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Als die Liebe endlich war

(17)
Verfolgung, Existenzangst und Neuanfänge in der Fremde - das sind die Erfahrungen des jungen Juden Carl Schwarz, als er 1950 in Brooklyn Emmi kennenlernt, die wie er aus Bayern stammt. Sie hat Deutschland nach dem Krieg verlassen, und wie er will auch sie ein neues Leben beginnen. Carl findet bei Emmi die Heimat, die er elfjährig verlassen musste, und lebenslange Liebe und Geborgenheit. Über die Vergangenheit reden beide nicht - zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an das, was war. Jahrzehnte später wird Carl von einer Freundin gebeten, den schriftlichen Nachlass ihres verstorbenen Ehemannes durchzusehen, eines Holocaust-Überlebenden. Nur widerwillig macht sich Carl an die Arbeit - und stößt in den Briefen und Unterlagen aus dem KZ Dachau auf Hinweise aus Emmis Vergangenheit. Das Fundament aus Verschweigen und Halbwahrheiten, auf dem ihr gemeinsames Leben basierte, beginnt zu zerbrechen ...
Portrait
Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. 2006 erschien ihr Debüt Tannöd, mit dem sie großes Aufsehen erregte. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich über eine Million Mal, wurde in zwanzig Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Für ihr zweites Buch Kalteis (2007) erhielt sie zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis. Zuletzt erschienen Finsterau (2012) und Täuscher (2013).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783455813708
Verlag Hoffmann und Campe
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Die Vergangenheit
von Eliza am 08.02.2018
Bewertet: Taschenbuch

„Die Literatur und die Musik sind es, die uns tragen und uns helfen in dunklen Tagen.“ Ein wunderschönes Zitat mit dem Andrea Maria Schenkel vielen Lesern und Musikfans wohl aus dem Herzen spricht. Mich hat die Autorin mit diesem Roman überzeugt und gleichzeitig beeindruckt, bisher kannte ich sie nur von... „Die Literatur und die Musik sind es, die uns tragen und uns helfen in dunklen Tagen.“ Ein wunderschönes Zitat mit dem Andrea Maria Schenkel vielen Lesern und Musikfans wohl aus dem Herzen spricht. Mich hat die Autorin mit diesem Roman überzeugt und gleichzeitig beeindruckt, bisher kannte ich sie nur von ihren Krimis, aber sie kann definitiv auch Romane. Sie hat einen Roman geschrieben über Liebe und große Gefühle, aber auch über Verfolgung und Vergangenheit. Das Cover finde ich nicht sonderlich gut vom Verlag gewählt, es mutet meiner Meinung nach etwas kitschig an, dabei ist dieser Roman alles andere als kitschig. Es geht zwar um große Gefühle und eine dramatische Liebe, aber die Autorin schafft es mit ihrer Sprache, dass man zwar gefangen ist von der Geschichte zwischen Carl und seiner Frau, aber kitschig ist sie nur wirklich nicht. Beeindruckt bei diesem Roman haben mich zum einen die Figuren, Carl und Emmi, aber vor allen Dingen und an erster Stelle die Konstruktion der Geschichte. Die Figuren sind ausgereift, besonders Carl hat mir als Protagonist sehr gefallen. Er durchlebt eine erstaunliche Entwicklung die beeindruckend ist, er sagt sich letztlich sogar von seiner Familie los, indem er nicht nach Deutschland zurück kehrt. Emmi ist es mit der ich nicht direkt etwas anfangen konnte, sie geht oft den Weg des geringsten Widerstandes und trifft so die falschen Entscheidungen, vor allen Dingen ist sie nicht in der Lage ihren Kopf zum Denken zu benutzen, sondern tut lediglich das was man ihr sagt. Erzählt wird der Roman in drei großen Teilen. Wir begleiten Carl von Regenburg nach Shanghai und erleben wie Emmi nach München zu ihrer Tante geschickt wird. Am Ende eines jeden Teils springt der Roman in die Gegenwart und wir Leser können bereits erste Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen, bevor dann im letzten Drittel alles auf das große Finale hinaus läuft. Dem geneigten Leser wird bereits bei der Hälfte des Buches klar, wie tief die Verstrickungen sind, dies tut aber der Spannung keinen Abbruch, denn man möchte zu gerne wissen, wie Carl reagiert, wenn er die Wahrheit über seine Frau erfährt. Sehr angenehm fand ich auch die Erzählweise von Andrea Maria Schenkel, sie vermag sehr gut Atmosphäre zu schaffen und ihre Figuren lebendig wirken zu lassen. Auch die Dialoge und die Beschreibungen sind für diesen Roman in einer guten Mischung gestaltet. Ich kann nicht sagen, warum dieses Buch so lange bei mir auf dem Stapel der ungelesenen Bücher gelegen hat, dort war es definitiv zu Unrecht. Ein Buch welches mehr Beachtung verdient hat. Ich hoffe sehr, dass Frau Schenkel uns noch einmal mit einem solch rührenden Buch beeindrucken mag.

Eine unglaubliche Entdeckung!
von einer Kundin/einem Kunden aus Herne am 03.09.2017
Bewertet: Taschenbuch

Ich kann meine Gedanken kaum in Worte fassen, da alles, was ich sagen möcjte, so komisch klingt. Das Buch war einfach toll. Die Charaktere waren toll. Was mich absolut umgehauen hat, war die Tatsache, das dieses Buch obgleich des Titels überhaupt keine Romanze war. Es war ein absolut toll... Ich kann meine Gedanken kaum in Worte fassen, da alles, was ich sagen möcjte, so komisch klingt. Das Buch war einfach toll. Die Charaktere waren toll. Was mich absolut umgehauen hat, war die Tatsache, das dieses Buch obgleich des Titels überhaupt keine Romanze war. Es war ein absolut toll verpacktes Drama. Als ich das Buch begonnen hatte, hatte ich auch überhaupt keine Ahnung, dass es so erzählt wird, wie es letzten Endes wurde. Ich habe mir das alles so vollkommen anders vorgestellt und bin mehr als positiv überrascht, dass es anders war. Die Handlund jedoch war mit Abstand das Beste an diesem Roman überhaupt. . Hauptsächlich geht es um Carl, einem Mann der in seinen Kindertagen aus Deutschland über Shanghai nach Amrika floh, wo er seine jetzige Frau Emmi kennenlernt. Sie führen eine glückliche Ehe, bis die anstrengende Nachbarin Faith ein Bündel Papiere und Briefe aus dem Nachlass ihres verstorbenen Gatten vorbeibringt. Sie bittet Carl, diese Papiere für sie zu übersetzen, da sie allesamt auf Deutsch geschrieben wurden. Beim durchsehen der Papiere stößt Carl auf eine unglaubliche Entdeckung, die seine Grau betrifft. Danach rieseln über ihre Ehe mehr als nur ein paar Kiesel und Carl fragt sich, ob er Emmi jemals wirklich kannte. . Das ist nicht der Klappentext, sondern meine eigene, spoilerfreie Wiedergabe. Die Geschichte wurde so herzlich geschrieben, dass ich nicht anders konnte, als sie in mein Herz zu schliessen. Jeder Charakter hat eine unglaubliche Tiefe besessen, vor allem Emmi. Die Dialoge der Protagonisten sind allesamt "altdeutsch", mit bayerischen Akzenten, wie es mir vorkam. Das hat diesem Roman insgesamt eigentlich seinen Charme und Realismus gegeben, für den ich ihn sehr schätze. . Und mal abgesehen von der Story: Das Cover ist einfach nur wunderschön. Es passt zur Geschichte und vermittelt ebenso die Atmosphere des Romans sehr gut dem Betrachter. . Von mir bekommt "Als die Liebe endöich war" von @andreamariaschenkel 5 von 5 Sternen, weil ich einfach selten so ein gutes Buch gelesen habe.

Eine schöne Liebesgeschichte, die die Frage von Heimat und Herkunft thematisiert und heute aktueller denn je zu sein scheint.
von sk aus Werdohl am 29.08.2017
Bewertet: Taschenbuch

Zum Cover: Das Cover ist sehr schön gestaltet worden. Zu sehen sind ein Liebespaar, das sich mit dem Rücken zum Betrachter gewandt hat, aber sich in die Arme fällt. Sie scheinen auf einem Schiff zu stehen. Im Hintergrund ist die Freiheitsstatue deutlich zu erkennen. Das Cover passt einwandfrei zu... Zum Cover: Das Cover ist sehr schön gestaltet worden. Zu sehen sind ein Liebespaar, das sich mit dem Rücken zum Betrachter gewandt hat, aber sich in die Arme fällt. Sie scheinen auf einem Schiff zu stehen. Im Hintergrund ist die Freiheitsstatue deutlich zu erkennen. Das Cover passt einwandfrei zu der Geschichte. Zum Inhalt: Dieser Roman thematisiert zwei auf den ersten Blick gleiche Geschichten. Schaut man genauer erkennt man doch Unterschiede. Andrea Maria Schenkel erzählt voller Hingabe zwei unterschiedliche Geschichten. Carl, jüdischer Herkunft, flüchtet mit seiner Familie während des Nationalsozialismus nach Shanghai und emigrierte später in die USA. Emmi hat Deutschland erst nach dem Krieg verlassen, doch ihre Vergangenheit ist ein reines Geheimnis, welches mit dem Konzentrationslager Dachau zu tun hat. Ich bin sehr geschichtlich-interessiert und dementsprechend war ich auch sehr gespannt darüber, wie die Autorin so ein schreckliches Thema in ihrem Buch verarbeitet. Ich muss sagen Ihr ist es echt gut gelungen. Vor allem thematisiert der Roman die Frage von Heimat und Herkunft. Ein Thema das heute aktueller denn je zu sein scheint. Zum Schreibstil: Dieser Roman enthält kurze Sätze, Absätze und gut erkennbare Dialoge, die dem Leser einen guten Leseverlauf geben. Außerdem wird die Geschichte von so vielen Perspektiven erzählt. Um es zu verdeutlichen: mehrere Perspektiven aus der Vergangenheit von Emmi und Carl, aber auch Gegenwartsperspektiven. Diese bieten dem Leser viele Eindrücke auf die damalige Zeit der jüdischen Flüchtlinge, generell in die Zeit während des Zweiten Weltkrieges. Diese abwechselnde Leseperspektive baut Spannung auf. Gegen Ende des Romanes gibt es ein Nachwort, das zum einem die Hintergründe dieser Geschichte verdeutlichen und aufzeigt, wie intensiv Andrea Maria Schenkel hinter diesem Roman stand und dafür recherchiert hat. Was mich nur verdutzt hat, war dass die Inhaltangabe hintem am Buchende zu finden war. Mein Fazit: Mir hat dieser Epochenroman sehr gut gefallen. Ich konnte ihn einfach nicht aus der Hand legen und kann diesen jedem nur empfehlen. Dementsprechend gebe ich "Als die Liebe endlich war" 5 von 5 Sternen.