wesentlich besser als der deutsche, bei dem man vielleicht einen Psycho-Thriller vermuten könnte, zumal der Klappentext geheimnisvolle Andeutungen macht. Aber der Erstling der Autorin befasst sich lediglich mit den inneren Dramen zweier Menschen, die sich zufällig trafen, Gefallen aneinander fanden und ein Paar wurden. Jeder der beiden behielt das Geheimnis seiner angeknacksten Seele erst einmal wohlweislich für sich. Und beide sind sich darüber im Klaren, dass mit dem anderen etwas nicht stimmt. Einen Weg, um darüber zu sprechen, finden Anna und Kyle zunächst nicht. Dann kommt Kyle auf die Idee, für ein Jahr mit Anna auf eine kleine unbewohnte Insel vor der Küste Alaskas zu ziehen und den dortigen Leuchtturm zu warten. Mal was Neues machen, nennt Kyle diese seltsame Idee. Anna stimmt zu, obwohl ihr nicht wirklich klar ist, warum sie das eigentlich mitmachen sollte. Die Einsamkeit an diesem "Point of Direction" verstärkt das seelische Unheil, unter dem beide aus unterschiedlichen Gründen leiden. Während der Leser bei Anna recht schnell in ihren Albtraum einbezogen wird, bleibt Kyles Problem im Dunkeln, wenngleich man beim Lesen bald einen Verdacht bekommt, der sich dann auch bestätigt. Die Autorin hat offenbar in dem von ihr besuchten Kurs über kreatives Schreiben eine Menge gelernt: Zunächst lässt sie ihre Leser geschickt rätseln, was die abwehrende, aber nicht unsympathische Anna für ein Problem mit sich herumschleppt. Dann tritt Kyle auf, und der romantische Teil scheint zu beginnen. Aber auch Kyle ist ein Einzelgänger, der ganz offensichtlich ebenso ein Geheimnis in sich trägt. Die Einsamkeit der Leuchturminsel, auf der sich beide Seelendramen in einander verknoten, liefert die fällige Zuspitzung des unausgesprochenen Konflikts. Zusätzlich geschehen dramatische Ereignisse, die Anna und Kyle zu trennen scheinen, bevor es dann schließlich zu einem aufklärenden, aber offenen Ende kommt. Eine nahezu perfekte Konstruktion eines Romans. Die Sache besitzt nur einen, oder besser zwei, Haken: Die scheinbaren Seelendramen sind etwas weit hergeholt und nicht besonders glaubwürdig. Annas Schuldgefühle wirken aufgesetzt, weil nicht so recht zu begreifen ist, worin eigentlich ihre Schuld bestehen soll. Und Kyles inneres Drama scheint erst recht auf dem Boden unrealistischer Vorstellungen der Autorin gewachsen zu sein. Das lässt sich jedoch nicht ohne die völlige Aufdeckung des Inhalts dieses Buches erklären. Kurz gesagt: Das Buch liest sich gut und unterhält bis kurz vor seinem Ende ganz passabel. Aber auch eine gute Konstruktion eines Buches und ein leichter Stil können nicht überdecken, das die beiden Konflikte, die in ihm mit einander verwoben werden, nicht völlig glaubhaft erscheinen.

Spannendes Psychodrama mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 11.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und... Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und entscheiden sich dafür, neun Monate auf der unbewohnten Insel Hibler Rock zu verbringen und dort als Leuchtturmwärter zu arbeiten. Bereits in der ersten Nacht nach der Ankunft geht alles schief, als ihr Boot mit sämtlichen Vorräten und persönlichen Gegenständen sinkt und auch der Motor des Bootes daraufhin defekt ist. Kyle schafft es jedoch, einen alten Außenbordmotor aus einem Schuppen wieder flott zu machen, so dass sie sich mühsam auf den Weg in die nächstgelegene Stadt machen, um von ihrem Ersparten ein wenig Kleidung, Lebensmittel und Wasser zu kaufen. Anschließend begeben sie sich voller Elan daran, den seit 1978 unbewohnten Leuchtturm für sich einzurichten, einen Verschlag für Feuerholz und ein Gewächshaus zu bauen, damit sie möglichst autark auf der Insel leben können, denn im Winter wird durch den Wind und starken Wellengang keine Möglichkeit mehr bestehen, auf das Festland zu gelangen. Das Paar, das sich noch nicht lange kennt, gelangt bald körperlich und emotional an seine Grenzen und merken, dass jeder für sich Geheimnisse verbirgt, die er dem anderen nicht Preis geben möchte und dass sie den Aufenthalt auf der Insel und die Einsamkeit nutzen, um vor der Vergangenheit wegzulaufen und sich zu verstecken. Der Roman in der Ich-Form aus der Sicht von Anna geschrieben und vermittelt eine durchweg melancholische Stimmung. Der Schreibstil der Autorin hat mich an die Romane von Lucy Clarke erinnert, deren Bücher auch immer (traurige) Schicksale von jungen Frauen zum Thema haben. Anna und Kyle sind beide Abenteurer und Einzelgänger, die in der Vergangenheit etwas erlebt haben, das sie nicht ganz verarbeitet haben, vor dem sie weglaufen und über das sie mit dem anderen nicht reden möchten. Als Paar ziehen sie sich gemeinsam auf die Insel zurück, halten sich aber gegenseitig auf Distanz und gehen dort getrennter Wege oder üben Kritik am anderen. Während Anna mit dem mangelnden Komfort gut zurecht kommt, ist es vor allem Kyle, der das einsame Dasein nicht erträgt. Nach einem Vorfall auf dem Meer kehrt Kyle nicht mehr auf die Insel zurück und Anna ist ohne zu wissen weshalb, auf sich allein gestellt. "Die Stille unter dem Eis" ist ein leises, aber durchweg spannendes Psychodrama, das von zwei Menschen handelt, die beide mit einem unverarbeiteten Trauma leben, sich zufällig begegnen und zusammentun. Während man bei Anna durch ihre Erinnerungen in Rückblenden erfährt, woran sie leidet, ist der Leser so wie Anna auch im Unklaren, was mit Kyle los ist. Darüber hinaus ist es spannend zu erfahren, welche Verbindung es zu dem letzten Leuchtturmwärter William Harris gibt, auf den sie im Leuchtturm Hinweise finden und der im Jahr 1978 spurlos verschwunden ist. Es ist ein atmosphärischer Roman, bei dem man sich unmittelbar nach Alaska und Hibler Rock versetzt fühlt, die Kälte des Windes und die raue See spürt, eine Geschichte mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst.

Die Stille unter dem Eis
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Auf einer abgelegende Leuchtturminsel in einer Flußmündung in Alaska versucht eine junge Frau den Dämonen eines tragischen Geschehnisses, für das sie sich verantwortlich fühlt, zu entkommen. Aber auch ihr Lebensgefährte hat ein Päckchen zu tragen, von dem sie nichts ahnt. Und so kommt es zu beängstigenden Ereignissen, die die Seele... Auf einer abgelegende Leuchtturminsel in einer Flußmündung in Alaska versucht eine junge Frau den Dämonen eines tragischen Geschehnisses, für das sie sich verantwortlich fühlt, zu entkommen. Aber auch ihr Lebensgefährte hat ein Päckchen zu tragen, von dem sie nichts ahnt. Und so kommt es zu beängstigenden Ereignissen, die die Seele des jeweilig anderen ins wanken bringen. Dieses Buch legt man nicht aus der Hand und auch nach der Lektüre läßt es den Leser zunächst nicht mehr los!