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Ohne Haar und ohne Namen

Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

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Konzentrationslager Ravensbrück, ein Lager speziell für Frauen, war das Ziel der rund 800 Frauen, die an einem sonnigen Morgen im Mai 1939 durch einen Wald 90 Kilometer nördlich von Berlin marschierten. So erzählt es das Buch der Journalistin Sarah Helm, mit dem sie den Opfern von Ravensbrück ein Denkmal setzt. Hausfrauen, Ärztinnen, Politikerinnen, Prostituierte, beschreibt sie weiter, wurden dicht zusammengedrängt durch riesige Tore getrieben, während die Wärterinnen sie traten und schlugen. Doch das war nur der Beginn ihres Martyriums und viele weitere Frauen sollten ihnen folgen. Darunter auch die Schriftstellerin Margarete Buber-Neumann, Kafkas Freundin Milena Jesenská oder die Widerstandskämpferin Olga Benario.

Sarah Helm gelang es, einige der heute noch lebenden Frauen dazu zu bringen, über das Unerhörte zu reden. Und so erzählt sie die grauenvolle Geschichte der Inhaftierten, aber auch die Geschichte der Frauen, die andere Frauen bewachten, erniedrigten, misshandelten und töteten. Für ihre aufrüttelnde Arbeit erhielt die Autorin den Longman-History Today Prize 2016.

Portrait
Sarah Helm arbeitet als Journalistin und Autorin in London. Zuletzt erschien von ihr die Geschichte der britischen Agentin Vera Atkin im Zweiten Weltkrieg („Life in Secrets“).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 820
Erscheinungsdatum Januar 2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3216-5
Verlag WBG Theiss
Maße (L/B/H) 23,3/16,4/5,8 cm
Gewicht 1328 g
Originaltitel If this is a woman. Inside Ravensbrück: Hitler´s Concentration Camp for Woman
Abbildungen mit 74 Abbildungen, mit Karte
Übersetzer Martin Richter, Annabel Zettel, Michael Sailer
Buch (gebundene Ausgabe)
39,10
inkl. gesetzl. MwSt.
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"Euer Gott hat euch doch verlassen. Wir können mit euch doch machen, was wir wollen!"
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2016

Das Buch "ohne Haar und ohne Namen" von Sarah Helm ist mit Abstand das bewegendste Buch, dass ich seit langem gelesen habe. Das Buch beschreibt das Leben der unterschiedlichsten Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück. Sarah Helm schafft es, mich mit ihren Worten in den Bann zu ziehen. Immer wenn ich... Das Buch "ohne Haar und ohne Namen" von Sarah Helm ist mit Abstand das bewegendste Buch, dass ich seit langem gelesen habe. Das Buch beschreibt das Leben der unterschiedlichsten Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück. Sarah Helm schafft es, mich mit ihren Worten in den Bann zu ziehen. Immer wenn ich das Buch in die Hand genommen habe, konnte ich es nicht mehr weg legen, was mir viele schlaflose Nächte beschert hat. So berührend und doch so brutal, nimmt einen das Buch mit auf eine traurige Reise. Ich kann es oft gar nicht fassen, zu was Menschen in der Lage gewesen sind und sich gegenseitig antun können. "Denket, ob dies eine Frau sei, Die kein Haar mehr hat und keinen Namen, Die zum Erinnern keine Kraft mehr hat, Leer die Augen und kalt ihr Schoß Wie im Winter die Kröte. Denket, daß solches gewesen. Es sollen sein diese Worte in eurem Herzen" - Primo Levi Sarah Helm hat sich jahrelang mit dem Thema Ravensbrück und ihren Insassen beschäftigt. Durch die unzähligen Gespräche mit den Überlebenden, hat sie es geschafft ein sehr authentisches und berührendes Buch zu schreiben, das einem das Leben der Insassen in Ravensbrück näher bringt. Obwohl diesen Frauen so viel Leid und Schmerz wiederfahren ist, haben sie mit allen Mitteln versucht zu kämpfen. Sie haben mit allen Mitteln versucht ihre Menschlichkeit zu behalten, obwohl es so gut wie unmöglich scheint, diese zu behalten. Obwohl das Grauen und Leid in diesem Buch so groß ist, ist es trotzdem so berührend und voller Menschlichkeit. Sarah Helm hat ein großartiges Buch geschaffen, dass einen nicht mehr los lässt. Ich mag ihren Schreibstil sehr und finde, dass sie einem die Geschichte Ravensbrück näher bringt. Jeder, der auch nur ein bisschen an der deutschen Geschichte interessiert ist, sollte dieses Buch lesen, da es nicht nur lehrreich sondern auch so berührend ist. Trotz der Grauens und des Leids in diesem Buch, dass mich sehr wütend gemacht hat, geht einem die Geschichte dieser mutigen Frauen sehr ans Herz, sodass ich von ihnen mehr als beeindruckt war.

Tiefgründig und bewegend
von einer Kundin/einem Kunden aus Mühltal am 09.12.2015

Vor mir liegt die englische Ausgabe des Buches über das einzige offizielle Konzentrationslager für Frauen. Allein das erste Kapitel schlägt mich in den Bann. Da steht plötzlich, nach Kriegsende, die ehemalige KZ-Oberaufseherin vor der Tür einer ihrer Opfer und fragt: "Erkennst Du mich nicht?!" Die Tür, an der sie... Vor mir liegt die englische Ausgabe des Buches über das einzige offizielle Konzentrationslager für Frauen. Allein das erste Kapitel schlägt mich in den Bann. Da steht plötzlich, nach Kriegsende, die ehemalige KZ-Oberaufseherin vor der Tür einer ihrer Opfer und fragt: "Erkennst Du mich nicht?!" Die Tür, an der sie klopft, gehört zu Margarete Buber-Neumann, der wir die Biographie zu Kafkas Freundin Milena Jesenska verdanken. Nicht nur sie, auch viele andere berühmte Frauen waren dort inhaftiert. In eimem anderen Kapitel will der Lagerkommandant Koegel eine ehemalige Prostituierte dazu nötigen, andere Frauen zu schlagen. "Nein, Herr Lagerkommandant, ich schlage keine Mithäftlinge", antwortet sie. Solche Situationen hat die englische Journalistin Sarah Helm recherchiert, rekonstruiert und in diesem Buch nacherzählt. Ein Buch über Frauen, die jeden Tag mit der Angst leben, ermordet zu werden, und die sich gegenseitig stützen, bis zuletzt.