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Nullnummer

Roman

Mailand, 6. Juni 1992, nachts. Bei dem Journalisten Colonna ist eingebrochen worden. Die Diskette mit brisanten Informationen hat man nicht gefunden, Colonna sieht jetzt sein eigenes Leben bedroht. Auch er spielt ein Doppelspiel: Er soll eine Zeitung lancieren, die mit schmutzigen Gerüchten über die gute Gesellschaft arbeitet. Zugleich schreibt er als Ghostwriter ein Enthüllungsbuch über den programmierten Skandal. Umberto Eco entwickelt eine rasante Kriminalgeschichte zwischen Wirtschaft, Politik und Presse. Und einen ironischen, provozierenden Roman über das 21. Jahrhundert: Je absurder die Nachrichten, desto deutlicher erkennt man die Gesellschaft von heute.
Rezension
"Ecos letztes Buch, 'Nullnummer', ist eine bitterböse, leider nicht unrealistische Parodie auf unsere verlogene Medienwelt." Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung, 22.02.16

"Sein Werk liest sich wie eine scharfsinnige (und scharfzüngige) Parodie." Büchermagazin, Januar 2016

"Alle lieben ihn, den großen Skeptiker, der auch in seinem neuen Roman gekonnt sein Spiel mit Schein und Sein treibt. Eco hat Spaß am Denken, am Verwirren, am Infrage-stellen, am Zerstören von sicher geglaubten Wahrheiten. Das macht den Genuss seiner Bücher aus." Reinhold Jaretzky, ZDF titel thesen temperamente, 19.10.15

"Während andere seiner Bücher die Probleme in Literatur auflösen und die Moral in Intertexte verschieben, bleibt das Desaster hier bedrängende Wirklichkeit - und macht 'Nullnummer' zu einem von Ecos besten Romanen." Steffen Richter, Neue Zürcher Zeitung, 13.10.15

"Ein politischer Rundumschlag, ein Schelmenstück, eine absurde Geschichte rund um die Unsitten von Politik und Journalismus. ... Umberto Eco gehört zu den Autoren Italiens, die nicht müde werden die kritische Situation des Landes in gute Literatur zu verpacken. Ein Meister eben." Imogena Doderer, ORF 2 Kulturmontag, 28.09.15

"Eco schildert als gewohnt geistreicher Plauderer die Tragik seines Vaterlands." Dirk Schümer, Die Welt, 04.04.15
Portrait
Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren und starb am 19. Februar 2016 in Mailand. Er zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart. Sein Werk erscheint im Hanser Verlag, zuletzt u.a. Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften (2014), Nullnummer (Roman, 2015), Pape Satàn. Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen (2017) und Auf den Schultern von Riesen. Das Schöne, die Lüge und das Geheimnis (2019).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 26.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24939-4
Verlag Carl Hanser Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,5 cm
Gewicht 352 g
Originaltitel Numero Zero
Übersetzer Burkhart Kroeber
Buch (gebundene Ausgabe)
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22,60
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
3
2
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 04.10.2017
Bewertet: anderes Format

Eine gesellschaftskritische Politsatire zum moralischen Niedergang der italienischen Gesellschaft in den frühen 90ern. Meisterhaft geschrieben!

von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2017
Bewertet: anderes Format

Diesen Roman sollte man gelesen haben. Satirisch und medienkritisch, aber gleichzeitig auch fesselnd.

Die Machenschaften hinter der Information
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eigentlich beschreibt dieses Buch einen Kriminalfall. Es gibt auch einen Mord. Doch der steht nicht im Mittelpunkt. Auch nicht dessen Aufklärung, die eigentlich keinen wirklich interessiert. Von Interesse sind die Wege, auf denen jegliche Aufklärung oder Klärung von Realitäten umgangen werden kann und wird. Und wie die Presse un... Eigentlich beschreibt dieses Buch einen Kriminalfall. Es gibt auch einen Mord. Doch der steht nicht im Mittelpunkt. Auch nicht dessen Aufklärung, die eigentlich keinen wirklich interessiert. Von Interesse sind die Wege, auf denen jegliche Aufklärung oder Klärung von Realitäten umgangen werden kann und wird. Und wie die Presse und Medienwelt das Werkzeug dazu sind. Umberto Eco beschreibt eine Gesellschaft, die in der Flut von Informationen, die ihr zur Verfügung gestellt wird, den Boden verloren hat. Fakten schaffen Fiktionen, der Überfluss schafft das Vergessen und die Beliebigkeit verdrängt den Sinn und das Ziel. Kontrolle ist längst niemandem mehr möglich. Oder gibt es eine Chance für das Individuum auch in dieser Welt sein Glück zu finden?