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Unschuld

(11)
Die junge Pip Tyler weiß nicht, wer ihr Vater ist. Das ist keineswegs ihr einziges Problem: Sie hat Studienschulden, ihr Bürojob in Oakland ist eine Sackgasse, sie liebt einen verheirateten Mann, und ihre Mutter erdrückt sie mit Liebe und Geheimniskrämerei. Pip weiß weder, wo und wann sie geboren wurde, noch kennt sie den wirklichen Namen und Geburtstag ihrer Mutter. Als ihr eines Tages eine Deutsche beim «Sunlight Project» des Whistleblowers Andreas Wolf ein Praktikum anbietet, hofft sie, dass der ihr mit seinem Internet-Journalismus bei der Vatersuche helfen kann. Sie stellt ihre Mutter vor die Wahl: Entweder sie lüftet das Geheimnis ihrer Herkunft, oder Pip macht sich auf nach Bolivien, wo Andreas Wolf im Schutz einer paradiesischen Bergwelt sein Enthüllungswerk vollbringt. Und wenig später bricht sie auf.

«Unschuld», eine tiefschwarze Komödie über jugendlichen Idealismus, maßlose Treue und den Kampf zwischen den Geschlechtern, handelt von Schuld in den unterschiedlichsten Facetten: Andreas Wolf, in Ostberlin als Sohn eines hochrangigen DDR-Politfunktionärs geboren, hat aus Liebe zu einer Frau vor Jahren ein Verbrechen begangen; ein Amerikaner, dem er in den Wirren des Berliner Mauerfalls begegnet, hat den Kinderwunsch seiner Frau nicht erfüllt und sie dann verlassen; dessen neue Lebensgefährtin kann ihrem Ehemann, der im Rollstuhl sitzt, nicht den Rücken kehren und pflegt ihn weiter … In diesem fulminanten amerikanisch-deutschen Gesellschaftsroman eines der größten, sprachmächtigsten Autoren unserer Zeit überschlagen sich die Ereignisse. Und bannen den Leser bis zum Schluss.
Rezension
Jonathan Franzen spinnt ein geradezu hexenmeisterhaft dichtes Netz aus Motiven und Verweisen. Unschuld ist eine große Fiesta, weil dieses Buch teuflisch gut geschrieben ist.
Portrait
Jonathan Franzen, 1959 geboren, erhielt für seinen Weltbestseller «Die Korrekturen» 2001 den National Book Award. Er veröffentlichte außerdem die Romane «Die 27ste Stadt», «Schweres Beben», «Freiheit» und «Unschuld», das autobiographische Buch „Die Unruhezone“, die Essaysammlungen «Anleitung zum Alleinsein» und «Weiter weg» sowie „Das Kraus-Projekt“. Er ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. 2013 wurde ihm für sein Gesamtwerk der WELT-Literaturpreis verliehen. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 832 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783644503410
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1628 KB
Übersetzer Bettina Abarbanell, Eike Schönfeld
Verkaufsrang 18.730
eBook
10,99
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„großes Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Pip Tyler ist jung, hübsch, klug und hat Schulden ohne Ende. Ihr Bürojob wird weder ihrem Können gerecht, noch besteht damit die Aussicht, je ihren Schuldenberg abtragen zu können. Auch wenn sie aus genau diesen und einigen anderen Gründen in einer höchst fragwürdigen Wohngemeinschaft lebt. Einerseits ist sie unglücklich in einen verheirateten Mitbewohner verliebt, andrerseits möchte sie ihrer, sie mit aller Liebe erdrückenden Mutter entwischen. Ihren Vater hat Pip nie kennengelernt. Aber genau das ist Pips Plan. Sie möchte ihren Vater suchen und ihn um Hilfe für ihre ausweglose finanzielle Situtation bitten. Aber dazu müsste Pip aus ihrer Mutter schon irgendeine Informationen herausbekommen . Bisher wurde dieses Thema so gut wie nicht zur Kenntnis genommen. Weder weiß Pip wann, noch wo genau sie geboren wurde. Der Name des Vaters wurde in ihrem Haushalt überhaupt nicht erwähnt. Auch über ihre eigene Vergangenheit und familiären Verbindungen schweigt ihre Mutter beharrlich.
" Unschuld " von Jonathan Franzen ist höchst unterhaltsames Lesevergnügen.
Pip Tyler ist jung, hübsch, klug und hat Schulden ohne Ende. Ihr Bürojob wird weder ihrem Können gerecht, noch besteht damit die Aussicht, je ihren Schuldenberg abtragen zu können. Auch wenn sie aus genau diesen und einigen anderen Gründen in einer höchst fragwürdigen Wohngemeinschaft lebt. Einerseits ist sie unglücklich in einen verheirateten Mitbewohner verliebt, andrerseits möchte sie ihrer, sie mit aller Liebe erdrückenden Mutter entwischen. Ihren Vater hat Pip nie kennengelernt. Aber genau das ist Pips Plan. Sie möchte ihren Vater suchen und ihn um Hilfe für ihre ausweglose finanzielle Situtation bitten. Aber dazu müsste Pip aus ihrer Mutter schon irgendeine Informationen herausbekommen . Bisher wurde dieses Thema so gut wie nicht zur Kenntnis genommen. Weder weiß Pip wann, noch wo genau sie geboren wurde. Der Name des Vaters wurde in ihrem Haushalt überhaupt nicht erwähnt. Auch über ihre eigene Vergangenheit und familiären Verbindungen schweigt ihre Mutter beharrlich.
" Unschuld " von Jonathan Franzen ist höchst unterhaltsames Lesevergnügen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
8
2
0
0
1

von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 30.07.2017
Bewertet: anderes Format

Ein großartiger Roman, kritisch und auf den Punkt gebracht.

von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2016
Bewertet: anderes Format

Wie Idealisten ihre Unschuld verlieren und schuldhafte Verstrickungen noch nach Jahrzehnten auf die nächste Generation nachwirken. Ein Panorama des Internet-Zeitalters.

von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2016
Bewertet: anderes Format

Sprachgewaltig erzählt Franzen eine Geschichte vom Widerstand. Brandaktuell und doch tief in der Geschichte verwurzelt.