Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 3

Alle Toten fliegen hoch Band 3

Joachim Meyerhoff

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Beschreibung

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!

» Ach, diese Lücke ... ist nicht weniger intensiv und riskant als Joachim Meyerhoffs Bühnenpräsenz.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 12.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04828-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20,8/13,7/3,4 cm
Gewicht 445 g
Auflage 12. Auflage
Verkaufsrang 11166

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Buchhändler-Empfehlungen

"Mooooaaahh!!"

Melanie Zeier, Thalia-Buchhandlung Linz

Der dritte Teil der Romantrilogie handelt hauptsächlich von den Anfängen Joachim Meyerhoffs als Schauspieler in der Schauspielschule in München und seinem Leben bei seinen Großeltern, das in starkem Kontrast zur Schule und seinem früheren Leben in der Psychiatrie steht. In die Schauspielschule wurde er, so scheint es, nur durch reinen Zufall (oder vielleicht auch durch das Vitamin B seiner Großmutter?) aufgenommen und umgeben von seinen sehr unterschiedlichen und teils skurillen SchulkollegInnen weiß er selbst nicht, ob er hier überhaupt hinpasst. Regelmäßige ernste Gespräche mit Schulleitung und Lehrern, die ihn zu mehr Engagement und Wille überreden möchten, heben auch nicht wirklich das ersehnte Hochgefühl oder bestätigen den jungen Mann in der Versicherung für diesen Job geboren zu sein. Im Gegensatz zu Joachim Meyerhoff in diesen jungen Jahren, scheint seine Großmutter die geborene Schauspielerin zu sein. Zuerst immer geschmeichelt abwinkend, wenn man sie um das Vorspielen oder Lesen einer Rolle bittet, entflammt sie im nächsten Moment in der Leidenschaft der Rolle und bietet eine eindrucksvolle Performance. Nicht zu vergessen ist ihr oft wiederholtes "Mooaahh!", das sie in erschreckenden, überraschenden oder erfreulichen SItuationen zum Ausdruck bringt. Obwohl ich beim Lesen nie wusste, wie ich mir diesen Ausspruch vorstellen sollte, musste ich immer wieder schmunzeln, weil ich mir in meinem Kopf eine eigene Variante davon zusammenstellte. Nach dem Lesen von "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", kann ich mich leider nicht mehr entscheiden, ob ich den ersten, oder diesen Teil am Besten fand. Absolute Leseempfehlung...ich freue mich schon wahnsinnig den vierten Teil "Die Zweisamkeit der Einzelgänger", zu lesen, der diese Woche, am 9. November, erschienen ist!

Eine Lücke

Pia Lemberger, Thalia-Buchhandlung Wien

Es ist eine entsetzliche Lücke, wenn man noch nicht das Vergnügen hatte, Joachim Meyerhoff zu sehen oder zu lesen. In "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" erzählt Meyerhoff von seiner Zeit an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München. Während seiner Ausbildung zum Schauspieler lebte er bei den Großeltern. Seine Großmutter war ebenfalls Schauspielerin und der Großvater Philosoph. Die Diskrepanz dieser zwei Welten - Schauspielschule und das Haus der Großeltern - beschreibt der Autor in einer großen Anzahl von urkomischen Anekdoten. Aber ein Meyerhoff wäre kein Meyerhoff, wenn alles immer zum Lachen wäre - das Drama des Lebens spiegelt sich in unzähligen Seiten wider. Vom Inhalt her ist "Wann wird es endlich so, wie es nie war" immer noch mein Favorit, allerdings verbessert sich Meyerhoff (obwohl ohnehin bereits großartig!) stilistisch von Buch zu Buch -> den Erzählstil seines dritten Buches fand ich bis jetzt am besten!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
60 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: anderes Format

Glück gehabt! Kurz vor Antritt des Zivildienstes wird der Erzähler an der Schauspiel Schule in München angenommen und zieht in die großelterliche Villa. Meyerhoff stellt die skurrile Beziehung literarisch wie authentisch dar, ohne Abstriche an seinem hevorragenden Witz zu machen!

von einer Kundin/einem Kunden am 14.01.2021
Bewertet: anderes Format

Für mich der schwächste Teil der Reihe, wobei hier eh andere Maßstäbe gelten. Selbst ein schwacher Meyhoff ist immer noch super. Die ganzen Schauspielschulkollegen haben einfach nicht so viel Tiefgang. Das Leben mit seinen Großeltern ist in allen Facetten ist zum schreien schön!

von einer Kundin/einem Kunden am 05.11.2020
Bewertet: anderes Format

Ich habe die Bücher nicht chronologisch gelesen, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut. Hier steht die Schauspielausbildung, aber noch viel mehr die aussergewöhnlichen Grosseltern des Autors im Mittelpunkt. Einfach richtig gut erzählt.


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