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Das hier ist kein Tagebuch

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Jugendbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

(3)
Er tut es widerwillig, aber doch. Tag für Tag zeichnet Boudewijn auf, was mit ihm
los (bzw. nicht los) ist, was er fühlt (oder nicht fühlen kann), weil das passiert
ist: Seine Mutter hat sich umgebracht. Schreibend, denkend und erinnernd löst
er sich allmählich aus der Starre einer tiefen Depression. Und die Wut auf
diese «dumme egoistische Kuh!» weicht echter Trauer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 183
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 26.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7725-2861-3
Verlag Freies Geistesleben
Maße (L/B/H) 22,4/14,1/1,9 cm
Gewicht 379 g
Originaltitel Dit is geen dagboek
Auflage 2
Übersetzer Rolf Erdorf
Verkaufsrang 28.754
Buch (Kunststoff-Einband)
18,50
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2018
Bewertet: anderes Format

Definitiv keine leichte Kost und eher etwas für ältere Leser ab 12. In dem Buch geht es um Bou, der versucht aus seiner Depression raus zu kommen. Tief bewegend!

Eindrückliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 06.06.2018

Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man... Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Klappenseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Der Hauptprotagonist Boudewijn, der von allen nur Bou genannt wird, hat es nicht leicht. Im Zuge einer Behandlung soll er sich ein Tagebuch zulegen und in dieses seine Empfindungen eintragen. Natürlich findet er das alles ziemlich blöd, doch schon bald wird dieses ?Nicht-Tagebuch? für ihn lebensnotwendig. In ihm verarbeitet er den Tod seiner Mutter und dies auf wirklich eindrucksvolle und emotionale Art und Weise. Die Texte die Bou schreibt, haben mich zutiefst berührt und lange nachdenklich zurück gelassen. Dieses Buch geht unter die Haut und das noch lange nach der Lektüre. Es ist ein Buch um einen Jungen, der zu zerbrechen scheint, was seine Texte auch deutlich zeigen, er ist verzweifelt und am Boden. Doch das Tagebuch hilft ihm, seinen Schmerz zu verarbeiten. Gerade weil er mit seiner unbändigen Wut nicht umgehen kann, ist dieses Tagebuch das richtige Mittel. Zwei Menschen geben Bou im Leben Halt und das ist zum einen seine Tante, die er häufig verantwortlich für den Tod seiner Mutter macht und seine siebenjährige Schwester Fussel, die noch zu klein war, um den Tod seiner Mutter zu verstehen. Eine weitere Protagonistin, die im Laufe des Buches ans Tageslicht tritt, ist Bous Schulkameradin Pauline, die in ihm den kleinen Keim einer Freundschaft sät. Allerdings bleibt diese Leider nicht lang bestehen. Von einem Schreib- und Erzählstil kann man im Buch kaum sprechen, da es sich häufig um aneinandergereihte Songtexte etc. handelt. Allerdings finde ich, dass gerade die zusammengewürfelten Sätze zeigen, wie verwirrt Bou gerade zu Beginn ist. Durch seine unregelmäßige Form in Inhalt und Form, ist das Buch etwas besonderes, was auch eine besondere Tiefe transportiert. Zurecht 2016 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Geht unter die Haut
von mabuerele am 25.04.2016

„...Das hier ist kein Tagebuch. Ich sage es bloß der Deutlichkeit halber dazu...“ Mit obigen Zitat beginnt Boudewijn, ein 16jährige niederländischer Junge, sein Nicht-Tagebuch. Es ist die Geschichte einer Heilung. Dahinter steht die Forderung des Vaters, jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben und eine CD zu hören. Angefangen hat... „...Das hier ist kein Tagebuch. Ich sage es bloß der Deutlichkeit halber dazu...“ Mit obigen Zitat beginnt Boudewijn, ein 16jährige niederländischer Junge, sein Nicht-Tagebuch. Es ist die Geschichte einer Heilung. Dahinter steht die Forderung des Vaters, jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben und eine CD zu hören. Angefangen hat alles am siebten Geburtstag der Schwester. Sie bat ihn, das Grab der Mutter zu besuchen. Danach war nichts mehr wie zuvor. Migräne, Müdigkeit, Lustlosigkeit folgten. Dabei lag der Tod der Mutter schon einige Jahre zurück. Sie war manisch-depressiv, hatte ihre Medikamente nur unregelmäßig genommen und dann Selbstmord begangen. Im Tagebuch arbeitet Boudewijn nun die Vergangenheit auf, den Todestag der Mutter und seine ungewöhnliche Reaktion, die Jahre davor, sein Unverständnis und seine Wut, die ihn ungerecht werden lässt gegen andere. Es ist ein Art Trauerbewältigung, der er sich vorher verweigert hat. Dazu hört er jeden Tag klassische Musik. Er versucht es zwischendurch auch mit einem anderen Genre, doch das kann er nicht ertragen. Die Sprache des Buches ist schwer in Worten zu fassen. Manchmal sind es nur Gedankenbruchstücke. Positiven Erinnerungen an die Mutter stehen Vorwürfe und Bitterkeit gegenüber. Das Auf und Ab in der Schule wird genauso thematisiert wie die eignen Fehler. Die Einträge des jeweiligen Tages sind ein Abbild seines Seelenzustands. Manche Worte und Sätze werden in Großbuchstaben hervorgehoben. So wirken sie besonders eindringlich. Sie zeigen die innerer Zerrissenheit des Jungen. Doch dann gibt es Stellen voller Liebe und Zuneigung. Das passiert immer dann, wenn er über seine kleine Schwester Dolores schreibt, die er liebevoll Fussel nennt. Sie ist der Stabilitätsfaktor in seinem Leben, weil sie einfach da ist und nichts von ihm will. Sie nimmt ihn mit all seinen Fehlern und Schwächen wie er ist. Ich würde fast sagen, ein Teil des Buch ist eine Liebeserklärung an Fussel. Sie reißt ihn aus Einsamkeit und Angst. Das schwarze Cover mit dem Titel am unteren Rand passt zur Handlung. Als Boudewijn das Tagebuch beginnt, ist die Welt für ihn schwarz. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, was die Krankheit der Eltern mit Kindern machen kann. Es ist emotional berührend und macht betroffen, obwohl oder gerade weil die Sprache eher kurz und prägnant ist.